Full text: Zwey Reden, gehalten in den Versammlungen der vier vereinigten Freymäurerlogen in Hamburg

Das Andenken an unsre Tugend ist uns wich 
tig, 
r) um uns ihrer, als unsrer wahren höchsten 
Glückseligkeit zu freu'n; 
2) um Gott für sie, sein bestes Geschenk, zu 
danken; 
z) um Klugheit für unser künftiges Leben zu ler 
nen, und milchiger und sicherer im Guten 
fortzuschreiten. 
Was kann der.Schöpfer lieber sehn, als ein 
ftöliches Geschöpf, und worüber kann das Geschöpf 
frölicher seyn, als über das Gefühl: ein gutes nühr 
lichcs Geschöpf zu seyn? Um uns her ladet uns 
alles zur Freude ein. Daß wir die Freude mit 
Weisheit genicssen sollen, war gewiß die Absicht 
deö Schöpfers, der sie uns schenkte, der uns Cm- 
psindlichkeit für sie gab. 
Wie schön ist Gottes Schöpfung! Wie athmet 
sie überall den Geist des Alllicbenden, der uns zu 
Seinem Bilde schuf, der für uns, für uns dieErdtf 
so schön schuf. Wo ist der kalte, gefühllose Mann, 
ders bleibt beym Anblick der herrlichen Schöpfung, 
am stillen, sanftrieselnden Bach, auf bunten lachen- 
den Wiesen, bey der Pracht der Morgenröthe und 
der untergehenden Sonne, und der stillen, heiligen 
Feyer der Nacht; wenn alles um-ihn her sich feines 
Daseyns freut, und Wald und Thal uns Hügel 
wiedertönen vom Lobe des Schaffenden — der da 
nicht Gott fühlt, den Allgegenwärtigen, den Na 
hen!
	        

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