seine programmatischen Texte zieht , an den skandinavischen Kontext . Inwieweit jedoch diese allen gängigen schees entsprechende Feststellung chen Aussagewert besitzt , ist allerdings fraglich . Pettersson war nicht am Kolorit eines speziellen „ Nordischen Tons“ essiert , wie es Grieg und Sibelius ten . Auch die Erfahrung von Zeit und Langsamkeit , mit der er seine Zuhörer barmherzig konfrontiert , fußt kaum auf nordischem Provinzialismus im Gewände folkloristischer Idylle . Für den Städter lan Pettersson waren nur die eigene siksprache und seine persönliche Aussage von Bedeutung . Als „ expressionistischer Querkopf“ war er international wie auch innerhalb der skandinavischen Musik in gewisser Weise ein Außenseiter . 
Zu den Ehrungen , die Allan Pettersson zu Lebzeiten zuteil wurden , gehören der staatliche Förderpreis , der ihm 1964 liehen wurde und ihm auf Lebenszeit ein Einkommen garantierte , eine nung in Södermalm , die er 1976 beziehen konnte , und schließlich die Ernennung zum Ehrenprofessor im Jahre 1979 . Aber schon am 20 . Juni des folgenden Jahres starb er . 
Entdeckung erst posthum 
Allan Pettersson wurde auch in seinem Heimatland Schweden erst posthum deckt . Für viele gilt das Verbot an die Stockholmer Philharmoniker , seine Werke zu spielen , das er 1975 aus Enttäuschung über die Absetzung seiner 7 . Symphonie vom Programm der USA - Toumee „ seines“ Orchesters aussprach , mit als ein Grund für die Distanz , die ihm von Teilen des betriebs bis zuletzt entgegengebracht wurde . Daß er dieses Verbot ein Jahr später wieder aufhob , konnte daran nichts mehr ändern . 
Seit ein paar Jahren wächst auch in Deutschland das Interesse an Petterssons Musik . Vor allem die 1985 gegründete ternationale Allan Pettersson Gesellschaft bemüht sich , ihr Bekanntheit zu fen und einen Platz im internationalen Musikleben zu sichern . Dazu gibt sie auch die Allan Pettersson Jahrbücher heraus , von denen im letzten Jahr quasi eine standsaufnahme mit wichtigen , teils dierten Aufsätzen daraus , erweitert um nige Originalbeiträge , erschienen ist . tersson kommt hier zunächst mit eigenen Texten und Äußerungen zu seiner Person I 
und Musik selbst zu Wort . Der folgende Dokumentationsteil enthält eine lung des erwähnten Boykotts der holmer Philharmoniker sowie zwei sätze zur Biographie Petterssons . Im ten und umfangreichsten Teil schließlich ermöglichen musikwissenschaftliche lysen einzelner Werke und essayistische Betrachtungen die eingehendere tigung mit seiner ungewöhnlichen und schwer zugänglichen Musik . Abgerundet durch Daten zu Leben und Werk , ein stematisches und chronologisches verzeichnis sowie ein Inhaltsverzeichnis der bislang erschienenen Jahrbücher ist 
das Buch gut zur Einführung in Person und Werk dieses Ausnahmekomponisten des 20 . Jahrhunderts geeignet . Wer sich ihm weiter annähem möchte , dem sei ser vielseitige und informative Band wärmstens empfohlen . ■ 
Allan Pettersson ( 1911 - 1980 ) . 
Texte - Materialien - Analysen . 
Herausgegeben im Auftrag der tionalen Allan Pettersson Gesellschaft von Michael Kube . 
Hamburg : Von Bockei Verlag , 1994 . 
222 S . , 68 , - DM . 
Nr . 4 , 1995 
43
	        

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