Full text: Der Ausbau eines Grüngürtels der Stadt Kiel

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Vorwort. 
ie Anregung zum Studium der Aufgabe eines planmäßigen 
Ausbaues des vorhandenen Grüngürtels der Stadt Kiel 
zu einem sogenannten Kulturgürtel ergab sich aus ver 
schiedenen Anlässen. Zunächst warfen Bebauungsplan 
fragen des Ostufers ganz allgemein die Frage auf, wie die Grund 
linien für eine gesunde Entwicklung unserer künftigen Bebauungs 
gebiete unter besonderer Berücksichtigung der Grünflächenfragen 
zu finden seien. Alsdann erwuchs aus den Beratungen des 
Magistrats über Teuerungsmaßnahmen die Frage, wie die wirt 
schaftliche Elastizität weiter Kreise der Bevölkerung zu stärken 
sei. Es erschien unmöglich, dieser mit jeder Balutawelle aufs 
neue akuten Frage durch finanzielle Hilfe der Stadt an die minder 
bemittelte Bevölkerung Herr zu werden. Wohl aber erschien es dem 
Magistrat angesichts der großen und bedeutenden Entwickelung des 
Kleingartenwesens in Kiel möglich, durch Stärkung und Steigerung der 
Bodenproduktion der städtischen Kleingartengebiete einem großen Teil 
der städtischen und namentlich der minderbemittelten Bevölkerung eine 
Stütze in den wirtschaftlich unsicheren Zeitläuften zu geben und damit zu 
gleich zur Stabilisierung der gesamten Stadtwirtschaft beizutragen. 
So entstanden die nachfolgenden Arbeiten des von uns als be 
kannten Spezial-Techniker auf diesem Gebiet herangezogenen Garten 
architekten Leberecht Migge, Worpswede, in gemeinsamer Ar 
beit mij unserem städtischen Siedlungsamt. Wir unterbreiten diese 
Arbeiten den städtischen Körperschaften und allen sonstigen Interessenten 
aus den Kreisen der städtischen Bevölkerung. 
K i e l, im Zuni 1922. 
Der Magistrat. 
Dr. L u e k e n. 
Oberbürgermeister.
	        
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