Full text: Hauskalender für den Kreis Plön (1915)

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Teil. „Das ist für Polizeidiener Weber!" 
sagte er. „Sein Bein ist immer noch nicht 
besser, und es soll ihm arg weh tun. Ich 
leg es ihm gleich ins Fenster!" 
So geschah es denn auch, und ich glaube 
diese süße Spende hat den guten Weber 
getröstet über die klägliche Rolle, die er 
am Polterabend gespielt hatte. Jürgen 
und ich waren aber auch zufrieden, denn 
ins Gefängnis sind wir nicht gekommen. 
Lchrcg âwcr. 
Vun Johann Meyer. 
Schreg awer, wo de Pipen staht, 
int Finster vor de Ruten, 
dar wahnt de Treier inné Strat 
mit frie Sicht na buten. 
Twe Finstern sünd man inné Stuv, 
vuü Pipen hangt dat eue, 
dat anner is en Rosenluv, 
de hort den Treier fin Lene. 
Tcn Treier fin Lene is en Kind, 
en Kind, as wer't en Engel! 
Un tein mat smucker noch as günt 
de Rosen oppen Stengel! 
Tar feg ick se so menni Stund 
sick awer'n Blomputt bücken, 
un na ehrn roden Rosenmund 
de roden Rosen drücken. — 
Un wer ick ni io 'n olen Tntt, 
un wer ick ni Jan Meyer, 
ick wull, ick set inn Rosenputt 
schreg awer bi den Treier. 
Plattdeutsche Sprichwörter. 
Bi stille Wind is god Haver sein, wenn 
wat in de Sack is. 
Beter un drägen sien Geld na 'ii Bäcker 
as na 'n Aptheker. 
Te hett reist! — he is mal to Kark un 
ok to Möhl west. 
Te is von hoben Stand, sin Grotmoder 
hett för de Superindentin sponn. 
Tat is 'n Ünnersched as twischen Kö 
nig Salomo un Jürn Hotmaker. 
Te Faß wcsselt de olen Haar, awer 
nich de olen Rücken. 
En Spill Karten is de Tüwel sien 
Psalmbook. 
En olen Stubben lät sich nich verplanten. 
He ward all bang värn rüge Hansch. 
He fürcht sick nich vaern Swinsbraden, 
wenn 'e ock no so grot is. 
Tat Leed is all old, da häfft sick all 
soeben ol Wiewer an dot sungn. 
Segg mi man de reine Wahrheit, säd 
de Afkat, dat Legen will ik woll dohn. 
Sien Rock is so wiet, dat achtein Kut 
ten been Mus dar in fangen könnt. 
Wat ick weet, dat weet ick eb'n so got 
as de Paster, awer man nich völlig se veel. 
Wenn de Fisch brat is, helpt em dat 
Water nich mehr.
	        

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