Full text: Der Lautstand des žym-Gebiets in Dithmarschen

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Nuss, nacj Nacken, vid (and. hwit) weiss, vnu (and. hwö) 
wie, wo. 
5. Intervokalisch war -h- schon and. verklungen, daher: 
fein (and. sehen) sehen, fain (and. tehan) zehn, slön 
(and. slahan) schlagen, stöj, (ahd. stahal) Stahl, frön Thräne. 
Dazu gehört der (im Satzzusammenhang und den flek 
tierten Formen) intersonantische Schwund in: dm (and. du- 
ru(h), mnd. dorch, dor) durch, svu Schuh, fmia (ahd. furuh) 
Furche, bdfe]n befehlen, sowie die Doppelformen: hnu% hoch: 
Iwurnoidi hochmütig (mnd. homodich), hvudydä hochdeutsch. 
Schon im Heliand fehlt li in höh nicht selten; vgl. Holt 
hausen, as. Elementarbuch. 
6. Vor s in Auslautsstellung schwand h durch Assi 
milation : ftas Flachs, J'os 6, bys Büchse, fos Fuchs, os Ochse, 
vesl Wechsel, düs] Deichsel, vasy wachsen. 
C. DIE NASALE. 
§ 59. 
Mnd. n ist unverändert: 
nö nach, neun nähen, tinvub Knopf, snüd Schnauze, 
finsda Fenster, fun von, dnun thun, fein sehen. 
mnd. -nn-: tyn Tonne, dyn (mnd. dünne) dünn, bin 
(mnd. binnen) drinnen. 
-nen > n unter Dehnung des Stammvokals: sin schei 
nen, stmi seufzen, fön Fahnen, nach kurzem Vokal finden 
wir gedehntes n: vin gewinnen (§ 45 anm. 2). 
A n m. Der and. Ausfall von n vor Spiranten ist belegt in: yous 
Gans, haus (got. hansts) Kuhstall, fax sanft, vielleicht, flf 5. 
§ 60. 
m. 
1. Auslautendes -m in nebentoniger oder unbetonter 
Silbe > n: bö a n (mnd. boddem) Boden, fön (mnd. fadem) 
Faden, bosy, (mnd. bossem.) Busen, byz\f Büsum (Seebad), best} 
(mnd. bessern) Besen. 
2. mnd. mm < mb und mn steht in: ama Eimer, timan 
(mnd. timberen, timmeren) zimmern, ym (mnd. nmbe, umme) 
um, Krim krumm; stim (mnd, stemme, and. stemmi) Stimme.
	        
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