Full text: Adressbuch der Stadt Kiel, der Brunswiek und Düsternbrook, nebst Verzeichniß sämmtlicher Hausbesitzer und Straßen, einer Uebersicht der öffentlichen Einrichtungen und Institute, einem Verzeichniß der Ortschaften und Güter der Umgegend, nebst Angabe, bei wem die dahin bestimmten Briefe und Packete hier abgegeben werden können, sowie einem empfehlenden Anzeiger für das Jahr 1867. (1867)

272 
Anhang. 
12. Wcgschaffuug von Schnee und Eis auf den Straßen. 
1) Alle Hausbesitzer werden verpflichtet, die Trottoirs vor ihren 
an der städtischen Straße belesenen Grundstücken von Schnee 
und Eis rein zu halten, namentlich jeden Morgen den 
Schnee und das Eis von den Trottoirs fortschaffen und 
etwanige glatte Stellen derselben mit Asche oder Sand 
bestreuen zu lassen. 
2) Nur von den Trottoirs darf Schnee und Eis, nur von den 
Dächern und aus den Dachrinnen der Schnee auf die 
Straße geworfen werden; solches ist also namentlich aus 
den Höfen und Gängen nur dann statthaft, wenn die Bethei 
ligten den Schnee sofort auf ihre Kosten wegschaffen lassen. 
3, Das Werfen des Schnees von den Dächern und aus den 
Dachrinnen ist nur des Morgens spätestens bis 9 Uhr erlaubt, 
und kann ausnahmsweise einzelnen Hauseigeuthümer ganz 
untersagt werden, insofern nach dem Erachten der Behörden 
dieselben ohne namhafte Belästigung jenen Schnee anders 
wo beseitigen können. 
Alle und jede Contraventionen werden im Wiederholungsfall mit 
einer Brüche von 9Z 6 ß bis 37 Z 8 ß bestraft werden. 
(Polizeiverfügung vom 13. Dezember 1855, eingeschärft den 
8. März 1858.) 
13. Aufnahme von Einwohnern. 
Ta es wahrgenommen worden, daß die zur Errichtung und Fort 
führung eines möglichst vollständigen Verzeichnisses sämmtlicher 
hiesigen Bürger und Schutzverwandten für erforderlich er 
achteten und am 11. März 1853 bekannt gemachten Anord 
nungen von mehreren Hausbesitzern und Hauswirthen nicht 
immer befolgt worden sind, wird von Bürgermeister und 
Rath dieser' Stadl sämmtlichen Hausbesitzern und Haus- 
wirthea hiedurch wiederholt aufgegeben, bei Vermeidung 
einer Brüche von 2 für jeden Unterlassungsfall jeden 
Wechsel in der Person ihrer Mitbewohner und Miethsleute 
und zwar sowohl für den Fall des Abgangs als auch des 
Zugangs spätestens innerhalb 8 Laijen, nachdem solcher 
stattgehabt, bei dem Stadtschreiber schriftlich anzumelden. 
Zugleich wird hiedurch in Erinnerung gebracht, daß durch 
wiederholte und zuletzt am 15. März' 1853 eingeschärfte 
Bekanntmachung an den sämmtlichen Bürgern und Ein 
wohnern dieser Stadt bei einer im ersten Contraventions- 
fall zu erlegenden Brüche von 15 _$ oder einer viertägigen 
Gefängnißstrafe bei Wasser und Brod, im Wiederholungs 
fall aber zu schärfenden Geld- und Gefängnißstrafe untersagt 
worden ist, irgend einem Häuserinsten Wohnung zu ver-
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.