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KULTUR 
chen der Minoritäten , Lernprogramme und Übernahmen von ausländischen Rundfunkstationen ausstrahlt , erfreut sich großer Beliebtheit . Täglich werden den Zuhörern Nachrichten , Berichte und Kommentare der russischen Redaktion von BBC und der lettischen Redaktionen von Voice of Amerika , Radio Free pe und Radio Sweden angeboten . Hinzu kommen noch die für die russische kerung produzierten Sendungen , die sche Kultur und Geschichte erläutern . Durch diese Vielfalt und nicht zuletzt , weil Programme auf russisch zu hören sind , rangiert das 2 . Programm in der liebtheitsskala vor dem 1 . - ehemals - ditionsreichen Programm von Latvijas Radio . 
Wenn man die Entwicklung auf dem Hörfunkmarkt in Riga betrachtet , liegt die Vermutung nahe , daß ebenfalls in den anderen Städten des Landes boom herrschen würde . Weit gefehlt ! Außer einigen Bemühungen in len , wo der kommerzielle Radiosender Sigulda entstanden ist , und in Kurland mit Liepajas Neatkarigais Radio , gibt es kaum neue Sender . Dagegen kann man aber den Eindruck bekommen , daß jede Stadt ihren eigenen Fersehsender ben will . 
Phänomen Lokalfernsehen 
Nach den in „ World Radio and on Handbook 93 „ veröffentlichten Daten , sollen in Lettland mehr als 100 lokale Fernsehstationen existieren . So viel gibt es in Wirklichkeit noch nicht , vielleicht lerweile 30 , doch die Tendenz ist steigend . 
Lokalfernsehen sogar in solchen Orten wie Rudbärzi oder Mälpils mit knapp über tausend Einwohnern ist schon ein men . Dort sind engagierte Leute , die mit sehr knappen Mitteln auf der technischen Basis von VHS - Kameras und Rekordern , 
Berichte über lokale Ereignisse ren , Nachrichten und per Satellit nommene Spielfilme und sendungen ausstrahlen . ( Urheberrechte spielen dabei allerdings kaum eine Rolle . ) 
Oft wird auch das vorhandene Kabelnetz genutzt . Unterschiedlich ist das technische und intellektuelle Niveau der sehsender , deren Netz sich von Liepäja an der Ostsee bis nach Daugavpils im sten des Landes erstreckt . Abgesehen von den kleineren Fernsehanbietern gibt es 
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schon seit mehr als zwei Jahren sogenannte nale Fernsehanstalten , die vom staatlichen Budget mitfinanziert werden . spielsweise produziert Vidzemes TV in Valmiera Sendungen und richten über Ereignisse im östlichen Teil des Landes für das staatliche lettische Fernsehen . Es ist geplant , ein ähnliches studio für Kurland bauen . 
Dem staatlichen , schen TV 1 und II fällt es heutzutage schwer , mit den von der Staatskasse zur Verfügung gestellten Mitteln auszukommen , geschweige denn neue Sendereihen ins Leben zu rufen , Fernsehfilme zu drehen oder gute gramme einzukaufen . Rundfunkgebühren den nach wie vor nicht erhoben . Sponsoren für einzelne Sendungen den gesucht ; die zeit wird stetig erweitert . 
Trotzdem versucht Latvi jas TV , die Qualität des tes - dem Status eines nationalen hens entsprechend - zu gewährleisten . Noch prägen beispielsweise beiträge , die sich mit Fragen der Ökologie auseinandersetzen , Sendereihen über das ländliche Leben , über die Kultur sowie Theatersendungen das Programm . 
Neben den beiden staatlichen programmen wird in Lettland russisches Fernsehen und Ostankino aus Moskau - ebenfalls in russischer Sprache - gen . Da der russische Bevölkerungsanteil im Lande mehr als 34 Prozent ausmacht , und die meisten Einwohner sowieso sisch verstehen , ergibt sich laut Statistik , daß Ostankino hohe Einschaltquoten reicht . 
Am 4 . Mai 1992 startete in Riga der ste Privatsender NTV - 5 mit einem stündigen Nachrichtenblock ( „ N " steht für unabhängig ) . Das ist der einzige sender , der unabhängige , d . h . staatsferne und professionelle Nachrichten im kum bringt . Mittlerweile hat sich seine Po - 
Wir sind schon da , Radiostation AA 
pularität besonders unter Diplomaten und Geschäftsleuten erhöht . 
Im Laufe der letzten zwei Jahre haben sich weitere kommerzielle Fernsehsender wie KS - Video , IGE - TV , SPS , Kanals 4 etabliert . Zusammen senden sie 24 den im Kanal 7 , jedoch machen die produktionen den kleineren Teil des gebotes aus . 
Die Entwicklung der elektronischen Medien in Lettland - ähnlich wie in den anderen ehemals sozialistischen Ländern - schreitet parallel zu den schen und politischen Veränderungen voran . Wegen der nicht all zu großen nahmemöglichkeiten durch die Werbung etablieren sich kaum ausländische ter . Vor allen Dingen wäre ein fendes Mediengesetz von großer tung , um Einflußmöglichkeiten des Staates zu beschneiden . ■
	        

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