Full text: Einige Fälle von Fettgewebsnekrose

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Tiere ziemlich schnell eingingen, und dass sich stets bald 
in grösserer, bald in geringerer Ausdehnung jene eigentüm 
lichen, von Baiser beschriebenen Fettnekrosen im Fette 
des Pankreas, des Netzes und des Mesenteriums fanden. 
Oser 27 ) und Katz sahen das Auftreten von Fett- 
gewebsnekrosen im Verlaufe von verschiedenen Operationen 
am Pankreas, insbesondere nach partiellen Resektionen mit 
Implantation ins Gewebe. Die stärkste Entwicklung der 
Fettnekrose fand sich stets in der Umgebung der verletzten 
oder implantirten Drüsenpartie. 
Körte 22 ) kommt auf Grund von 28 Tierversuchen 
zu dem Schluss, dass durch Verletzung des Pankreas, besonders 
durch Continuitätstrennung und Implantation ausgeschnittener 
Drüse in die Bauchhöhle desselben Tieres, sowie ferner 
durch Erregung von Entzündungen des Organs mittels In- 
jection von infektiösem oder chemisch reizendem Materiale 
Fettgewebsnekrose erzeugt werden kann. Dieser Effekt trat 
bei den Versuchen nicht immer ein, sondern etwa in einem 
Drittel der Fälle. Die gefundenen Nekroseheerde im Fett 
gewebe des Bauches stellten jedoch immer nur einen 
schwachen Anklang an die beim Menschen beobachteten 
Veränderungen dar. Die Heerde waren meist auf die nächste 
Umgebung der Verletzung bezw. Entzündung beschränkt, 
und erreichten nicht die diffuse Verbreitung, die beim 
Menschen gefunden wird. Die Neigung zu Blutungen, welche 
bei der menschlichen Fettnekrose beobachtet wird, fehlte 
bei den Tierversuchen. 
Whitney 31 ) und Williams konnten durch Anlegung 
von einer oder mehreren Ligaturen um das Pankreas, durch 
Continuitätstrennung und durch Implantation von Pankreas 
stückchen in die Bauchhöhle Fett'gewebsnekrosen erzeugen. 
Am häufigsten fanden sich die Nekrosen in nächster Nähe 
der angelegten Ligaturen bezw. der implantirten Stückchen. 
Flexner 10 ) erzeugte Fettgewebsnekrosen durch Unter 
bindung sämtlicher abführenden Gefässe des Pankreas, 
durch Unterbindung, Zerreissung und Durchschneidung der 
Drüse. Stets konnte er in den Nekroseheerden ein fett 
spaltendes Ferment nach weisen. Auf Grund seiner Versuche
	        
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