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Heilung, bei seiner damaligen Verweigerung noch heute 
Bestehen des Plattfusses mit all seinen Beschwerden. 
Hervorheben will ich noch, dass man neben der Ver 
abreichung des Leberthrans natürlich noch allgemeine Ver- 
haltungsmassregeln zu beobachten hat, die für jedes rhachi- 
tische Kind heilsam sind. So wird man neben guter Er 
nährung für möglichst viel frische Luft Sorge tragen und 
das Kind daran hindern, zu stehen oder Gehversuche zu 
machen, am besten legt man es auf eine möglichst horizontale 
Unterlage, da man auf diese Weise auch der so häufigen 
rhachitischen Skoliose vorbeugt. 
Die Prognose ist für den Plattfuss der ersten Lebens 
jahre insofern günstiger, als eben die Knochen in den ersten 
Lebensjahren noch modulationsfähiger sind. Daraus ergiebt sich 
von selbst als bester Zeitpunkt für die Behandlung der Satz: 
Je früher man beginnt, desto mehr ist zu hoffen. 
Nicht ganz so günstige Resultate erzielt man, wenn 
der Plattfuss etwas später, ungefähr zwischen dem 1. und 10. 
Lebensjahr zur Behandlung kommt. Hier ist man neben 
der Verordnung von Pbosphorleberthran auf die Anwendung 
besonderer Plattfussstiefel mit Einlage aus Gummi, Kork, 
Filz, Blech, Leder angewiesen. Aus welchem Stoff die Ein 
lage verfertigt ist, scheint nach dem von mir gesammelten 
Material ziemlich gleichgültig zu sein. In dem einen Falle 
hat eine Einlage aus Leder vorzügliche Dienste geleistet, 
während sie in einem anderen Falle versagt hat und man 
mit einem anderen Stoff mehr zufrieden war. Man ist hier 
eben darauf angewiesen, die verschiedenen Einlagen auszu 
probieren. Einen besonderen Vorzug scheint die von ver 
schiedenen Autoren besonders empfohlene Stahlfedereinlage 
vor den gewöhnlichen Einlagen nicht zu haben, wenigstens 
wussten die Patienten keinen grossen Unterschied anzugeben 
und sind auch die Erfolge, die man mit ihnen erzielt, durch 
aus nicht von denen verschieden, die man mit gewöhnlichen 
Einlagen erzielt. Besondere Schnürschuhe, wie man sie 
früher empfohlen hat, sind nach Hoffa nicht notwendig, 
vielleicht sogar verwerflich. Es ist nämlich durch Messungen 
festgestellt, dass der Umfang der Extremitäten dicht oberhalb
	        

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