Kommission nach Lettland geschickt , die hier arbeitet , um unsere ökonomischen liegen zu prüfen . Soeben war auch eine große Delegation mit Vertretern der tigsten Unternehmen Kanadas hier . " 
Richtig ist , daß zur Zeit verschiedene Wirtschaftskommissionen - u . a auch solche von Europarat und Weltbank - die schen Republiken bereisen , um zu ren , ob und wenn ja , wie diese Länder in die Weltwirtschaft integriert werden nen . Nur : Darüber wie gründlich und wie sachverständig diese Kommissionen tätig werden , ist damit noch nichts gesagt . Kompetente Sachverständige für diese gion dürften nämlich ausgesprochen rar sein und die Eintagesbesuche scher Kommissionen in der ehemaligen DDR , nach denen über das Schicksal von Unternehmen und Einrichtungen befunden wurde , lassen Schlimmes befürchten . Und darüber , daß die 1940 von Frankreich und Großbritannien einbehaltenen und jetzt rückzahlbaren Goldbestände der baltischen Staaten in Höhe von mehreren Millionen Dollar bei weitem nicht alle und Währungsprobleme lösen , herrscht nur bei wenigen baltischen Politikern heit . „ Für die Deckung der Währung wäre das zu wenig " , gestand uns Vulfsons im Gespräch zu , „ dafür brauchen wir nicht Millionen , sondern Milliarden " . 
Die nordische Perspektive 
Woher kann also die dringend benötigte wirtschaftliche Hilfe von außen kommen ? Die Erwartungen waren bei den wenigen Experten in Lettland und Litauen immer die gleichen - von „ . . . den nordischen dern " , so Vulfsons , „ es wird eine Skandobal - tia der Ostseestaaten geben - eine »neue Hanse« würden wir gerne in einer neuen Form wiederherstellen . . . Außerdem ren wir uns stark nach Deutschland " . Die nordeuropäische Perspektive wird vor allem aus drei Sachverhalten abgeleitet : Erstens aus der Erfahrung praktischer Hilfe in den letzten Monaten , als z . B . nach der zung des Rigaer Druckhauses durch die OMON dänische Gewerkschafter züglich drei Druckmaschinen bereitstellten . Zweitens ist da das politische Engagement skandinavischer Regierungen ; es sei daran erinnert , daß Island und Dänemark sich als erste vorbehaltlos zur baltischen 
nicht in dem Maße wie in der ehemaligen DDR , denn wenn ich richtig informiert bin , bekommen die Arbeitslosen dort mehr als die Arbeitenden . So etwas können wir uns nicht leisten . Aber unsere Menschen hen ganz gut , daß es nicht anders geht . Viele Menschen sind bereit , zeitweise beitslos zu werden , wenn ihnen ein bensminimum garantiert wird , um sich umqualifizieren zu können . " Und somit scheint sich alles auf Verfahrensfragen zu duzieren , in denen die wiedergewonnene staatliche Souveränität auch in der wirtschaft sichtbar maßgeblichen Einfluß ausüben würde . „ Wenn wir erst unsere neue Währung haben , sollte es kein großes Problem sein , auch ( bisher für den Rest der SU produzierende ) Betriebe in unsere schaft zu integrieren " , teilte uns Herr Mal - kevicius von der Sajudis - Fraktion mit . 
Die Wirtschaft Lettlands 
In Lettland waren die Ergebnisse unserer Gespräche ähnlich und die Vorstellungen auch nicht sehr viel präziser bzw . auf stellungen aus der vorkeynesianischen Zeit und die Bestätigung der Souveränität fi - 
Mavrik Vulfsons 
xiert . Mavrik Vulfsons , der Sprecher des außenpolitischen Ausschusses des schen Parlaments legte uns die schen Perspektiven seines Landes wie folgt dar : „ Wir werden in kürzester Zeit tes Mitglied der EG sein . Die EG hat eine 
gigkeit bekannten . Und drittens sind es die wiederbelebten , Jahrhunderte alten takte zum Baltikum . „ Die engsten hungen bestehen im kulturellen Bereich mit Dänemark und Norwegen - auf der fiziellen Ebene " bilanzierte der litauische Abgeordnete Virgis Pikturna die Arbeit nes Ausschusses , „ denn die Universitäten 
Virgis Pikturna 
dort haben Kontakte in viele andere der . . . Die skandinavischen Länder haben die baltische Öffnung nach Norden positiv obachtet : Es gibt bereits den Austausch von Studenten und Dozenten . " 
Schon geraume Zeit vor den genannten Kommissionen der europäischen tionen , im ) uni 1991 , legte eine im ge des schwedischen Außenministeriums tätig gewordene Expertengruppe die fangreiche Studie »Economic Survey of the Baltic Republics« vor , die bis dato an petenz und Informationsgehalt fen ist , aber wohl nicht ohne Grund noch unter Verschluß gehalten wird . Die Studie bestätigt nämlich genau diejenigen schätzungen , die auch das Ergebnis rer Gespräche waren . Kurz : Den schen Kollegen zufolge sind die mischen Perspektiven der baltischen ten längerfristig keineswegs hoffnungsvoll und die dortigen Konzepte zur Lösung der Schwierigkeiten bislang nicht gend . Wirtschaftshilfe werde also sinnvoll nicht in Form von Krediten u . ä . , sondern als Beratung und Ausbildung geleistet den müssen . 
NORDEUROPA 
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