Full text: Der Ausbau eines Grüngürtels der Stadt Kiel

22 
c 
soll wieder zu Erde werden". Ihm kann sich auch die heutige Stadtkultul c 
nicht entziehen. Mittels ihrer Abfälle möglichst viel 
Nahrung erzeugen, hiermit das Dasein ihrer Bür- i 
ger zu sichern: gleichzeitig die allgemeinen Lasten j 
zu verringern und die Finanzkraft der Stadt zu ( 
stärken, das ist die unabweisbare Aufgabe jeder ordentlichen Gemein- 
wirtschaft in Zukunft. And dieses Ziel hatte auch die Stadt Kiel im x 
Auge, als sie den Unterzeichneten mit einer Prüfung der bodenproduk- 
tiven Möglichkeiten ihrer Abfallwirtschaft im Hinblick zunächst auf ihr ( 
ausgedehntes Pacht gartenwesen und mit Rücksicht auf den aus- j 
zubauenden Grüngürtel der Stadt betraute. t 
Abfallgeschichte Kiels. j. 
Angesichts dieser Aufgabe wird es vorteilhaft sein, zuvor einen ( 
kurzen Überblick über die Abfallgeschichte Kiels bisher zu geben, be- £ 
sonders im Hinblick auf Verwertung und Wirtschaftlichkeit. 
Hiervon kann nicht die Rede sein bei der (Trenn-) Kanalisation, 5 
die im Hochgebiet für rund 80 000 Köpfe angelegt und für rund 10 OOO < 
Köpfe fertiggestellt ist, und deren Weiterbau die Städtischen Kollegien t 
inzwischen bedauerlicherweise beschlossen haben. l 
Besser stehen, mit Rücksicht auf Abfallverwertung, die Betriebe * 
da, die der st ä d t i s ch e n Straßenreinigung etc. angeschlossen 
sind. Unter der verdienstvollen Leitung ihres Direktors L. Bote war - 
diesen Betrieben von jeher eine gewisse Wirtschaftlichkeit eigentümlich, < 
inbezug auf Abfallverwertung haben sie in der Fachwelt einen Rang und i 
als großstädtischer Versuch bodenproduktiver Abfallwirtschaft stellen sie ' 
in dieser Richtung m. W. das einzige technisch wissenschaftlich ernsthaft l 
betriebene Beispiel dar. | 
9Jon den vier großen A b f a l l g r u p p e n : r ^ 
die Fäkalien, 
das Hausmüll, : 
der Straßenkehricht , , 
und das Abwasser, 
wird in Kiel das Abwasser in Kanalisationen fortgeführt, die drei | 
anderen Gruppen aber in der Straßenreinigung gesammelt. Hiervon ! 
wurde das Müll früher auf z. T. noch vorhandenen riesigen Müll 
kippen gesammelt, dann in einer noch arbeitenden Müllverbrennungs- < 
anstalt verbrannt: diese Einrichtung soll demnächst einem noch voll 
kommeneren Neubau weichen. Ob aber die Verarbeitung des Mülls aus 
Stein und Haus auf die Dauer eine höhere Wirtschaftlichkeit ergeben > 
sollte, als diejenige auf Dung und Nahrung, das muß die Zeit erweisen-
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.