DÄNEMARK :
Reetdächer und Christiania
Dänemark ist eines der beliebtesten Urlaubsländer der schen : knapp 19 Millionen Übernachtungen der südlichen barn zählte die dänische Statistik 1991 . Der Löwenanteil von 78% entfiel dabei auf Ferienhäuser , mit weitem Abstand folgt von Campingplätzen ( 13% ) und Hotels ( 9% ) . Man sieht : Der typische Dänemark - Tourist erkundet selbst das Land - und greift dabei , sofern er / sie der dänischen Sprache nicht mächtig ist , auf Reiseführer zurück .
Stephan Michael Schröder
Aus der Redaktion :
Fritz Dressler ( Fotos ) , Bernd Henningsen , Maria Eysell : Dänemark . Bucher Verlag , München DM 58 , - .
sehe bei einer touristischen Erschließung der dänischen Hauptstadt .
Wer im Buchhandel ratlos vor der großen Auswahl an mark - Reiseführern steht , wird wahrscheinlich nicht nur wegen des trauten Namens nach Baedekers Allianz - Reiseführer Dänemark / Färöer / Grönland greifen . Mit einem praktischen schlag und durchweg mit Farbbildern sehen , besticht der Band zudem durch sein perfektes Layout ; in der sche enthält er sogar noch eine separate Dänemarkkarte . Der Verlag weiß , was er seinem Ruf schuldig ist - immerhin schien der erste Skandinavienführer aus diesem Hause schon 1879 ! Die liche Leitlinie des Verlages , schnell gängliche Informationseinheiten in nen Häppchen anzubieten , macht leider auch nicht halt vor der zweifelhaften brik 'Volkscharakter' ( 16 ) mit ihrer merkung : „ Mehr als der Schwede neigt er [ der Däne ] zum Grübeln und phieren " . Als Zielgruppe visiert der lag - zumindest suggeriert dies die verteilung - Bevölkerungsschichten an , die sich eher fürs Golfspielen denn für 'Staat und Gesellschaft' interessieren . Das Rad lassen Baedekers Leser jedenfalls hen - ganz im Unterschied zu mittlerweile nicht wenigen Dänemarktouristen . Für Gelegenheitstouristen mag der an Fast Food gemahnende 'Baedeker' wegen
ner Übersichtlichkeit und der knappen , durchweg zuverlässigen Informationen dennoch zu einem nützlichen Begleiter werden . Diese Stärken illustriert in derer Weise der Kopenhagen - Band des Baedeker - Verlages : reichhaltige , wortorientierte Information auf neuestem Stand prädestinieren ihn für die Mantelta -
Dänemark / Färöer / Grönland
Ostfildern - Kemnat bei Stuttgart :
Verlag Karl Baedeker , 3 . Aufl . 1991 , 280 S . , 24 , 80 . DM .
Kopenhagen
Ostfildern - Kemnat bei Stuttgart :
Verlag Karl Baedeker . 4 . Aufl . 1992 , 208 S „ 16 , 80 . DM .
Dänemark Hans Klüche .
Köln : DuMont - Buchverlag , 1990 , 354 S . , 39 , 80 . DM .
Dänemark / Färöer - Inseln
Hermann U . Soldan ( Hrsg . ) .
Leer : Mundo - Verlag , 1991 ,
388 S . , 39 , - DM .
Dänemark
Helle M . Jeppesen / Ole Hoyer / Wendy Snowdon .
Freiburg i . Br . / Basel / Wien : Herder - Verlag , 1991 ,
48 S . , 29 , 80 DM .
Reiseführer der zweiten Generation
Die meisten Reiseführer sind heute weichend vom 'Baedeker' strukturiert : ben einem landeskundlichen Essayteil und 10 - 15 Blatt Farbeinlage für die stellung des malerischen Landes weisen sie ein umfangreich kommentiertes Tou - ren - / Ortsverzeichnis und schließlich eine Rubrik auf , die mit 'Reiseinformationen' , 'Dänemark von A - Z' oder ähnlich schrieben ist . Ein gelungenes Beispiel ner solchen Konzeption ist Klüches nemark - Band in der DuMont - Reihe , die den elitär - bauchkitzlerischen Titel tig reisen' trägt ( wer will schon 'falsch sen' ? ) . Das Umschlagbild mit reetgedeck - ten Häuschen vor blühendem Rapsfeld scheint zunächst eher der gung zu dienen , doch im Inneren stößt man auf exzellente Beiträge von wiesenen Spezialisten zu ( fast ) allen cetten Dänemarks , angefangen von dem Hintergrund der Entstehung des Tivoli ( „ Wer sich amüsiert , politisiert nicht ! " , 28 - 31 ) über Dänemarks schichte im Nordatlantik ( 86 - 89 ) und dem dänischen Königshaus ( 114 - 117 ) bis hin zu den europaweit bekannten chen , den polser ( 174 - 175 ) und dem zialexperiment Christiania ( 111 - 114 ) . Die anregend geschriebenen Aufsätze laden zum Schmökern ein und rücken so ches populäre Vorurteil zurecht .
Auch der von Hermann U . Soldan ausgegebene Band Dänemark / Färöer - seln hat diesen hohen Anspruch , doch die winzige Schrift , der Hang zur Bleiwüste und manche stilistischen Schwächen nern mitunter an die Attraktivität des schen Nationalgerichtes Hakkebof , jenes trostlosen Hackklopses mit Kartoffeln und roter Beete . Der Essayteil weist zudem nicht wenige Fehler und Ungenauigkeiten auf ( so wurden Schleswig und Holstein 1864 mitnichten an 'Deutschland' ten ( 18 , 29 ) , sondern an Österreich und Preußen ; Herman Bang steht nicht am
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