Full text: Der Lautstand des žym-Gebiets in Dithmarschen

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in mehrsilbigen fällt die Silbengrenze vor den Konsonanten, 
auch Konsonantenverbindungen werden zur Folgesilbe ge 
zogen. Doch sind die Unterschiede wohl zu beachten, welche 
eintreten, je nachdem der folgende Konsonant fortis oder 
lenis ist, indem die Fortis schnelleren Einsatz bedingt. — 
Dieselben Gesetze gelten auch im Satzzusammenhang vor 
vokalisch anlautenden Wörtern. 
c) Wort und Satzaccent. Die begrifflich wichtigsten 
Wörter erhalten auch den stärksten Iktus: die Wortbe 
tonung ist decrescendo. 
Suffixe, welche feste Verbindungen mit Stammworten 
eingehen, sind unbetont: 
falioi'\n (erkälten) tuhre'gm (zerbrechen). Die Suffixe 
ynci und dm (unter, durch) sind fast nur in sinnlicher Be 
deutung gebräuchlich und daher meist betont, y'nagön 
(aliquid subire, sich einer Sache unterziehen), do'avusyi = 
durchwa'chsen (vom Speck). In andern Fällen richtet sich 
die Betonung nach dem Sinn: 
a'flwupt (fernhalten): <tfhnu'\n (aushalten, ertragen) 
affein (absehen von) : affet’ n (übersehen, zu Ende sehen). § 
§ 11. Silbentrennung. 
Bei stark geschnittenen Silben fällt die Silbengrenze 
in den folgenden Konsonanten. Von 2 Konsonanten zwischen 
Vokalen gehört der erste zur ersten, der zweite zur zweiten 
Silbe, es sei denn, dass es Verschluss- oder Reibelaut + 
liqu. oder nasal sind, die beide zur zweiten Silbe gezogen 
werden. 
In schwach geschnittenen Silben liegt die Grenze hinter 
dem Vokal. Die Liquiden r und l wirken dabei silben 
bildend, indem der Stimmton selbständig hervortritt und 
Silbenträger wird. m% (Meile) faHoifn (erkälten). Dieselbe 
Neigung haben auch m und n, doch kann man hier im 
Zweifel sein, ob nur eine Dehnung des vorhergehenden 
Vokals stattfindet, oder ob der Stimmton sich zu einem 
Vorschlagvokal entwickelt. 
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