Full text: Adreßbuch der Stadt Kiel, sowie der Ortschaften Gaarden und Ellerbek für das Jahr 1882. (1882)

. Abth. 
Allgemeine Nachrichten. 
377 
Wassergeld-Tarif. 
I Wasser zum gewöhnlichen Hausbedarf. 
Bei den zur Umlage herangezogenen Gebäuden 
wird für das zum gewöhnlichen Hausbedarf er 
forderliche Wasser eine besondere Vergütung nicht 
geleistet, falls der durchschnittliche Verbrauch 
'/jo cbm pro Tag und Kopf der Hausbewohner 
• cht übersteigt. Für die übrigen Gebäude ist die 
Vergütung mit der Verwaltung zu vereinbaren. 
Es ist besonders zu zahlen: 
a. für jedes Badezimmer 6 Uf jährlich, 
b. für Pissoirs, Closets oder Springbrunnen 
nach Wassermesser-, beziehungsweise La- 
liberhahu-Coutrole, 
c. für jedes Pferd, Rindvieh und jeden zur 
Personenbesörd. bestimmten Wagen 3 M. 
Bei einem größeren Viehstande kann die Bezah 
lung nach Vereinbarung oder Wassermessern er 
folgen. 
Für Arbeit«- und Lastwagen findet eine Be 
zahlung nicht Statt. 
. Wasser zu gewerblichen und besonderen 
Zwecken. 
Wenn nicht mit der Verwaltung ein Pauschal- 
iatz vereinbart ist, erfolgt der Bezug von Wasser 
"ach Wafierinessern, welche nur von der Verwal 
tung bezogen werden dürfen und entweder käuflich 
gen Erstattung der Selbstkosten, oder miethweise 
gegen Eiitrichlung einer Miethe von jährlich: 
6 Ji bei 15 mm Durchmesser 
7 „ „ 20 „ 
und 10 „ „ 25 „ „ 
«berlafsen werden. Die Miethe wird monatlich 
postnumerando mit dem Wassergeld erhoben und, 
falls die Benutzung des Waffermessers im Laufe 
eines Monats beginnt oder aufhört, nach Ver- 
HUtnist der Zeit der Benutzung berechnet. 
Reparcnmen an den Wassermessern werden 
durch die Verwaltung ausgeführt und zwar bei 
den im Eigenthum Privater befindlichen ans deren 
Losten, bei ermietheten Wasiermessern, sosern die 
Reparaturen nicht durch Fahrlässigkeit oder Muth 
willen erforderlich geworden find, auf Kosten der 
Stadt. 
Bei Stellung von Wassermessern sind für den 
Cuknknieter Wasser 12 Pf. zu entrichten und zwar 
jährlich mindestens 1 M. für jeden Millimeter 
Durchmesser des Wassermessers. Bei einem 
Jahresverbrauche von 5000 bis 10000 cdm wird 
der Preis ermästigt aus 11 Pf., bei mehr als 
10000 cbm auf 10 Pf., jedoch mit der Maßgabe, 
daß bei einem Verbrauche von mehr als 5000 cbm 
mindestens 600 und bei einem Verbrauche von 
mehr als 10000 cbm mindestens 1100 *4 zu 
zahlen find. 
HI. Wasser siir Garten-Anlagen. 
1. Es ist zu zahlen für Gärten: 
a. bis 5 Ar Größe für jedes 
angefangene Ar jährlich. . 2 ^ — Pf. 
b. von 5 bis 10 Ar Größe für 
jedes angefangene Ar jährt. 1 „ 50 „ 
und mindestens 10 Ui 
c. von mehr als 10 bis 20 Ar- 
für jedes angefangene Ar . 1 „ — „ 
und mindestens 15 Ui 
d. von mehr als 20 Ar für 
jedes angefangene Ar . . — „ 50 „ 
und mindestens 20 Ui 
2. für Gewächshäuser außerdem 30 Pf. 
für jeden qm des vom Gewächshause ein 
geschloffenen Raumes. In den Gärten 
sind andauernde Berieselungen nicht ge 
stattet. 
Den Consumenten steht in den verschie 
denen Fällen die Entnahme von Wasser 
nach Wassermessern frei. Für Handels 
gärtnereien wird Wasser nur nach Wasser- 
messer-Controle geliefert. 
Tarif für Benutzung des Petroleum- 
schuppens. 
Das Aufsehergeld ist pr. Tonne beim Empfang 
und beim Abgang -. 
1. für Pech und Theer . . . . je 4 Pf. 
2. für andere Waaren: 
a. in Fässern u. Colli bis 350 Pfd. 
Brutto ,, 8 „ 
b. übersteigt das Bruttogewicht 
der Fässer oder Colli 350 Pfd., 
pr. Faß oder Collo pr. lOOPsd. „ 3 „ 
welches dem Aufseher beim Empfang und Ab 
liefern sofort zu zahlen ist. 
Bei etwa vorkommenden Böttcherarbeiten ist 
dem Aufseher 30 Pf. pr. Stunde, als Minimum 
30 Pf. zu entrichten. 
Die Lagermiethe beträgt pr. Monat: 
für Theer u. Pech pr. Tonne. . 05 Pf. 
„ Petroleum pr. Faß unter Weg 
fall der Ermäßigung von 25 °/ 0 
pr. 50 Faß 08 „ 
„ andere Waaren pr. Faß oder 
Collo bi« zu 350 Pfd. Brutto 20 „ 
Bei gleichzeitiger Lagerung von 50 Fässern 
seitens eines Händlers tritt eine Ermäßigung 
von 25°/o ein 
für Fässer über 350 Pfd. Brutto 
pr. 100 Pfd 08 Pf. 
„ Colli unter 100 Pfd. Brutto . 08 „ 
Die Minimalmiethe ist die eines Monats, 
lagert eine Waare über einen Monat oder mehrere 
hü,au«, muß der angefangene für einen vollen 
Monat bezahlt werden. 
Die Miethe ist bei Abnahme der Waaren im 
Hasenbureau zu berichtigen. 
Taxen. 
Taxe siir die Kieler Droschken, 
vom 12. December 1878. 
I. Für eine Fahrt in der Stadt und 
deren nächster Umgebung.
	        

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