Full text: Die Entwicklung der türkischen Industrie unter Berücksichtigung der Kapitalbeschaffung

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hältnisse . Bei der Errichtung wird vom Staat nur ein Teilbetrag auf das Nominalkapital einbezahlt . Dieses Kapital hat den Charakter des kapitals bei den privaten Betrieben . Solange der Betrieb seiner bedarf , ist es als nicht rückzahlbar gedacht . Die Haftung des Staates für den betrag ist prinzipiell zu verneinen . Das durch das Ausscheiden dieser Kapitalien aus dem Staatsvermögen und ihr Einbringen in die lichen Staatsunternehmungen verfolgte Ziel des Staates ist es , seine tung in bestimmten Wirtschaftsgebieten zu beschränken . Die gen der Gründungsgesetze über die Bildung der eigenen Mittel kennen daher keinen Unterschied zwischen dem der Unternehmung von Anfang an zur Verfügung stehenden Teil des Nominalkapitals und den ihr im Laufe der Zeit zugesetzten Kapitalien . Es ist dann anzunehmen , daß die Haftung der Unternehmung sich jeweils auf den zur Zeit vorhandenen Bestand an nen Mitteln beziehen kann . Gemäß ihrem Gründungsgesetz sollen z . B . übertragen und künftig überlassen werden alle Rechte und Ansprüche der dustriebank und des Industrieoffices ( das war das Stammkapital , das der Unternehmung von Anfang an zur Verfügung gestellt wurde ) ; das Anlage - und Betriebsvermögen sowie die Gewinne der staatlichen Betriebe , die von ihr übernommen werden , und die im Staatshaushalt zur Unterstützung und Förderung der Industrie vorgesehenen Beträge ( also zierung durch Hinzuziehung von weiteren Eigenkapitalien ) . Bei der dung wurde der Sümerbank vom Staat ein Grundkapital im Betrage von 20 Mill . t£ garantiert . Dieser Betrag kann auf Vorschlag der Regierung mit Beschluß der Generalversammlung erhöht werden . Eine Erhöhung fand nächst kurz nach ihrer Gründung zur Durchführung des ersten plans statt . Im Laufe der Zeit wurde es immer notwendiger , infolge ihres immer erweiterten Aufgabengebiets , die Sümerbank mit neuen Mitteln zustatten und ihr Nominalkapital zu erhöhen . Am 31 . 12 . 1961 betrug das eingezahlte Kapital der Sümerbank 500 Mill . t£ . 
Die weiteren Eigenmittel werden den wirtschaftlichen gen entweder von außen zugeführt , oder sie entstehen im eigenen Bereich selbst : 
Neben den ursprünglich überlassenen Kapitalien werden vom Staat im Laufe der Betriebstätigkeit noch weitere Mittel zur Verfügung gestellt , die die Kapitalbasis der Unternehmung verstärken . Diese Mittel verschafft sich der Staat seinerseits durch Aufnahme von Anleihen bzw . Krediten oder durch Haushaltsmittel . 
Die Gewinne der Betriebsgemeinschaften abzüglich der Rücklagen und mien werden in die Bilanz der übergeordneten Unternehmung eingeführt . Angesichts der juristischen Persönlichkeit der Betriebsgemeinschaften müßte man diese Einlagen im Gegensatz zu dem zugewachsenen Kapital , das die Unternehmung selber als Gewinn erzielt und zurückgehalten hat , als zugesetztes Kapital betrachten .
	        

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