Full text: Zwey Reden, gehalten in den Versammlungen der vier vereinigten Freymäurerlogen in Hamburg

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Sdllehrt uns die Religion Unsterblichkeit, und 
^Strafe und Lohn jenseit des Grabes. Dies Leben 
ist nicht Ziel unsers Daseyns, wir schreiten fort zu 
-höherer Glückseligkeit,. immer höher I und ewig! 
. —<• t • 
Willkonimner, heiliger Unterricht! Stöße der 
wankenden Tugend! Licht auf dem Wege voll Nacht! 
O wie undankbar sich desLichrs nicht zu freun! Der 
Schande wollen wir uns nicht schuldig machen. Auch 
-bey dem traurigen, ansteckenden Leichtsinn unster Zei 
ten , wollen wir die Religion ehren, das beste Ge 
schenk des Himmels, das unser Leben freudenreich 
' -und heiter unsern Tod macht; durch Thaten ehren, 
denn Religion ohne Tugend ist Hirngespinst, nicht 
Werk Gottes. 
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Nur der Tugendhafte versteht ihn ganz. NuL 
ihm ist er ein frölicher seelerhebender Gedanke. Dem 
Lasterhaften traurig! schrecklich! 
£) könnte ich mit feuriger herzlicher Beredsamkeit, 
so.ganz als ichs fühle, allen recht tief ins Herz, die 
Ueberzeugung giessen: daß jenes Leben sich an dieses 
ankmipst, daß unsre Empfindungen und Zustande in 
jenem, Entwickelung unsrer Empfindungen unk» 
Zustände in diesem sind; daß man hier tugendhaft 
seyn muß, um d-rt glücklich zu seyn! — 
Denken Sie nun, meine Brüder, den sinnlichen, 
harten, ungerechte», unmenschlichen Mann.—
	        

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