Full text: Beitrag zur Kenntnis der Veränderungen an der Ureterenwandung bei Hydronephrose

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1899. Benommenheit tiefer und anhaltender, lässt unter sich. 
Nachdem sich am 16. I. 1899 ein Coma entwickelt hat, tritt am 
folgenden Tag der Exitus ein. 
Anatomische Diagnose: Hauptkrankheit: Carcinoma 
uteri. Harnapparat: Nephritis interstitialis chronica. Dila- 
tatio permagna ureterum. Hydronephrosis duplex. Nephritis 
parenchymatosa. 
Die Ureteren sind beiserseits stark dilatirt. In der Ge 
schwulstmasse an der Blase rings von dieser umgeben und etwa 
2 cm lang normal dick, erweitern sie sich dann beide plötzlich 
bis zur Daumendicke, um diese Ausdehnung bis zur Niere mit 
nur geringen Schwankungen beizubehalten. Mit Füllung gehärtet. 
Rechter Ureter. 
a) Schnitt durch das Nierenende. 
Dm = 16—17 mm. L = 14 1 /*—16 1 /2 mm. E = —. S. c. 2—3". 
M = c. 8—9" A c. 8". 
Ein Epithel ist an der Schleimhaut nirgends zu unterscheiden, 
die Schleimhaut selbst überzieht als sehr dünne Schicht die Mus 
kulatur, welche aussen von der nicht stark ausgebildeten, lockeren 
Adventitia eingefasst wird. Die grosse Wand wird somit fast 
ausschliesslich von der Muskulatur gebildet, deren Hauptmasse 
von zarten, kontinuirlichen Ringlamellen gebildet wird, nach 
innen zu sind jedoch kräftige, platte Längsbündel zu unter 
scheiden, die keine zusammenhängende Lage bilden. 
b) Schnitt aus der Mitte. 
Dm = 16—17mm. L = 15—16 mm. E = c.3". S=e. 3". M=23—25". 
A = 12—15". 
Epithel als etwa zwei- bis dreifache Zellenlage an mehreren 
Stellen noch erhalten. Mit dem Unterschied, dass die Musku 
latur im ganzen kräftiger und die Adventitia etwas deutlicher 
ausgeprägt ist, die ganze Wand also dicker erscheint, zeigt der 
Schnitt dieselben Verhältnisse wie der Vorangehende. 
c) Schnitt, dicht oberhalb des durch die Geschwulst 
bildung an einer Ausdehnung verhinderten Ureteren- 
s tück es. 
Dm = 11—12 mm. L = 10—11 mm. F = c. 2". S = c. 3". M = 15—22". 
A = c. 45". 
Schleimhaut sehr zart, ihr Epithel meist drei Zelllagen 
zeigend nicht an der ganzen Peripherie des Lumens vorhanden.
	        
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