zeug abgestürzt waren . An sich eine essante Geschichte , doch Friöriksson läßt sie ungenutzt verstreichen . Episode reiht sich an Episode , die Personen bleiben blaß , stattdessen werden noch einmal die Absonderheiten des isländischen kchens bemüht . Wortkarge Männer ten sich mit brennivin zu , verspeisen dazu genüßlich Widderhoden , Elfen tauchen aus dem Nichts auf und stehen dem drängten Helden bei . Da halfen die len großartigen Landschaftsaufnahmen so wenig wie der Auftritt Gisli Halldorssons , dazu gedacht , wenigstens noch dem Schluß die gewisse friörikssonsche Athmosphäre und Dichte einzuhauchen . 
Die als zornige Frau des finnischen Films geltende Kaisa Rastimo eilte eigens vor die Leinwand , um einem ständnis vorzubeugen . Nein , ihr Film sei keiner dieser Frauenfilme , im Gegenteil , „ I hate them“ . Man hätte es auch so fen . Bittersweet erwies sich als eine hoch angesetzte Liebesgeschichte zweier wachsener , die nicht zueinander kommen , da die Regisseurin sie durch einen schen Off - Kommentar , hölzerne Dialoge 
und artifiziell - symbolüberladene Bilder grenzenlos langweilt . Was als großer wurf über die Mysterien der Liebe jenseits konkreter Alltagsprobleme zwischen nern und Frauen angelegt war , blieb erst unfreiwillig grotesk , ertrank dann im Kitsch , und war schlicht ärgerlich . 
Wie genial anders Der Mann , der gehen durfte der fähringischen Filmemacherin Katrin Ottarsöttir ; neben dem zweifach preisgekrönten Eggs von Bent Hamer aus Norwegen einer der Höhepunkte der Filmtage . Eine einfache und bestechende Geschichte aus Törshavn über ein älteres Ehepaar , das in eine für sie ungewohnte Lage gerät . Der Mann verliebt sich in eine wesentlich jüngere Frau , noch dazu in eine utlandi , eine Schwedin . Mal nisch , mal nachdenklich , aber immer nau lotet der Film die Reaktionen der teiligten sorgsam aus . Klug umschiffte Ottarsdöttir dabei alle Klippen , die ein Liebesfilm in sich birgt , indem sie darauf vertraute , daß sich die entscheidenden Szenen in der Vorstellungswelt der schauer abspielen werden . Mit einer ge von knapp einer Stunde blieb sie beim 
Wesentlichen , vermied jede Doppelung , ließ sich nicht zu überflüssigen tionen verleiten , wie man sich überhaupt bei vielen anderen Filmen eine resoluteres Schneiden gewünscht hätte . Für die Komödie Pensionat Oskar etwa , von sanne Bier nach einem Drehbuch von nas Gardell gefilmt . Vorgestellt wird eine schwedische Durchschnittsfamilie , die in die Sommerferien fährt . Holiday as usual , wäre da nicht der verführerische stellte der Feriensiedlung , der dem tumben Familienvater gründlich den Kopf dreht . Im Ansatz orginell , mit witzigen Episoden durchsetzt , konnte und wollte die Regisseurin kein Ende finden und hunzte ihr zunächst temporeiches Werk mit langgestreckten Schlußsequenzen und überflüssigen Dramatisierungen . hin war der Film als diesjähriger nungsfilm treffend gewählt . Als der envater im Zuge seines verspäteten Coming outs zum Schluß in seinem sten Anzug in der Ostsee baden geht , gen die tiefer gelegenen Teile der Altstadt von Lübeck dank des frühwinterlichen Hochwassers schon unter Wasser . ■ 
Presseerklärung 
Eine Riesenüberraschung : Sieger der 37 . Nordischen Filmtage Lübeck ist der Newcomer Bent Hamer aus Norwegen . Sein gie - Debüt Eggs wurde gleich mit zwei Preisen ausgezeichnet . Er erhielt im Filmpalast Stadthalle zum einen den heiß begehrten NDR - Förderpreis in Höhe von 25 . 000 Mark , symbolisiert durch den Optimus . 
Dazu die NDR - Jury : „ Dem Regisseur ist es gelungen , in nem Film eine Qualität zu erreichen , ohne die jedes wahre Kunstwerk undenkbar ist : Einfachheit ! In seinem kühnen wurf versagt sich der Autor jeder unnötigen Abschweifung . Von der ersten bis zur letzten Minute konzentriert er sich auf seine Geschichte . “ 
Auch der Ehrenpreis der Baltischen Filmschaffenden ging an den jungen norwegischen Regisseur . „ Bent Hamer hat es schafft , in einer stilistisch - asketischen Form eine anrührende schichte zu erzählen . Er beschreibt die Einsamkeit des Menschen und die Zärtlichkeit des Zusammenseins , erzählt uns von der Angst und dem Mut , einfach zu leben . Vor allem aber striert Bent Hamer die Kraft des Humors , die alte Menschen aufbringen können , die mit Sentimentalität und Ängsten fertig werden müssen“ , so die baltische Jury . Eggs sorgte auch schon an anderer Stelle für Furore : Der nun in zweiundzwanzig Tagen abgedrehte Film erhielt bereits im kanadischen Toronto den diesjährigen internationalen Kritikerpreis . 
Seit vielen fahren fördern die Lübecker Nachrichten die dischen Filmtage Lübeck . Der Wettbewerb um den preis , Die Lübecker Film - Linse , stieß in diesem Jahr auf ders starke Resonanz . „ Das Publikum dieses Festivals der nordischen Filmkunst zeichnet sich seit jeher durch besondere Kompetenz aus . Deshalb haben wir den mit 5 . 000 Mark ten Preis gestiftet“ , sagt Achim Hauenschild , stellvertretender Chefredakteur der Lübecker Nachrichten . Die Zuschauerinnen und Zuschauer entschieden sich für Zehn Messer im Herzen des 
norwegischen Regisseurs Marius Holst . Es ist bereits die vierte Auszeichnung für diesen Spielfilm . Auf den Berliner spielen erhielt er den „ Blauen Engel“ , in Rouen „ Grand Prix“ und „ Audience“ sowie den „ Debutant - Prize“ in Montreal . 
Der diesmal zum dritten Mal ausgeschriebene preis der Nordischen Filminstitute ging an die dänische duktion Belma von Lars Hesselholdt . „ Der Film schildert ein aktuelles europäisches Thema , die Folgen des Krieges im maligen Jugoslawien , auf eine höchst sensible und differenzierte Weise“ , erklärte die Jury . 
Mit 5 . 000 Mark ist in Lübeck der Dokumentarfilmpreis der IG Metall dotiert . Der Gewinner ist dieses fahr der Deutsche Claas Danielsen mit seinem Film Memoiren einer frustrierten Hedonistin , der auf dem Filmforum Schleswig - Holstein gezeigt wurde . „ Wir haben uns für diesen Film entschieden , weil es dem Regisseur mit hervorragenden filmischen Mitteln gelungen ist , eine über achtzigjährige Frau zu porträtieren . Der Film kann eine Ermutigung sein , den Lebenssinn und Lebensmut im nen zu suchen , zvas immer das auch für den Einzelnen ten mag“ , so die Begründung der Jury . 
Zum dritten Mal vergab SOURCES ( Stimulating Outstanding Resources for Creative European Screenwriters ) bei den schen Filmtagen Lübeck den Drehbuchpreis in Höhe von 2 . 000 ECU ( umgerechnet rund 4 . 000 Mark ) . Der Preis geht an die länderin Maria Sigurdardöttir für das Drehbuch zum minütigen Kurzfilm Zwei Mädchen im Krieg , bei dem sie auch Regie führte . 
Dazu die Jury : „ Zwei Mädchen im Krieg erhält den gen Drehbuchpreis von SOURCES , weil der Film von der ersten bis zur letzten Einstellung spannend ist und betroffen macht . Er kommt dabei mit einem Minimum an Sprache aus , besticht zig durch seine Bilder . “ 

NORDEUROPA 
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