Lande lebenden Polen bei der chenden Volksabstimmung tatsächlich nicht mehrheitlich für die Loslösung von Moskau gestimmt , in Narwa veranstalten die Russen gar Volksabstimmungen für die Unabhängigkeit von Estland . In land gab es zwar prominente Volksfront - Symphatisanten wie Mavriks Vulfssons , aber unter den vielen Militärangehörigen , bisher mit Familiennachzug , Wohnung im Neubau und gesicherten Pensionen an der klimatisch angenehmen baltischen Küste belohnt , gibt es viele , die sich der Vorzüge des neuen Staates nicht so sicher sind . 
Aus deutscher Sicht jedoch erscheint die Unerbittlichkeit , mit der baltische litiker weiterhin auf ihrem Bestreben harren , nicht alle im Lande Lebenden tomatisch zu Staatsbürgern machen zu wollen , oft in ausschließlich schem Licht . Beachtet werden muß dabei aber auch , daß in Deutschland selbst die Aktivitäten nationalistischer Gruppen eben das praktisch vorführen , was immer befürchtet wurde : In - Brand - stecken von Wohnungen , in denen Ausländer tet werden , unverhohlener Stolz auf tionalsozialistische Vergangenheit , gressivität gegen Andersdenkende . 
Besserung ? 
Logisch und angesichts der teilweise katastrophalen Folgen sozialistischer Ver - planung einzig wünschbar scheint die Forderung , Zukunftspläne und aufbau weitgehend nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten ausrichten zu wollen . In geradezu aufdringlicher Höflichkeit ist in den baltischen Staaten immer wieder ständnis für Deutschlands Zurückhaltung zu vernehmen , nicht noch mehr schaftliche Hilfeleistung geben zu nen . Die Folgen der deutschen Einheit haben angesichts der engen zeitlichen Nähe zum Ereignis der eigenen rungenen staatlichen Selbständigkeit viele Vorschußlorbeeren für alle übrig gelassen , die unter dieser Flagge Politik betreiben . Mit Vorliebe nicht zur Kenntnis men werden aber die Fehlleistungen , die aus dem manchmal selbstherrlichen dringen westeuropäischer Vorstellungen nach Osten entstanden sind . Die sinnung der Westdeutschen steht eben noch aus , während die Ostdeutschen sehr früh betont haben , sie müßten „ dazuler - 
nen " . Gewinne haben die schon henden westdeutschen Unternehmen macht ; die Möglichkeit , aus politischen ( Stasi - Belastung ) oder wirtschaftlichen Gründen ( keine Ahnung von schaft ) selbst Konkurrenzbetriebe fach stillegen zu können und die Folgen ( Arbeitslosigkeit und soziale gen ) dem Staat zu überlassen , brachte dem Westen zunächst reichlich Nutzen . Wer glaubt , in den Beziehungen zu den baltischen Staaten bestünde da nur halb ein qualitativer Unterschied , weil diese nicht einfach „ eingemeindet " den können , muß die Entwicklung erst noch abwarten . 
Ein Blick auf die Erwartungen , die in den baltischen Staaten an Hilfe und terstützung aus dem Westen gestellt den , bringt zunächst wenig des : Großinvestoren wünscht man sich , billige Arbeitskräfte werden in Aussicht gestellt , eine in Größe und Ausführung vor allem aus Deutschland bekannte tobahn ( Via Baltica ) soll gleich den großen Wurf bringen von Berlin über Warschau in direkter Linie hoch bis sinki . Wo eigentlich nur die Frage bleibt ( wenn man nicht gerade aus land kommt ) , was die Europäer in Finnland wollen . Und so sehen es viele Politiker anderer osteuropäischer Staaten mittlerweile auch schon etwas ner : Zunächst einmal müsse die bahn nach Moskau fertig sein ( solange ein demokratisch orientiertes Rußland dann noch existiert ) . 
NORDEUROPA 
Bemühungen der baltischen Staaten , die eigene Wirtschaft auf die Beine zu bringen , sehen sich zudem gen und vielleicht auch ten gegenübergestellt , dies den Normen und Regeln des europäischen Marktes angleichen zu müssen . Also : EG - Quoten schon von vornherein zu erfüllen ( ohne einen Finanzausgleich für die eigenen Landwirte ) , freien Handel zuzulassen ( und damit die bessere on der Westfirmen zementieren ) und die nationale Geldpolitik streng nach diesen Erfordernissen auszurichten . Ergebnis und erster Lernschritt für die Bürger der baltischen Staaten : Es gibt alles , aber zu seinem Preis . Falls es der Fall gewesen sein sollte , daß die Menschen sich dort in erster Linie die konsum - genüßliche Teilhabe an der westlichen Warenwelt unter ihrer neuen Freiheit vorgestellt ben , dann ist dies weitgehend erreicht . Westeuropäische Besucher , ihrer nen Welt des scheinbaren Warenüber - flußes glücklich entronnen , registrieren ärgerlich oder bedauernd , daß in Riga , Tallinn oder Vilnius an schnell ten Verkaufsbuden zunächst einmal kauft wird , was billig , bunt und nach Westen aussieht . 
Gesucht werden dagegen muß auch hier nach wirklichen ben . Abzusehen war , daß in den schen Staaten demnächst auch Corn - Fla - kes und Coca - Cola in Lizenz hergestellt werden . Auch werden sich deutsche braucher wohl an litauische Oberhemden , lettische Haferflocken oder estnische Holzregale gewöhnen können , solange sie zu Dumpingpreisen auf den Markt men . Aber genau an dieser Stelle kommt es zum Schwur : Schon jetzt protestieren etwa die Fischer gegen Billigimporte aus Osteuropa . Vielleicht können sie sich morgen auch noch gegen die tung von „ Butterfahrten " ( zum billigen Einkaufen ) über die Ostsee und gen gegen die Einführung derjenigen beitsbedingungen bei ihnen selbst ren , die bei den osteuropäischen Kolleginnen und Kollegen gerade eben folgreich und marktbestimmend biert worden sind . 
Und die lettischen , litauischen und nischen Partner reiben sich verwundert die Augen : Da haben sie ihr weites Land zur Verfügung gestellt für privaten besitz und Industrie , ihre mühsam zusam - 
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