Full text: Zur Kenntniss der isomeren Nitro-α-Naphtylamine

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gebildet werden und zwar das zweite in überwiegender Menge. 
Zugleich geben die genannten Forscher an, dass neben 
überschüssig entstehender Paraverbindung, die Gesammtmenge 
des o- Nitroacetnaphtalids mit dem Paraderivat zusammen in 
Form einer Molekularverbindung vom festen Schmelzpunkt 171° 
auskrystallisiert und durch Umkrystallisieren in keiner Weise 
zerlegt werden kann. 
Sie mussten deshalb die Trennung der Isomeren auf chemi 
schem Wege zu erreichen trachten und geben dafür folgende 
Verfahren an: 7 ) 
1) Die erwärmte alkoholische Lösung der bei 171 n 
schmelzenden Verbindung wird mit 60 °/° l4procentigem Kali 
hydrat versetzt und 2 Stunden am Rückflusskühler erhitzt. 
Nach langsamem Erkalten wird das abgeschiedene und ab 
gesaugte Gemisch von unangegriffener Orthoacetverbindung und 
p- Nitronaphtylamin entweder durch Auslesen oder durch 
Schlämmen mit kaltem Alkohol getrennt und durch Umkry 
stallisieren aus Alkohol gereinigt. 
2) Die heisse alkoholische Flüssigkeit wird mit Wasser 
versetzt, der voluminöse Niederschlag abgesaugt, mit verdünntem 
Alkohol übergossen und bei 60—70 0 mit englischer Schwefel 
säure digeriert. „Ein nicht unbedeutender Teil“ des p-Nitro- 
naphtylamins geht als Sulfat in Lösung, aus dem Rückstände 
*) B. XX. 892. 1887.
	        

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