33 . NORDISCHE FILMTAGE LÜBECK 
Staates geführt hat . Noch immer wird die Ökonomie des Landes , die tie und der Sicherheitsapparat dend von den Buren mitbestimmt . Zu alledem haben sich die ehemalige Befreiungsorganisation Namibias und zige Partei , die SWAPO , und die en Kirchen des Landes gegen sche Pressekampagnen der westlichen dien zu wehren . Von Südafrika lanciert werden Opfer zu Tätern gemacht und so das „ Stasi " - Problem der SWAPO einseitig verfälschend ausgenutzt . Becker stellt in seiner beeindruckenden Dokumentation die Tatsachen beweiskräftig richtig und findet sich mit diesem Film nicht nur im Widerspruch zur Berichterstattung von ARD und ZDF über diese Probleme . Auch die „ Evangelische Kirche im Rheinland " , die den Film mitproduziert hat , scheint die Brisanz des Dargestellten erkannt zu ben . Bis auf den heutigen Tag hat sie die 
Debora Weber - Wulff 
Baumlose Bergwiesen mit einsamen Gehöften , Wasserfälle , die sich in tiefe Schluchten ergiessen , die Meeresbrandung mal stürmisch , mal sanft - die heimliche Hauptdarstellerin aller ländischen Filme ist Island selber . Die rauhe Schönheit , die Einsamkeit , der Überlebenskampf der Menschen , die suchen , eine Existenz in dieser tigen und doch so geliebten Einöde bauen - egal welche Handlung gespielt wird , es geht um Island . 
Vierzehn isländische Filme , vom Stummfilm über die Literaturverfilmung bis hin zum modernen Spielfilm , waren auf den Nordischen Filmtagen 1991 in beck zu sehen . Island als Filmland sollte im Mittelpunkt dieser Filmtage stehen , mit einem Dutzend Filme in der „ ve " , zwei neuen Produktionen im programm und der angekündigten , aber 
endgültige Fertigstellung und den Vertrieb des Films verhindert , so daß in Lübeck auch nur eine vorläufige , sogenannte „ Null - Kopie " laufen konnte . 
Aussicht auf Qualität 
Insgesamt ist eine erfreuliche rung der Filmtage zu vermelden , wobei die überbordende Programmfülle es schwer machte , den Überblick zu behalten . 
Mehr Konzentration auf Wesentliches , also der Verzicht auf zu viel Mittelmäßiges , könnte das Profil der „ Nordischen " fen . Aber das hieße wohl , die Quadratur des Kreises anzustreben , auch wenn die Festivalleitung optimistisch eine qualitative Verbesserung im Programm für 1992 in Aussicht gestellt hat . ■ 
Helmut Schulzeck ist Fillmschaffender und freier journalist in Kiel . 
ohne Nennung von Gründen abgesagten Teilnahme der isländischen dentin Vigdís Finnbogadóttir . Aber es gab so viel anderes , die Hinwendung zum tikum , die opulenten Empfänge , die digungen an die Adresse der ( Kultur - ) tikerinnen und an die Sponsoren . Die Kultur selber in Form der Filme und die Männer und Frauen , die sie gemacht ben , standen eher am Rande . Schade , denn Island hat filmisch einiges zu bieten . 
Schon 1919 wird Island als Filmkulisse eingesetzt , für die Kopenhagener tion von „ Die Geschichte der lie " , ein Roman des in Dänemark benden Isländers Gunnar Gunnarsson . 1923 dreht ein isländischer Regisseur , Guömundur Kamban die men für seinen Stummfilm „ Hadda da " auf Island . Eine gewöhnliche schichte über Liebe und Rache nimmt 
dramatische Proportionen an , als der Kampf um Leben und Tod sich an der steilen Kante einer tiefen Schlucht spielt . Auch heute noch erzeugen die der der am Seil hängenden Hadda Padda ungeheuere Spannung . 
Island wird immer häufiger als Drehort verwendet , besonders für filme . 1948 wird „ Die Rettungstat vom Látraberg " gedreht , in den Szenen für die Nachstellung einer Seenotrettung halten werden sollten . Es ereignete sich das Unwahrscheinliche - ein englischer Fischkutter läuft an derselben Stelle auf , und eine tatsächliche Rettung muß leitet werden . In dem nüchtern erzählten und gut gefilmten und geschnittenen Film wird die Dramatik der Seenot und der selbstlose Einsatz bei der Rettung gend vermittelt - wir beginnen zu hen , wie lebensgefährlich diese schöne Natur sein kann . Der Film erregte großes Aufsehen damals in Deutschland , und ist entsprechend von der tungsstelle in Wiesbaden als „ besonders wertvoll " eingeschätzt worden . 
Der jetztige Direktor des Isländischen Filmfonds , Pornsteinn Jónsson , drehte 1975 einen Dokumentarfilm , „ Der Bauer " , über die Landflucht , eine der men der aufkeimenden einheimischen Filmproduktion . Viele Kurz - und mentarfilme entstehen durch im Ausland - Prag , London , Stockholm u . a . - dete isländische Filmemacher , die sich neben den obligatorischen Naturfilmen mit gesellschaftlichen und literarischen Themen auseinandersetzen . 
1979 wurde ein isländischer Filmfond ( Kvikmyndasjoöur ) eingerichtet . Viel Geld hatte er nicht zu vergeben , lich hat Island mit 220 . 000 Einwohnern eine geringere Bevölkerung als Lübeck - dennoch hat der Filmfond viel bewirkt . 1980 wurden gleich drei isländische Spielfilme uraufgeführt . Ágúst Guö - mundssons „ Land und Söhne " , eine rein isländische Produktion , setzt sich wie Hrafn Gunnlaugssons „ Vatererbe " mit der Landflucht auseinander , jedoch mit verschiedenem Ausgang . In „ Land und Söhne " erschießt Einar sein Pferd , kauft seine geerbten Schafe und den Hof und geht in die Stadt , auf eine bessere 
Filmland 
52 
NORDEUROPA 
forniti
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.