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werden. Bei der Anfertigung der Stiefel lasse man darauf 
achten, dass die grösste Höhe mehr nach innen liegt und so die 
Sohlen, und Leistenform der natürlichen Fussaxe entspricht. 
Noch auf einen weiteren nicht minder wichtigen Punkt 
möchte ich die Aufmerksamkeit lenken, nämlich auf die 
Form der Schuhspitze. Flier wird fast durchweg, je nach 
der Mode mehr oder weniger gesündigt und die grosse 
Zehe in eine von der Metatarsalaxe nach lateralwärts ab 
weichende Richtung gezwungen. Diese Stellung raubt dem 
Fusse eine kräftige Stütze und begünstigt das Zustande 
kommen einer Deformität im Sinne der Pronation ganz ent 
schieden. 
Im übrigen ist eine Prophylaxe bei der grossen Aus 
dehnung der in Frage kommenden Beschäftigungsarten und 
der Verschiedenheit der in Frage kommenden Nebenum 
stände schwerlich durchzuführen. 
Zum Schluss möchte ich noch auf eine Erscheinung 
hinweisen, die mir hei Zusammenstellung des mir zur Ver 
fügung stehenden Krankenmaterials aufgefallen ist, für die 
ich aber eine Erklärung offen lassen muss. 
Es handelt sich um das Überwiegen des Plattfusses 
an der linken Extremität gegenüber der rechten. Von den 
jenigen Fällen, bei welchen beide Extremitäten gleichzeitig 
befallen sind, habe ich diejenigen mit berücksichtigt, bei 
denen der Plattfuss auf der einen Seite bedeutend stärker 
entwickelt ist als auf der anderen. Dabei ergiebt sich auch 
wieder ein Überwiegen der linken Extremität. 
Das Zahlenverhältnis ist folgendes: 
I. In den ersten Kindsjahren: angeborene oder durch 
Rhachitis entstandene Platfüsse treffen auf 
R. und L. Ext. 56, davon stärker links 6, stärker rechts 2. 
R. „ 12 
L. ,, 21 
Summa 89 Fälle. 
Davon also L -j- denjenigen Fällen bei denen von 
beiden Extremitäten die linke besonders stark
	        

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