Full text: Der Ausbau eines Grüngürtels der Stadt Kiel

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bezeichnet werden. Eine Folge dieser Ziellosigkeit drückt sich in dem 
nicht unbedenklichen Zustand aus, nachdem heute in der Stadt Kiel 
überhaupt kaum mehr als ^ des Abfallsolls anfällt Ji! 
und daß die städtischen Werke — abgesehen vom Müll — davon '"*• 
wiederum kaum mehr als die Hälfte, insgesamtalso nur'X bis 
V» und steigend weniger kontrollieren. Die Kieler Abfallwirt- 
schaftleidetanchronischerSchwindsucht, die alle Ver- j ha 
besserungspläne von vornherein zu sabotieren droht. Di 
Dieser Zustand unserer zu einem förmlichen System gediehenen da 
„wilden Abfallwirtschaft" ist in einer Zeit höchster wirtschaftlicher Not de 
der Stadt unhaltbar. Wie er zu bessern ist, sollen die folgenden Dar- : au 
legungen zeigen. Zu ihrem Verständnis müssen wir einige sachliche Kr 
Voraussetzungen übersehen. ist 
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Produktive Abfallregeln. "re 
Bei der Bewältigung der Abfallstoffe — ob beseitigt oder verwertet 
— sind drei Hauplphasen zu unterscheiden: der Gewinnungsprozeß, der " e 
Transportprozeß und der Verarbeitungsprozeß. Hier sollen sie kurz ! 
vom Standpunkt der Verwertung betrachtet werden. als 
1. Bei der Gewinnung oder Produktion der städtischen dui 
Abfälle zum Zwecke der Verwertung ist naturgemäß die bestmögliche ist 
Konservierung der Inhalte Haupterfordernis. Daß in dieser Hinsicht ein vin 
Verfahren wie z. B. die Schwemmkanalisation nur noch relativ nutzbar ° a 
gemacht werden kann, bei dem kaum mehr die Hälfte des Dung- j 
wertes*) an der Verwertungsstelle anlangt, liegt auf der Hand. Ebenso Du 
auch, daß der Vorgang innerhalb dieses Abfallprozesses ein grundsätzlich stL 
falscher sein muß, wenn es auf Verwertung ankommt. Und so ist es auch. "ie 
Alle bodenproduktiven Untersuchungen und Überlegungen laufen in - ' i < 
dem elementaren Lehrsatz zusammen: Tunlich st Trennungaller 
Abfall st offeamOrtederProduktion. Diese Maßnahme fall 
ist gleichzeitig von außerordentlichem Einfluß auf z e 
2. die Verarbeitung oder Konsumtion der städtischen Fo 
Abfälle; denn es ist klar, daß erst diese weitgehend durchgeführte Er- an; 
Haltung des Wirkungscharakters der Stoffe bei ihrer Gewinnung die 1 der 
Freiheit für ihre bestmöglichste Verarbeitung gibt. Diese Verarbeitung Ab 
kann im bodenproduktiven Sinne nur eine Vereinigung erstreben, ; «N 
die nicht nur alle vorhandenen (mineralischen) Werte erhöht, son- , 
dern tunlich st neue physikalische und bakterio-! 
*) Prof. Dr. Eerlach stellte in zahlreichen Unternehmungen fest, dah z. B. vom 
Posener Abwasser im Vergleich zum Salpeterstickstoff nurmehr 41 % des Ursprung- j des 
lichen Stickstoffgehalts zur Wirksamkeit kamen.
	        
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