Full text: Zur Kenntniss der isomeren Nitro-α-Naphtylamine

Experimenteller Teil. 
I. Verhalten der isomeren Nitronaphtylamine 
gegen Brom. 
Da die vorgenannten Forscher zur Darstellung ihrer Brom 
derivate sämmtlich von den Acetylverbindungen ausgegangen 
waren, so schien es nicht ohne Interesse, das Verhalten der freien 
Basen gegen Brom zu untersuchen und die auf diesen! Wege 
entstehenden Produkte mit den durch Bromieren der Acetylver 
bindungen resp. Nitrieren des Monobromsubstitutionsprodukts er 
haltenen zu vergleichen. 
Vom a-Naphtylamin ausgehend wurde zu diesem Zweck dar 
aus zunächst durch längeres Kochen mit Eisessig in bekannter 
Weise das a-Acetnaphtalid dargestellt: 143 gr rohes «-Naphtyl 
amin wurden in einem Rundkolben 20 Stunden mit Eisessig er 
hitzt, bis die Masse dicke Dämpfe aussandte und beim Erkalten 
erstarrte. 
Das Sieden wurde in der Weise reguliert, dass das ge 
bildete Wasser überdestillierte, die Essigsäure aber zurückfloss. 
Nach beendeter Reaktion wurde die heisse Flüssigkeit in 
eine Schale gegossen, wo sie zu einem Kuchen erstarrte. Dieser 
wurde zum Umkrystallisieren in einer Reibschale mit wenig Wasser 
verrieben und in einen mit Wasser gefüllten durch Dampf ge 
heizten Filtrierstutzen eingetragen, ausgekocht und durch ein 
Heiswasserfilter in grosse Schalen filtriert. 
In diesen setzte sich das Acetnaphtalid beim Erkalten in 
völlig reiner Form als weisse schneeige Krystallmasse vom Schmelz 
punkt 159 u ab.
	        

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