Esbern und Absalon Eine spätromantische Sage 
Jan Esper Olsson 
Am Rande des Forstes Tisvilde Hegn auf Nordseeland liegt die Schloßruine Asserbo , eine verträumte Idylle . Von der roten Ziegelburg sind nur niedrige reste erhalten , von ihren Kellern und damenten etwas mehr , und dazu der graben , wo im gleißenden Sonnenschein ein bedächtiges Froschkonzert erklingt . Wucherndes Grün beherrscht heute die alte Festung . 
Flieder und regen strecken ihre Blüten weißen Wollknäuelwolken entgegen . Ranken vom Efeu tauchen die Blätter ins Wasser des bens , das den Himmel spiegelt . 
Hier wohnte gen Ende des 11 . 
Jahrhunderts der mächtige Asser Rig . Er war der reichste Mann Seelands , reich an Boden , Waffen , gemünztem tall und Macht . Es begab sich nun aber , daß Asser eines Frühjahrs , während seine Frau mit freudiger Erwartung war , ins Feld ziehen mußte , um seine Rivalen zur Räson zu bringen . Es war vorauszusehen , daß er nicht vor der Niederkunft wieder zu Hause sein würde . So überlegte er mit seiner Frau , wie sie ihm von deren Ergebnis ein chen geben könnte , so deutlich und klar , daß er es von Horizont zu Horizont sehen könne , wenn er heimkehrte . 
Die von den Eheleuten gestiftete Kirche zu Asserbo stand in dieser Zeit vor ihrer Vollendung . Würde nun das erwartete Kind eine Tochter sein , sollte der turm mit einer Kuppel versehen werden ; sollte dem mächtigen Asser aber ein Sohn geboren werden , dann würde er auf dem 
Heimweg eine schlanke Turmspitze am Himmelsgrund erblicken . So wurde es schlossen , und Asser hob die Hand zum Gruß gegen ein schmales Fenster neben dem Eckturm , als er schon vor seinem folge aus Männern in Eisen auf dem Pferde im Sattel saß . 
Monate später war die Ernte reif . Reich an Siegen zog Asser heimwärts , über die Hügel und durch die Täler Seelands . Als er zum ten Tagesritt gebrochen war , spähte er lässig in die ne . Gegen mitte trat aus der blauen Leere des Horizonts ein grauer Umriß hervor , lich und doch als ob er schon geraume Zeit auf der Lauer legen hätte . 
Jäh brachte Asser sein Pferd zum Stehen ; mit der Hand gab er seinem Auge schutz . An dem Punkt , wo Asserbo liegen mußte , erhoben sich zwei schmale spitzen gen Himmel . Auf diese Weise de Asser davon unterrichtet , daß er auf nen Schlag Vater zweier Söhne geworden war . Einer der Zwillinge , Esbern , erhielt später den Beinamen Snare ( etwa : Der schwinde ) , der andere hieß Axel , wurde Erzbischof von Lund und Primas von nemark , Norwegen und Schweden und nannte sich Absalon . 
Ian Esper Olsson ist Dozent am schen Institut der Universität Stockholm 
Hans - Henning Schröder 
Sowjetische und Sicherheitspolitik zwischen »Stagnation« und »Perestrojka« 
Eine Untersuchung der beziehung von auswärtiger Politik und innerem Wandel in der UdSSR ( 1979 - 1991 ) 
Der Wandel der sowjetischen Außen - und Sicherheitspolitik nach 1985 war Teil der umfassenden Systemreform , die die Jahre der Ära Gorbatschow zeichnen . 
Die Politik des »Neuen Denkens« mußte gegen den Widerstand von Militärs , stungsmanagement und konservativen Parteiführern durchgesetzt werden . Erst die Öffnung der Gesellschaft und die Parlamentarisierung des politischen zesses schufen die Basis für die sche Durchsetzung der Gorbatschow - schen Abrüstungspolitik . Andererseits trugen der europäische prozeß und der Abbau der vorstellungen innerhalb der sowjetischen Gesellschaft dazu bei , die politischen Reformen weiter voranzutreiben . Die Studie ist nicht nur für das Verständnis der sicherheitspolitischen dungsprozesse in der Endphase der wjetunion von Bedeutung , sondern zeigt auch die Faktoren auf , die bis heute die Rüstungs - und Militärpolitik Rußlands und der übrigen GUS - Staaten sen . 
Sie wendet sich an Experten in der Sowjetunion und ihrer Nachfolgestaaten , ist aber auch für all diejenigen von teresse , die sich mit Fragen der tionalen Politik oder der schung befassen . 
7995 , 647 S . , geh . , 76 - DM , 593 , - öS , 76 , - sFr , ISBN 3 - 7890 - 3610 - 2 ( Schriftenreihe des Bundesinstituts für wissenschaftliche und internationale Studien , Köln , Bd . 25 ) 
^ Nomos Verlagsgesellschaft ^ 
Nr . 1 , 1995 
65
	        

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