Full text: Beitrag zur Kenntnis der Veränderungen an der Ureterenwandung bei Hydronephrose

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Fall V. (Krankenhan s Moabit.) 
S.Nr. 4024. 3 Monate alt. Tod6.1. 1899. Sekt. 9.1. 1899. 
Klin. Diagnose: Lues hereditaria. Bronchopneumonie. 
Anamnese: Uneheliches Pflegekind, soll seit 5 Tagen 
Nasenlaufen haben. 
Status 4. I. 1899: kräftig, gut genährtes Kind, Grösse 
dem Alter entsprechend. . . . 
Anatomische Diagnose: Bronchopneumonia multiplex 
duplex. Gastritis catarrhalis. Enteritis follicularis pigmentosa. 
Harnapparat: Hydronepbrosis levis sinistra. Nephritis 
parenchymatosa. Infarctus uricirenum. Dilatatio ureterum. 
Nieren leicht geschwollen, in den Markkegeln zahlreiche 
goldgelbe Streifen, Becken der linken Niere leicht dilatirt. 
Ureteren-Mündung deutlich. Grösster Durchmesser des linken 
Ureters c. 9—10 mm, des rechten c. 2 mm. 
Die Hauptveränderungen betreffen den linken Ureter, sein 
Durchmesser war in der Leiche 9—10 mm, er wurde ohne An 
wendung von Druck mit Formol gefüllt und gehärtet. Der rechte 
Ureter war kaum halb so stark, er wurde ohne Injektion gehärtet, 
die Wandung beider war zart. 
a) Schnitt dicht an der rechten Niere. 
Dm =4-5 mm. L 3—4 mm. E = 3". S=6—8". M12—14". A 9—11". 
Schleimhautepithel sehr gleichmässig. An der Muskularis 
sind nur etwa 3—4 Schichten von Ringfasern zu erkennen, nir 
gends Längsbündel. Adventitia ziemlich locker. 
b) Schnitt aus der Mitte. 
Dm = 3-4mm. L = 2—-2 1 /*. E = 3—5". S = 9—12". M = 23-30". - 
A= 6—8". 
Muskulatur erscheint etwas lockerer als in a, die Ringschichte 
ist nicht kräftig, dagegen lassen sich sehr viele äussere wie 
innere Längsfasern erkennen. 
c) Schnitt an der Blase. 
Dm = 3 mm. L = 2 mm. E = c. 3—5". S=9—11". M15—19". A 6-8. 
Muskulatur meist längs getroffen, einzelne Schrägschnitte 
und wenige Querschnitte zwischen und innen von den Ringmuskeln, 
keine deutlichen äusseren Längsfasern nachzuweisen. 
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