Der Programmplan und die guten sichten der Kulturhauptstadt - Planer chen es selbst den verbissensten sehern schwer , an ihren Zweifeln festzuhalten . Es ist mehr als scheinlich , daß die über 400 Projekte lingen . Alle Segel sind gesetzt , die großen und prächtigen ebenso wie die kleinen und unauffälligen . 
Hinter dem ganzen Projekt steht die Idee , daß man nicht nur ein Jahr lang aus allen Kanonen feuert . Schon jetzt , und natürlich in den Jahren danach , soll man sich an einem blühenden Kulturleben freuen können . Das Jahr der stadt soll also dazu dienen , Dinge in gung zu setzen , von denen man auch noch zehrt , wenn 1996 längst Geschichte den ist . Und auch die Veranstaltungen im Programmjahr sind nicht dazu gedacht , nur die eingeschworenen Kulturgenießer zu begeistern , sondern auch diejenigen , die sonst nicht so viel mit Kultur zu tun haben - etwa Kinder , Jugendliche , Senioren oder Sportanhänger . Schließlich ist es Grundt - vigs Land , das hier ein Stadtfest tet , und sein Traum von der Kultur als gemeingut lebt fort . 
Sommer voller Festivals 
Verankert ist das Projekt stadt 1996 in einer breiten Basis . Das gramm soll dazu beitragen , das ment für Kunst und Kultur zu stärken , dauerhafte Verbesserungen in diesem reich zu erwirken und „ den Fokus auf ternationale Strömungen in der sischen bildenden Kunst“ zu richten . Ein Programm mit 400 Veranstaltungen mag imponierend wirken , doch die Absicht lag nicht darin , so viele Veranstaltungen wie möglich aufzuhäufen . Beabsichtigt ist mehr , eine dauerhafte Verbesserung der kulturellen Situation zu erreichen , und deshalb finden auch die meisten staltungen im Rahmen oder mit zung von bestehenden Kulturinstitutionen statt , wie beispielsweise Ensemblebühnen oder Festivals . Es sollten nicht unbedingt neue Gegebenheiten für einmalige staltungen geschaffen werden , sondern Ziel war , etwas Neues in einem nen Umfeld zu probieren und auf diese Weise eine Fortführung der Arbeit zu terstützen , auch über das magische Jahr 1996 hinaus . 
Das Kulturjahr teilt sich in drei Saisons auf . Eingeleitet wird das Jahr mit dem Frühjahrsprogramm , das durch drei men gekennzeichnet ist : Die historische Stadt , Die Kunst des 20 . Jahrhunderts und Der Norden . 
Die historische Stadt umfaßt liche Ausstellungen und Restaurierungen in Kopenhagen und den Nachbarstädten , darunter Koge und Roskilde . Das Klassizi - stik - Festival Golden Days rückt Kunst und Kultur des 19 . Jahrhunderts in den Mittelpunkt . Die vergessene Stadt , eine architekturhistorische Ausstellung auf Charlottenborg , gehört zu diesem menkreis . 
Die Kunst des 20 . Jahrhunderts wird unter anderem in einer Ausstellung über Art Nouveau im Kunstverein auf Gammel Strand gezeigt . Louisiana konzentriert sich auf Europäisches Design , während die Musik unseres Jahrhunderts in einer Reihe von Konzerten dänischer und ländischer Orchester und Ensembles zu hören ist . 
Der Norden bezieht sich nicht nur auf die fünf nordischen Länder , sondern faßt thematisch auch die baltischen ten . Eine große Ausstellung über die sten Werke der bildenden Kunst des Nordens ist auf Charlottenborg zu sehen . Fast eintausend junge Künstler aller Kunstrichtungen sind mit ihren jüngsten Werken im April auf dem Festival Art - Genda 96 vertreten . 
Das Sommerprogramm erstreckt sich von Mai bis August . Es ist gekennzeichnet von zeitgenössischer Kunst , vitäten und einem „ grünen“ Programm . Die globale Perspektive des Programms wird durch die vielen Festivals chen , denn der Sommer ist die Saison für groß angelegte Veranstaltungen unter em Himmel . Dazu gehören eine lung mit Bildkunstwerken aus aller Welt in 96 Containern sowie ökologische jekte und Landschaftskunst außerhalb der Stadt . Weitere Sommerveranstaltungen , die besonders beim breiten Publikum kommen dürften , sind Leichtathletiktage , Freilichttheater und der Besuch des ten Segelschiffes der Welt . 
In den vergangenen Jahren fanden reits einige kleinere Afrika - Festivals in Kopenhagen statt , aber der Höhepunkt wird „ Images of Africa“ sein , an dem 400 Künstler aus Afrika , der Karibik , den USA und Europa mitwirken . Odin - 
Teatret , das in den letzten 25 Jahren die dänische Theaterszene bereichert hat , lädt 52 Schauspieler , Tänzer und ker dazu ein , gemeinsam eine produktion auf die Beine zu stellen . Det Kongelige Teater wird auf einem val im Mai fünf berühmte bles präsentieren . 
Das Herbstprogramm beginnt im tember und dauert bis Jahresende . Schwerpunkte sind die Zukunft - das nächste Jahrhundert und das Verhältnis der Kunst zu Technologie und Medien - sowie Europa . Die Architekturschule zeigt mit Design the Future eine Ausstellung zur Stadtplanung von morgen und morgen . Humanisten und Wissenschaftler werden sich zu einem Seminar über „ Kunst und Wissenschaft“ treffen . hallen in Kopenhagen präsentiert Das ropäische Theater mit Gastspielen der sten und avantgardistischsten Ensembles . Drei europäische Dramatiker zeigen ihre Interpretationen der nordischen Seele im Cafeteatret . 
Was die Musik betrifft , liegt der punkt auf dem Neuen und len . Europas acht beste orchester werden in einer Reihe von Konzertveranstaltungen vorgestellt , wo sie unter anderem zahlreiche neue Werke ropäischer Komponisten zu Gehör gen . 
Soweit ein kurzer Überblick über einige der Themen , unter denen die 400 staltungsprojekte stehen . Kopenhagen ist natürlich immer einen Besuch wert , und erst recht im kommenden Jahr - mit oder ohne Hamlets Sicht der Dinge . ■ 
Aus dem Dänischen von Dagmar Lendt 
Das vollständige gramm sowie weitere Informationen sind erhältlich über : 
Kulturbysekretariatet Informationsafdelingen Amagertorv 1 DK - 1160 Kobenhavn K . 
Tel . : + 45 - 33 77 96 96 Fax : + 45 - 33 77 96 01 
oder über Internet - Zugang : http : / / www . denet . dk / cph96 / 
Nr . 4 , 1995 
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