Full text: Best's practisches Handbuch für Radfahrer und solche, die es werden wollen

und an zu überholenden Wagen etc. hat man links 
vorbeizufahren. 
Das Einfahren in Höfe und Einbiegen in andere 
Strassen etc. soll mit Vorsicht geschehen. 
3. Bei vorkommendem Unruhigwerden von Reitpferden 
und Zugthieren etc. soll man halten resp. absteigen. 
4. Das Nebeneinanderfahren ist fast durchgängig nicht 
gestattet, höchstens in einzelnen Orten zu Zweien; 
beim Hintereinanderfahren ist die Keihe circa 8 bis 
10 Meter weit offen zu lassen. 
5. Namens- oder Nummernschild nebst Fahrschein sind 
unbedingt mitzufüliren. 
G. Das Befahren von Trottoirs, Fusswegen und Plätzen 
ist selten gestattet, darum es jedem Badfahrer an- 
zuempfehlen ist. falls er es nicht anders weiss, das 
Befahren derselben zu vermeiden. 
Die Unmenge von polizeilichen Erlassen ist so bedeu 
tend, dass man, will man ganz sicher gehen, allerdings 
gut thut, beim Fahrwart des betr. Gaues oder Kreises 
sich Kath zu holen. 
Gegen das .Publicum betrage der Eadfahrer sich stets 
höflich und bescheiden. Man halte vor allen Dingen 
auf der Fahrt die Augen offen und suche möglichst 
jedem Passanten auszuweichen, ohne übermässigen Ge 
brauch von der Glocke zu machen; der geschickte Fahrer 
ist in den meisten Fällen dazu in der Lage. In grösseren 
Städten, wo viel Verkehr ist, muss ab und zu die Glocke 
gebraucht werden. Man mache aber niemals mit der Glocke 
zu viel Spectakel, das ist durchaus nicht fein. Gehen 
z. B. Damen in kurzer Entfernung vor dem Radfahrer über 
den Weg, so würde derselbe durch plötzliches starkes Läuten 
dieselben eben so erschrecken, als wenn er lautlos an 
denselben vorüberfährt. Hier gebietet der Anstand, dass 
man die Damen in keiner Weise erschreckt, und das er
	        

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