Nordisches Institut ddr Universität Kiei
gestanden hat . Nach dem Sturz König Karl Knutsson Bondes erscheint es Domi - nicus ratsam , seinen Familiennamen den Umständen anzupassen ; in Italien nennt er sich deshalb , angelehnt an seinen Beinamen , Dominicus Columbo bzw . lombo . Das ist gleichzeitig die italienische Form von Colonus ( lat . für „ Bauer " ) und mithin die direkte Übersetzung des gischen Namens Bonde .
Aus Kristoffer Bonde wird Christopher Colon
Inzwischen wächst Kristoffer in gen heran . Großvater Bonde , der Mönch des Columbaner - Ordens , vermittelt ihm eine Ausbildung durch den Bischof von Bergen , Paulus Justiniani aus Genua . kehrssprache am Hofe des Kirchenfürsten ist natürlich Latein , und so wird Kristoffer Bonde als Christopherus Colonus gen . Vater Dominicus ist mittlerweile zum Generalkollektor des Papstes für den den aufgestiegen und kann seine Familie regelmäßig besuchen . Entsprechend kommt 1461 auch das zweite Kind der milie , Kristoffers Bruder Bartholomeus , in Norwegen zur Welt . Erst der dritte Sohn , Jacob ( Diego ) , wird in Italien geboren .
1470 erwirbt Dominicus in Savona ein Haus mit Weinschänke und Weberei . Im gleichen Jahr wird Kristoffer erstmals in einem offiziellen Dokument erwähnt : sammen mit seinem Onkel Antonio Bondi bürgt „ Christopher de Columbo de Janua " für seinen Vater , der wegen gung im Gefängnis von Genua einsitzt - Dominicus Columbo steht im Verdacht , als Steuereintreiber des Papstes größere Summen für sich abgezweigt zu haben .
Kristoffer ist ein ehrgeiziger junger Mann ; er ist von adeligem Geblüt , hat eine zeichnete Ausbildung genossen und andere Pläne , als die väterliche Taverne in Savona zu betreiben . Der Name Columbo aber kann der angestrebten Karriere nur lich sein ; Unterschlagung ist schließlich kein Kavaliersdelikt . Kristoffer zieht halb den Namen vor , den er seit seiner Kindheit gewohnt ist . 1472 heuert er als Christopher Colon auf einem Kaperschiff des mit Portugal verbündeten französischen Königs René dAnjou an , um die onskunst zu lernen . 1474 / 75 befährt er in Diensten der einflußreichen genuesischen Kaufmannsfamilie Justiniani - der Familie
seines bischöflichen Ziehvaters in Bergen - das Mittelmeer . 1476 befehligt Christopher bereits ein eigenes Schiff der französischen Flotte , die unter dem kommando des Admirals Guillaume de Ca - senove Coullon steht - übrigens ein entfernter Verwandter , der auf gut gisch William Nygaard Bonde heißt .
Auf den Spuren Leif Erikssons
Seine einflußreichen Verbindungen und seine Erfolge zur See haben Christopher Zugang zum portugiesischen Hof schafft . Hier wird der Entdeckergeist in ihm geweckt . König Alfons V . , weitläufig verschwägert mit König Christian I . von Dänemark - Norwegen , ist besessen von der Idee , neue Inseln und neues Land im Norden zu finden . 1471 war eine sisch - dänisch - norwegische Expedition nach Island und Grönland aufgebrochen , um von dort aus das Land im Westen zu erkunden , das die isländischen rungen beschreiben . 1474 kehrt die dition nach Portugal zurück und berichtet , man habe die Angaben bestätigt gefunden und sei weit über die Südspitze Vinlands hinaus gesegelt ( wie heutige Forscher muten , bis nach Mittelamerika ) . In Bergen in Norwegen wird 1476 die zweite giesisch - dänisch - norwegische Expedition ausgerüstet ; als die Schiffe mit Kurs auf die „ Insula Labrador " , wie die Portugiesen die Ostküste Kanadas nennen , in See chen , ist auch Christopher dabei . Diesmal soll die Küste Labradors entlang nach Norden gesegelt werden . Aus Kolumbus' späteren Aufzeichnungen geht hervor , daß er im Februar 1477 bis zu 73° nördlicher Breite vorstößt , weiter als je ein Mensch zuvor . Die Insel , die er hier betritt , heißt heute Devon Island und liegt im Lanca - ster - Sund . Was er nicht ahnt und auch nie wissen wird : Er hat den Eingang zur Nordwest - Passage entdeckt , den sten Seeweg nach Osten , den erst gut 400 Jahre später ein anderer Norweger , Roald Amundsen , vollständig durchfährt .
Auf ihrer Reise durch den Nordatlantik läuft die Expedition verschiedene nen an : die Färöer - Inseln , Norwegen , land , Grönland . Kolumbus erhält Kontakt zu den tüchtigsten Seeleuten der gen Zeit und kann aus ihrem Wissen und ihren Erfahrungen schöpfen . Kein der , daß seine Zeitgenossen immer wieder
behaupten , er sei 1492 keineswegs zufällig in Mittelamerika gelandet und habe auch durchaus gewußt , daß es sich nicht um Ci - pango ( Japan ) oder Kathay ( China ) deln könne , da er im Besitz von geheimen Seekarten gewesen sei .
Wunschdenken und Wahrscheinlichkeit
Man kann sicherlich darüber streiten , ob Kristoffer Bonde und Christoph lumbus identisch sind - sicher ist nur , daß es beide gegeben hat . Wo Sannes weise aufgrund fehlender Dokumente schuldig bleiben muß , ersetzt er sie durch Vermutungen , teilweise recht freie pretationen von Namen und ten und die Aufzeichnungen anderer schichtsforscher . Immerhin aber hat Sannes doch ein paar verblüffende und bisher kaum beachtete Parallelen und storische Übereinstimmungen entdeckt : das gleiche Geburtsjahr , der gleiche Name ( lediglich in unterschiedlichem wand ) , ähnliche Familienwappen , jeweils zwei Brüder mit denselben Namen und Geburtsdaten . Freunde und einflußreiche Persönlichkeiten , zu denen Kolumbus nachweislich Kontakt hatte , waren gischen Ursprungs oder hatten mit wegen zu tun : Familie Justiniani in Genua , deren Angehöriger Bischof im schen Bergen war ; Admirai Guillaume de Casenove Coullon ( William Nygaard de ) ; Bankier Antonio Galli ( Anton Galle ) , der ein Buch über Kolumbus' Fahrten nach Westindien schrieb ; Advokat Scotto ( Schytte ) , den Kolumbus in seinem ment bedachte . Bekannt ist außerdem , daß er kein Italienisch konnte und von auffallend „ nordischer Gestalt " war : groß , blond , mit hellblauen Augen . Und über Skandinavien und seine Bewohner wußte Kolumbus recht gut Bescheid : „ Die Erde ist überall bewohnbar , sogar in den nen , die am äußersten Rande der Welt gen , wo die Tage sechs Monate lang sind . Dort leben die glücklichsten Menschen , die sich allerdings zu Tode langweilen . "
Möglicherweise werden weitere schungen bestätigen können , daß bus eigentlich Norweger war . Fraglich ist nur , ob es dem Land wirklich zur Ehre reicht - immerhin war der Mann aus nua Wegbereiter für einen der größten nozide aller Zeiten . Vielleicht sollte man es doch lieber bei Leif Eriksson belassen . ■
nordeuropa
fonivi
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