Full text: (1854)

Oeffentliche Ginrichtungen und Institute re. 165 
Das Herzogliche Oldenburgische Stipendium 
von Sr. Durch!, dem Herzoge Peter Friedrich Wilhelm 1789. Ver 
mögen 4000 «$. Verwendung der Zinsen jährlich an zwei Stu- 
d.rende, vorzüglich Eutiner und Oldenburger, von denen jeder 80 «$ 
bekommt. Das Stipendium wird auf drei Jahre ertheilt und 
von dem acadcmischen Consistorium vergeben. 
Die Schmidtschen Stiftungen 
von dem hiesigen Hof- und Landgerichtsadvocaten E. F. Schmidt, nach 
seinem Testamente ck. 6. 13. August 1804, und den Beilagen 
0. 0. 4. Juni 1818 und 16. Juni 1821. 
1) Von 9600 «$, wovon die Zinsen mit 3£ pEt. durch die Prediger an 
der St. Nicolaikirche „an die hülfsbcdürfkigsten Kranken unter 
ihren Beichtkindern zur Hülfe, Pflege und Labung derselben auf 
dem Kranken- und Sterbebette" zu vertheilen und die von ihnen 
geführte Rechnung jährlich dem Magistrate vorzulegen ist. 
2) Von 533 «$ 32 ß, wovon die jährlichen Zinsen mit 3| pEt. zur 
Belohnung eines Dienstboten, ohne Unterschied des Geschlechts, 
bestimmt sind, welcher in der Stadt wenigstens 10 Jahre nach 
einander bei Einer Herrschaft gedient und sich untadelhaft betragen 
hat. Bleibt ein solcher unverändert noch 5 Jahre bei derselben 
Herrschaft, so erhält er die Belohnung wiederum und bei weitern 
5 Jahren zum dritten Male. Die Belohnung ist jährlich am 
Geburtstage des Stifters den 28. Mai zu vergeben. Für den 
Fall, daß sich in mehreren Jahren keine qualisicirte Bewerber 
melden, ist das Stadtconsistorium befugt, die Zinsen so lange, bis 
sich ein würdiges Subject findet, zu einem Aussteuer-Legat oder 
auf andere gemeinnützige Weise zu verwenden. 
3) Von 2560 «$, als die Hälfte des Ertrags seiner Kupfcrstichsammlung, 
an die beiden akademischen Krankenanstalten, wovon die Zinsen 
zur Verpflegung armer Kranken verwendet werden sollen. Das 
Eapital wird von dem Magistrate verwaltet. 
4) Vermachte derselbe an die Stadt, nachdem er die zur Straßenbeleuch 
tung dienenden Laternen mit Zubehör auf seine Kosten, gegen 
1920,$ betragend, hatte machen lassen, eine Summe von 16,000«$ 
mit der Bestimmung, daß sie zur Verschönerung seiner Vaterstadt 
Kiel dienen solle; zunächst zur Anlegung von eisernen Wasscrlci- 
tungsröhren in der Holstcnstraße und zur Herrichtung des besten 
Steinpflasters daselbst. Mit der Ausführung dieser Bestimmung 
hat der Schcnkgeber den Rath und die dcputirte Bürgerschaft 
beauftragt. 
Die Appenfeldersche Stiftung für arme Waisenkinder 
von dem Großfürst!. Eapitain A. M. von Appcnfelder hieselbst 1810, 
mit der ausdrücklichen Bestimmung, daß die Verwaltung der 
Stiftung nie mit einer öffentlichen Behörde der Stadt Kiel in
	        
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