Full text: Hauskalender für den Kreis Plön (1913)

Körnung. 
Gedenktage. 
2. 1864. Gefecht bei Mifsunde. 
3. 865. Ansgar, der Apostel des 
Nordens und erste Bischof 
von Hamburg, stirbt zu 
Bremen. 
5. 1864. Die Dänen räumen das 
Dannewerk; die Preußen 
gehen über die Schlei. 
1890. Erlasse Kaiser Wilhelm II. 
über Arbeitersllrsorge. 
6. 1864. Die Oesterreicher besiegen 
die Dänen bei Oeversee. 
13. 1838 endet Uwe Jens Lornsen, 
Kämpfer für Schleswig- 
Holsteins Recht, im Genfer 
See als Opfer dänischer 
Gewaltherrschaft. 
17. 1500. Dithmarschen wahrtrühm- 
lichst seine Freiheit- bei 
Hemmingstedt. 
18. 1546. Luther gest. 
1871. Erste Sitzung d. deutschen 
Bundesrats. 
1891. Helgoland an Preußen. 
22. 1671. Adam Oelschläger (Ole- 
arius), gelehrter Biblio 
thekar der Gottorper Her 
zöge, in Schleslvig gest. 
23. 1879. Feldmarschall Graf von 
Roon gest. 
24. 1867. Der erste Norddeutsche 
Reichstag eröffnet. 
26. 1666. Hans Brüggemanns kunst 
reicher Altar im Dom zu 
Schleswig aufgestellt. 
27. 1881. Kaiser Wilhelm II. und 
Auguste Viktoria von 
Schlesw.-Holst.>Augusten- 
burg vermählt. 
1906. Prinz Eitel Fritz von 
Preußen mit Sophie von 
Oldenburg vermählt. 
hat alles feine Zeit! 
Das Nahe wirtl weit, 
das warme mirti kalt, 
das Junge wird alt, 
das Halte wird warm, 
der Narre gescheit. 
Alles hu seiner Zeit! 
Jot). Wolfgang v. Solche. 
Aus alten Cftronilten. 
überschwemmte das Marschland des Kirchspiels 
Mildstedt und die Südermarsch. Eiderstedt lief 
gleichfalls voll Wasser, und bei Tönningen 
wurde die Schleuse beim neuen Hafen am 
Schlosse kaum erhalten. In Süderdithmarschen 
brach die. Schleuse zu Meldorf mit etlichen 
Nuten Deiches ein, auch bei Brunsbüttel ging 
der Deich durch, und der Süderstrand war so 
überschwemmt, daß etliche Häuser bis ans Dach 
im Wasser standen. Die Schleuse im Marner 
Neuenkoog ging mit etlichen Ruten Deiches 
gleichfalls fort. In Norderdithmarschen brach das 
Wasser noch an mehreren Orten durch und ver 
ursachte durch die ganze Marsch, besonders in 
Büsum und Delve,. unbeschreiblichen Schaden. 
Nach alten Merkzeichen ging das Wasser bei 
dieser Flut an etlichen Orten 2y 2 Ellen höher, 
als in der Flut 1532." — Am 21. Dezember 
entstand wieder ein grausamer Sturm mit 
Donner und. Blitz, der 2 Tage dauerte und das 
Land abermals unter Wasser setzte. Die Spitze 
des Kirchturms in Ländern wurde bei diesem 
Sturme niedergeworfen. Damals galt eine 
Tonne Roggen 7 M, Gerste 5 Jt und Hafer 
3 M. — Am 5. Januar 1616 brachte ein schwerer 
Sturm, verbunden mit Gewitter, in der Ostsee 
und an der 'Schleswig-Holsteinischen Küste 
einen hohen Wasserstand, der in der Schlei 
bei Gottorf über die hohe Brücke ging. Nachdem 
sich die ungestüme Witterung gelegt hatte, trat 
heftige Kälte ein, die ziemlich scharf anhielt. 
Bald fiel ein starker tiefer Schnee, der von be 
ständigen scharfen Nord-Ostwind so stark ge 
trieben wurde, daß man die kaum passierbaren 
Wege weder sehen, noch sich durch Kleidung 
gegen die schneidende Kälte schützen konnte. 
An der Pest starben um Michaelis und Martini 
Fröhlich Lüd hett Gott leef; 
denn fröhlich is keen Schelm un Deef. 
Doch wildes Weeswerk, Speel un Spott, 
davör bewahr' uns, leever Gott!
	        

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