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digitorum communis longus und Extensor hallucis longus, sie 
wird mit der rechten Band des Arztes massiert. Die zweite 
Gruppe wird von den Peronci gebildet und mit der linken 
Hand massiert, welche sich zu beiden Seiten des Malleolus 
externus anlegt und von dort beginnt. Die dritte Gruppe 
wird von der Wadenmuskulatur gebildet mit dem Tibialis 
posticus und den Beugern der Zehen. 
Die Gymnastik kann darin bestehen, dass man mehr 
mals täglich Erheben auf die Zehenspitzen mit parallel ge 
stellten oder einwärts gerichteten Füssen machen lässt. Roth 
und Ellis empfehlen ferner Kreisbewegungen des Fusses mit 
nach einwärts gerichteter Zehenspitze, aktive und passive 
Bewegungen im Sinne der Adduktion, Gehen auf dem Aussen- 
rand des Fusses mit erhobener Ferse. 
Von allgemeinen Vorschriften beachte man ferner: das 
Gehen und Stehen soll nicht bis zur Ermüdung fortgesetzt 
werden, da dadurch eine Auswärtsdrehung der Fiisse be 
günstigt wird. Beim Gehen lasse man ferner die Füsse 
möglichst parallel setzen, weil diese Fussstellung zum grossen 
Teil der Körperschwere die Möglichkeit nimmt, sich in ihrer 
ganzen Grösse auf den innern Fussbogen zu wälzen, sie 
verteilt vielmehr die Körperlast auf alle fünf anderen Fuss- 
punkte d. h. die fünf Metatarsen. 
Schliesslich muss ich noch erwähnen, dass wenn neben 
Plattfuss auch genu valgum besteht — bei 343 Fällen von 
Plattfuss fand ich es 18 mal — die Plattfusstherapie nur von 
Erfolg sein kann, wenn man gleichzeitig auch das genu valgum 
behandelt. 
Alle diese eben angeführten therapeutischen Massnahmen 
werden natürlich nur zum Teil von den Patienten beziehungs 
weise deren Angehörigen beobachtet, vor allem glaube ich 
wird die Massage nur in den seltensten Fällen mit der nötigen 
Ausdauer ausgeführt, und selbst wenn sie es wird, nicht in 
der richtigen Weise. Eine Massage wird also wohl nur in 
der Hand eines Arztes oder geübten Masseurs von Erfolg 
sein. Unsere Behandlung wird sich deshalb in den meisten 
Fällen hauptsächlich auf das zuerst genannte Mittel, die Ein 
lagen in die Stiefel beschränken müssen; und dass diese
	        

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