Full text: Die Entwicklung der türkischen Industrie unter Berücksichtigung der Kapitalbeschaffung

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ein und führte am 12 . November 1931 eine allgemeine tierung ein . In dem Kontingentierungssystem suchte man den Import mit den wirtschaftlichen Erfordernissen des Landes in Einklang zu bringen . Durch eine Verordnung des gleichen Jahres wurde die Einfuhr von gütern sowie von sonstigen Waren des elastischen Bedarfs völlig untersagt . Die übrigen Importwaren wurden in zwei Gruppen eingeteilt , und zwar in solche , die weiterhin unbeschränkt - vor allem die für den industriellen Aufbau notwendigen Waren - eingeführt werden durften und in solche , deren Einfuhr zum Schutze der lebensfähigen Industriezweige mehr oder weniger kontingentiert wurde . Die Höhe der Kontingente wurde dabei für alle der zusammen festgesetzt . Das System führte zu schwerwiegenden gen des Gesamthandels . Die anfangs für drei Monate , später monatlich festgesetzten Globalkontingente machten den Wirtschaftskreisen des lands und Auslands entsprechende Dispositionen unmöglich . Anfang 1933 wurde die globale Kontingentierung der Wareneinfuhr nach Warengattungen allmählich gelockert bzw . umgestaltet , und man führte zudem tingente ein . 
Bis 1937 versuchte somit die Türkei , ihre Geschäftsinteressen im nationalen Außenhandel durch Devisenbewirtschaftung sowie Kontingente , Clearingsabkommen , Gegenseitigkeitsgeschäfte und te zu befriedigen . 
Das wesentliche Merkmal der am 15 . Juli 1937 in Kraft gesetzten neuen allgemeinen Einfuhrregelung war die schärfere Herausarbeitung des meinen Grundsatzes der ausgeglichenen Handelsbilanz . Der Leitsatz der türkischen Handelspolitik " wir kaufen bei unseren Kunden " , erfuhr dadurch eine noch kräftigere Ausprägung als bisher . Der Grundsatz war die viduelle Behandlung der Einfuhr aus jedem einzelnen Land je nach dem Umfange , in dem dieses Land seinerseits als Abnehmer für türkische ren auftrat . 
Es gelang der Türkei mit diesem seit 19 30 praktizierten System lich , die Aktivität der Handelsbilanz , abgesehen von einem ganz fügigen Passivsaldo im Werte von 4 , 89 Mill . t£ im Jahre 1938 , bis 1947 und die de facto - Stabilisierung des türkischen Pfundes zu wahren . Erkauft wurde dieser Erfolg durch eine beachtliche Komprimierung des handelsvolumens . 
Die weiter durch das Handelsregime vom 26 . Mai 1941 auferlegten Ein - und Ausfuhrrestriktionen wurden bis 1949 aufrechterhalten . Die Rückkehr vom bilateralen Abkommen zum freien Handel versuchte man schon mit dem Außenhandelsdekret vom 8 . 9 . 1949 . Aufgrund der durch die seit 1948 erzielten Ziehungsrechte erheblich erleichterten Einfuhren war man strebt , die bilateralen Abkommen abzuschaffen und den Warenverkehr im freien Handel zu fördern .
	        

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