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DEUTSCH - SKANDINAVISCHE JUGENDPHILHARMONIE : 
Nordische Tonkunst in deutschen Konzertsälen 
In Berlin hat es sich ein internationaler Orchesterkurs zur Aufgabe gemacht , den Werken navischer Komponisten zu mehr Bekanntheit in Deutschland zu verhelfen . Darüberhinaus ist die Deutsch - Skandinavische Jugendphilharmonie eine internationale Begegnungsmöglichkeit für junge Musiker und Musikerinnen aus ganz Europa . 
Krister Hanne 
Kleines Schwedenmädel zum Tanz gebeten " war die Kritik überschrieben , die am 5 . Januar 1982 in der Berliner Morgenpost zu lesen war ; sie besprach das Abschlußkonzert der ersten Deutsch - Skandinavischen woche . Neben Stücken aus dem Standardkonzertprogramm gab es nordische Klänge zu hören : das Finale aus der 2 . Sinfonie von Jean Sibelius , den Finalsatz aus dem Trompetenkonzert von Laci Bol - demann ( ein sches Stück , das Sinfonik mit Jazz verbindet ) und Hugo Alfvéns Rhapsodie Midsommarvaka über das Liedthema „ Komm , kleines Schwedenmädel , tanz mit mir " . 
Seitdem hat das Berliner Konzertpublikum mäßig die an sich seltene Gelegenheit , den Werken nordischer Komponisten zu lauschen und dabei gar näheres über sie zu fahren : Einige Tage vor dem Konzert führt der ständige Dirigent des chesters , Andreas Peer Kähler , bei einem Werkstattkonzert in Leben und Werk der dinavischen Tonsetzer ein , deren Stücke dann in der nie erklingen . Zu Beginn dieses Jahres war es der dänische ponist Carl Nielsen , der als „ Geheimtip des neunzehnten Jahrhunderts " mit Partiturdemonstration und Aufführung der 1 . Sinfonie vorgestellt wurde . 
Das Programm wird in der Regel je etwa zur Hälfte mit den Werken skandinavischer und anderer Komponisten , überwiegend des 19 . und 20 . Jahrhunderts , bestritten . Neben den Größen der nordeuropäischen Szene wie Jean Sibelius , Edvard Grieg , 
Carl Nielsen gelangen auch unbekanntere Kollegen wie Johan Halvorsen , Wilhelm Stenhammar , Ragnar Söderlind , Erik Norby und der Este Arvo Pärt zur Aufführung . Hin und wieder kommt es dabei auch zu deutschen Erstaufführungen , mit der Konzertmusik von Torbjörn Hultmark war sogar eine Uraufführung darunter . Ein absolut nicht alltägliches Hörerlebnis stellte die deutsche staufführung des Konzerts für Hardangergeige und Orchester Drei 
Fjorde von Geirr Tveitt ( 1908 - 1981 ) dar : Die voll gearbeitete geige , ein typisches gisches ment , hat neben den „ malen " Saiten noch nannte Bordunsaiten , leer mitschwingende saiten , und hebt sich mit ihrem einsamen Klang gen die Orchesterpassagen ab bzw . erzeugt im mengehen mit einzelnen Orchestergruppen ganz gewöhnliche , aparte bilder . 
Einen besonderen wert bei der Arbeit der gendphilharmonie genießt der schwedische Komponist Allan Pet - tersson ( 1911 - 1980 ) , dessen in Schweden erst jetzt gebührend gewürdigtes Werk die Deutsch - Skandinavische nie auch in Deutschland höhere Bekanntheit verschaffen will . bei entstand im Januar 1986 eine Ersteinspielung seiner 5 . nie , die auf dem schwedischen Label Bluebell erschien . Die Aufnahme wurde überaus positiv rezensiert und für den nischen Grammy nominiert . 
Die Deutsch - Skandinavischen Orchesterwochen sind eine Idee des 1958 in Kiel geborenen Andreas Peer Kähler . Die Liebe zur 
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NORDEUROPA 
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