Full text: Adressbuch der Stadt Kiel, der Brunswiek und Düsternbrook, nebst Verzeichniß sämmtlicher Hausbesitzer und Straßen, einer Uebersicht der öffentlichen Einrichtungen und Institute, einem Verzeichniß der Ortschaften und Güter der Umgegend, nebst Angabe, bei wem die dahin bestimmten Briefe und Packete hier abgegeben werden können, sowie einem empfehlenden Anzeiger für das Jahr 1867. (1867)

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Anhang. 
den Markt gebrachten Landesproducte gestattet, dagegen das 
Aufkäufen dieser Producte in den Straßen und auf den 
Wegen zur Stadt innerhalb des Bezirks einer Meile, so 
wie das Aufbieten und Austreiben auf dem Markt verboten, 
bei Strafe der Confiscation solchergestalt angekaufter Waaren 
zum Besten der Armen und einer Geldstrafe von 15—60$ 
oder verhältnißmaßiger Gefängnißstrafe. 
(Polizeibekanntmachung vom 2!». Aug. 1846. Eingeschärft den 
15. Mai 1848.') 
3. Aufnahme fremder Personen i» Privathäuser. 
Die Namen sämmtlicher in Privathäusern logirenden Fremden sind 
und zwar spätestens nach der ersten Nacht bei Vermeidung 
einer Brüche von 15 fr dem Polizeiamt mitzutheilen. Das 
selbe gilt von Studenten, welche von auswärtigen Univer 
sitäten kommen. 
Für die Beherbergung Fremder in Gasthäusern gelten besondere 
mit der Haltung von Fremdenbüchern rc. in Verbindung 
stehende Bestimmungen. 
4. Aufnahme von MiethSleuteii, die eigenen Hansftand führen. 
Insonderheit aber wird den Hausbesitzern zur Pflicht ge 
macht, von jedem Miethsmann, welcher eigenen Hausstand 
führt, ohne sich dazu durch Vorzeigung seines Bürgerbriefs 
oder Wohnscheius an der Hausbesitzer legitimirt zu haben, 
eine Anzeige bei der hiesigen Kämmerei zu machen, da Je 
der, der solches unterläßt, nicht nur für aste bürgerlichen Ab 
gaben, welche von dem Miethsmann als Bürger zu erlan 
gen gewesen, der Stadtcasse vollen Ersatz zu leisten schuldig 
erkannt, sondern auch in eine Brüche von 15 fr für jeden 
Unterlassungsfall verurtheilt zu werden gewärtigen muß. 
(Publicirt am 3. November 1840). 
5. Ausfahren des Düngers und sonstigen Unraths. 
Die Dünger-Wagen fahren zweimal wöchentlich, nämlich Dienstag 
und Freitag Nachts von 11 Uhr an. Diejenigen Einwohner, 
welche den Dünger aus ihren Wohnungen abholen lassen, 
haben dafür eine Vergütung von 2 fi für jeden Eimer zu 
bezahlen, wer den Dünger jedoch selbst nach dem Wagen 
bringen läßt, hat keine Vergütung zu zahlen. Das Aus 
werfen des Düngers, sowie alles sonstige» Unrathes am 
Haß-, Küter- und Flämischen-Thor, sowie bei der Holsten 
brücke und überhaupt in den hiesigen Hafen oder kleinen Kiel 
ist unter Androhung einer im Wiederholungsfälle zu schärfen 
den Geldstrafe von 15 fr oder entsprechender Gefängnißstrafe 
bei Wasser und Brod für jede Contravention verboten.
	        

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