The Last Border hieß der neue Film von Mika Kaurismäki . Die Handlung folgt kannten Mustern : Jugendlicher Held rächt das Unrecht , das seiner Familie von ren Schurken angetan wurde . Durch die Kraft der Liebe einer schönen Frau stärkt , geht er als Sieger aus dem kampf mit dem Bösewicht hervor . Was den Film jedoch zu einem schrillen streifen macht , ist die skurrile Kulisse , vor der sich das alles abspielt : Die Helden zen auf abenteuerlichen Feuerstühlen im Lappland des Jahres 2009 herum , einer der wenigen von der schleichenden seuchung der Erde noch nicht erreichten Gegenden . Und das Milieu , in dem diese Rockerkarikaturen die bekannten stern - und Actionfilmmuster bis zur surdität durch den Kakao ziehen , ist lich heruntergekommen . Das Ganze gibt's auf englisch , dargeboten von einer nationalen Besetzung , darunter neben den zum Inventar von Kaurismäki - Filmen gehörenden Matti Pellonpää und Kari Väänänen auch der deutsche Action - port Jürgen Prochnow . 
Ulk aus Finnland und Island 
Der einzige isländische Beitrag war die in der deutschen Fassung gezeigte die Karlakórinn Hekla ( Der Männerchor ) unter der Regie der Laxnesstochter Gudny Halldórsdóttir . Ein isländischer chor unternimmt eine Konzertreise in die südschwedische Provinz und nach Deutschland ; letzteres besonders im denken ihres kurz vor der Abreise benen deutschstämmigen Chormitglieds Max , den man mit der Aufstellung eines Denkmals ehren will . Zwischen dem nellen Klamauk erklingen isländisch , aber zum großen Teil auch deutsch gesungene romantische Männerchöre . Und die sind , im Original belassen , ein musikalischer Genuß . 
Mit ganz anderen Problemen beschäftigt sich der Dokumentarfilm Eliten ( Die te ) aus Dänemark . Er dokumentiert das erbarmungslose Auswahlverfahren für das dänische Jägerkorps , die Antiterrortruppe . Unter schikanösen Bedingungen müssen die Bewerber zwei Wochen lang unter weis stellen , daß sie nicht nur das für ihre spätere Aufgabe nötige Selbstvertrauen sitzen und absolut topfit sind , sondern auch von einem fanatischen Willen sen sind , eines Tages ein „ Chef " zu 
den . Nur eine Handvoll der ursprünglich 72 Kandidaten besteht die Prüfung . weigerlich drängt sich da die Frage auf , wer denn nach einem Auswahlverfahren , dessen erfolgreicher Abschluß für den Einzelnen zum Selbstzweck wird ( die Ausgeschiedenen bieten ein geradezu merliches Bild ) , eigentlich herumläuft und für Ordnung und innere Sicherheit sorgt . Ein wichtiger Film . 
Viel Aufmerksamkeit für 
Kinder - und Jugendfilme 
Erstmals wurde in Lübeck von den dischen Filminstituten ein Kinderfilmpreis vergeben . 
Er tritt an die Stelle des Spielfilmpreises und soll dem international hohen Ansehen skandinavischer Kinderfilme Rechnung tragen . Gewinner war die norwegisch - schwedische Koproduktion Kalle og euglene ( Kalle und die Engel ) in der Regie von Ole Björn Salvesen . Die Jury war von der samen Weise angetan , in der er die Situation eines Jungen zeige , der den falltod seines Vaters zu verkraften hat . 
Der dänische film Troldefilmen Viktor og Viktoria ( Viktor und Viktoria ) von Linda del führt sechs - bis jährigen Kindern den sinn von Vorurteilen und Rassismus vor . Eines gischen Ringes wegen spai teten sich die Trolle einst in zwei dete Gruppen . Die einen leben , wie Viktor , über der Erde , die anderen hausen wie Viktoria , im Erdinnern ; die einen sind dreckig und haben Schwänze , die anderen sauber und haben keine . Die beiden gegnen sich durch Zufall und Neugier und verlieben sich ineinander . Am Ende sind beide Trollstämme wieder vereinigt und die trennenden Vorurteile widerlegt . 
Smukke Dreng ( Pretty Boy ) von sten Sonder , eine als Kinder - und film angekündigte Low - Budget - Produkti - on , setzt sich mit einem gesellschaftlich brisanten Thema auseinander : 
gen . Der 13jährige Nick reißt von seiner Mutter und ihren vielen Liebhabern aus . Auf Trebe gerät er in die ne des Kopenhagener Bahnhofsviertels . Durch die Gang , in die er Einlaß findet , wird er zum jugendlichen Kriminellen . Während der Film die Problematik von Kinderprostitution und Jugendkriminalität wirkungsvoll ins Blickfeld rückt , kann die Story nicht recht überzeugen : Deutet sich zunächst ein aufgesetztes Happy End an , als sich der Kopf der Gang als Mädchen entpuppt und die folgende zarte hung den beiden Kraft zum Ausbruch aus den Verhältnissen verspricht , spitzt sich 
Wh 
i V . 
/ : 
Espen Skjonberg in „ Der letzte Leutnant " 
die Lage gegen Ende dramatisch zu , und der Film endet damit , daß Nick mit der Bahn in die Nacht fährt , nachdem er nen seiner Freier aus Rache für die me Zurichtung seiner Freundin erschlagen hat . Eine rundere und glaubwürdigere schichte hätte diesen Film eher zu einer Empfehlung gemacht . 
Werkschau Litauen „ Unabhängig - und was dann ? " 
Die Werkschau war dem litauischen Film gewidmet , konnte aber ihrem Titel „ Unabhängig - und was dann ? " nicht ge - 
N0RDEUR0PA 
41
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.