Full text: Bestimmung der Bahn des Cometen 1897 I

2 3 
Das in der Ausgleichsrechnung vorkommende Glied 
[nn 6] ist 2 35"9, während sich in guter Uebereinstimmung 
ergiebt: [p v v\ — 23477 . 
Durch Addition der Werthe der Unbekannten zu denen 
des Systems II auf pag. 19 erhält man «die folgenden neuen 
Elemente, denen ich die zugehörigen wahrscheinlichen Fehler 
beifüge. 
Osculation 1897 Jan. 29.0. 
T — 1897 Februar 8.140779 + 0.0008454 
co = 127° 18'59'.'49 ± 3'.'2i6 | 
ß = 86 28 30.64 + 2.237 1897.0 
i = 146 8 14.55 ± °-9 1 3 J 
log q = 0.0264443 + 0.0000023 
log ß = 0.0004024 + 0.0000148 
Wahrscheinlicher Fehler eines Normalortes mit dem 
Gewicht Eins: r — ±2'.'31. 
Mit diesen hyperbolischen Elementen habe ich eine 
Ephemeride für die Epochen der Normalörter gerechnet und i 
die Abweichungen zwischen Normalort und Ephemeride in 
folgender Tabelle mit den Abweichungen zusammengestellt, | 
die sich durch Einsetzen der Unbekannten in die Be 
dingungsgleichungen ergeben. 
M. Z. Berlin 
B—R 
Durch Einsetz. d. Unbek. 
in die Bedingungsgleich, 
cos Ö Aa | AS 
Aus der Ephemeride 
cos 8 Aa | A8 
Nov. 4.75 
-t-o?o7 
— 0" 2 
-ho?o3 
— o'.’i 
8.0 
— 0.07 
— 0.2 
—0.06 
-o-5 
135 
— 0.1 I 
-ho 8 
— O.I I 
-HO.9 
27-75 
-ho. 16 
— 0.7 
-Ho.17 
-o-5 
Dec. 2.5 
-+-0.03 
-Ho.6 
-HO.03 
-Ho.7 
>°-5 
-1-0.23 
+ »•5 
+ 0.22 
-H 1.6 
2325 
+ 0.09 
-0.8 
-HO.09 
-0.7 
März 1.0 
— 0.26 
— I .2 
1 —0.28 
— II 
u-5 
— 0.2 1 
-o-3 
— O.23 
— 0.6 
3 » 75 
— 0.18 
-ho.7 
— 0.20 
+°-5 
April 10.5 
-HO.32 
-HO.4 
-HO.32 
-4-0.2 
24-5 
— 0.18 
— 4.4 
-0.17 
-4-5 
2 9-5 
— i. 18 
-+-I-3 
— 1.1 8 
-HI.I 
Diese Tabelle bietet durch die hinreichende Ueberein 
stimmung der neben einander stehenden Werthe eine Con- | 
trole für die Richtigkeit der vorangegangenen Rechnung. 
Die verhältnissmässig starke Abweichung des letzten Normal 
ortes, der übrigens von vornherein nur das Gewicht >/ 4 
erhalten hat, in Rectascension erklärt sich durch die Un 
sicherheit der ihm zu Grunde gelegten Cordobabeobacht 
ungen, über die der Beobachter selbst schreibt: »The Ob 
servation s were made under very unfavorable conditions . . . 
I cannot claim any great accuracy in the results.« 
Es mag befremdlich erscheinen, dass die Abweichungen 
zwischen Beobachtung und Rechnung vor dem Perihel und 
nach dem Perihel vorwiegend entgegengesetztes Vorzeichen 
haben, sodass man an eine Abweichung von den Kepler- 
schen Gesetzen denken könnte Diese auffallende Erschein 
ung erklärt sich hier aber ausser aus der verhältnissmässig 
geringen Uebereinstimmung der zu einem Normalort ver 
einigten Beobachtungen nach dem Perihel auch daraus, dass 
die Beobachter bei ihnen niemals auf einen scharf ausge 
prägten Kern pointiren konnten und daher vielleicht als 
Schwerpunkt einen anderen Theil des Cometenkopfes be 
obachteten, als in der Zeit vor dem Perihel, wo ein deut 
licher Kern vorhanden war. 
Ich habe auch eine Ausgleichung mit dem Werthe 
e = 1 versucht und unter dieser Annahme eine erhebliche 
Vergrösserung des wahrscheinlichen Fehlers gefunden. Die 
Annahme einer Parabel ergiebt nämlich \p v v\ — 41 85746 
und dementsprechend als wahrscheinlichen Fehler der Ge 
wichtseinheit: r — ±14712. Da die hier abgeleitete Hy 
perbel diesen Fehler sehr herabdrückt, und die Normalörter, 
mit Ausnahme des unzuverlässigen Ortes April 29.5, hin 
reichend genau mit ihr übereinstimmen, so glaube ich diese 
hyperbolischen Elemente als definitive ansehen zu dürfen, 
wenigstens so weit es sich um das innerhalb der Zeiten 
der ersten und der letzten Beobachtung eingeschlossene 
Stück der Cometenbahn handelt. 
Der Comet bietet uns also das seltene Beispiel einer 
ausgesprochen hyperbolischen Bahn. Wenn auch hyper 
bolische Elemente schon häufig gefunden worden sind, so 
darf man in den meisten Fällen doch das Wachsen der 
Excentricität über den Werth Eins als Rechnungsresultat 
auffassen. Die einzigen Cometen, deren Bahnen während 
ihrer Sichtbarkeitsperiode durch elliptische oder parabolische 
Elemente sicher nicht darstellbar sind, sind die in der 
folgenden Tabelle zusammengestellten. 
Comet 
T (m. Z. Berlin) 
03 
i 
log q 
e 
Aequinoct. 
1844 III 
1844 Dec. 13.7 1198 
1 7 7° 4 2 ' 56" 
118 0 19' 22" 
45° 38' 47" 
9.4009 1 3 
>000353 
1845.0 
1886 II 
1886 Mai 3.32404 
119 36 29 
68 19 10 
84 26 5 
9.680580 
1.0002 29 
1886.0 
1889 I 
1889 Jan. 31.20908 
340 27 40 
357 25 15 
166 22 13 
0.258851 
1.001086 
1889.0 
1890 II 
1890 Juni 1.57024 
68 56 4 
320 20 43 
120 33 22 
0.280483 
1.0004 10 
1890.0 
1892 II 
1892 Mai 11.26193 
129 .9 51 
253 25 51 
89 4» 54 
0.294620 
1.000345 
1892.0 
1897 I 
1897 Febr. 8.14078 
127 18 59 
86 28 31 
146 8 15 
0.026444 
1.00092 7 
1897.0 
1898 VII 
1898 Sept. 14 08937 
233 »5 36 
73 59 21 
69 55 57 
0.2 30828 
1.000754 
1898.0 
1899 I 
1899 April 13.01493 
8 41 56 
24 59 »8 
146 15 28 
9-5 1 3974 
1.000394 
1899.0 
Bei allen diesen Cometen lassen parabolische Elemente j Aus der Tabelle ersieht man, dass die Excentricität 
ganz unzulässige Fehler in den Abweichungen zwischen j des Cometen 1897 I von der Eins stärker ab weicht, als die 
Beobachtung und Rechnung übrig. | aller anderen, mit Ausnahme des Cometen 1889 I, dessen
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.