Das private Drama 
Eeva Kuuskoskis Privatleben kann als dramatisch bezeichnet werden . Ihre erste Ehe mit Juha Viikatmaa , einem der führenden Vertreter der Sammlungspartei , endete auf tragische Weise , als dieser 1975 Selbstmord beging . Damals ging sie mit ihrem ersten Kind im zweiten Monat schwanger . Im Juni 1976 brachte sie dann eine Tochter zur Welt , die bei einer Nottaufe den Namen Katri hielt und bereits am dritten Lebenstag verstarb . Seitdem hielt Kuuskoski ihr Privatleben strikt von der Öffentlichkeit fern , bis sie den Journalisten Pentii Manninen heiratete . Ihre gemeinsame Tochter wurde im Juni 1991 geboren . Die Sozialministerin koski nahm nur einen Monat Mutterschaftsurlaub in Anspruch und kehrte schon im August zur anstehenden Haushaltsdebatte ins Parlament zurück , um eine angesichts der wirtschaftlichen zession drohende Kürzung des Sozialetats zu verhindern . 
Daß eine Ministerin ein Kind bekommt , scheint in Finnland nen hohen Nachrichtenwert zu haben . In der Presse löste dieses Ereignis eine regelrechte Debatte aus : Ein Teil stempelte Frau Kuuskoski als schlechte Mutter ab , da sie sich nach der Geburt rer Tochter nicht aus der Politik zurückgezogen hat , andere derum kürten sie zum Paradebeispiel für die Gleichberechtigung der Frau . „ Bei dieser Diskussion wurde deutlich , welchen fen die Frauen immer wieder ausgesetzt sind . Hätte ich meinen Ministerposten aufgegeben , wäre mir nachgesagt worden , den Frauen durch diesen Rückzug ein schlechtes Beispiel gegeben zu haben . Jetzt bin ich eine schlechte Mutter , weil ich so machtgierig bin " , wertet Eeva Kuuskoski die Pressekampagne . 
Seit dem Sommer wird Frau Kuuskoskis Zeitplan allerdings eher von den Mahlzeiten ihres Kindes als von den Sitzungen des Staatsrates bestimmt . Ihre Aufgaben als Ministerin müssen entsprechend organisiert werden . Ohne den Ehemann Pentti Manninen , der sich ganztägig dem Kind widmet , würde es scheinlich nicht funktionieren . Immer wenn die Ministerin längere Reisen unternimmt , kommt die ganze Familie mit . Pentii nen ist mittlerweile zum Vorzeigebeispiel des finnischen stems geworden . Durch ihn haben die Sozialminister der ischen Gemeinschaft erfahren , wie der Vaterschaftsurlaub eines Finnen in der Praxis aussieht . 
Für drei Dinge , so meint Eeva Kuuskoski , scheint es nie einen günstigen Zeitpunkt zu geben : die ständig hinterherhinkenden Gehälter der Frauen anzuheben , wirksame Umweltinvestitionen zu tätigen und das Sozialsystem von Grund auf zu reformieren . „ Sind die Zeiten schlecht , kann man sich diese Änderungen nicht leisten , sind die Zeiten gut , hält man diese Themen für send . " 
Eeva Kuuskoski mag Kunst und geistige Beschäftigungen . Sie selbst , so erzählt sie , könne sich sowohl in dem orthodoxen ster von Vaiamo als auch bei den Kammermusiktagen in Kuhmo entspannen . Ihr eigenes künstlerisches Talent beschreibt sie gendermaßen : „ Ich kann weder tanzen , singen , zeichnen noch ein Instrument spielen " . ■ 
Olli Laurila ist Informationssekretär der Vereinigung der finnischen tenvereine und war Generalsekretär des Iugendverbandes des Zentrums . 
Dies sind Auszüge aus dem Buch „ Eeva Kuuskoski - Ihmisten kanssa " ( Eeva Kuuskoski - Unter Menschen ) . 
Übersetzt aus dem Finnischen von Ulla Skoglund . 
Erhard Forndr an 
Die Vereinigten Staaten von Amerika und Europa 
Erfahrungen und Perspektiven transatlantischer Beziehungen seit dem Ersten Weltkrieg 
Auf den ersten Blick sind die transatlantischen ziehungen seit dem Ersten Weltkrieg durch den Ost - West - Konflikt bestimmt worden . Die lichkeit war viel komplexer . Zwar haben als nis des Ersten und vor allem des Zweiten ges die Vereinigten Staaten und die Sowjetunion eine zunehmende Bedeutung für die Politik in ropa gewonnen . Aber die europäischen Staaten ren nicht nur Objekte der internationalen Politik . Nach dem Scheitern des Konzeptes der Einen Welt war der Ost - West - Konflikt strukturbildend für die transatlantischen Beziehungen . Übersehen wird aber häufig , daß gleichzeitig innerhalb der schen Gemeinschaft eine Fülle unterschiedlicher Konfliktpotentiale bestanden und das Gewicht der Vereinigten Staaten in diesen Beziehungen lich abnahm . Nach der nochmaligen Konfrontation zwischen Ost und West zu Beginn der achtziger Jahre haben sich die Bedingungen der schen Beziehungen durch die Veränderungen in Osteuropa tiefgreifend verändert . Die gründliche Analyse der Vorgänge in den Jahren 1989 / 90 zeigt , daß Europa die Chance erhält , wieder selbst eine größere Rolle zu spielen . Ob Europa diese Chance nutzen wird , bleibt offen . 
1991 , 531 S . , brosch . , 89 , - DM , 
ISBN 3 - 7890 - 2269 - 1 
( Militär , Rüstung , Sicherheit , Bd . 65 ) 
Nomos Verlagsgesellschaft Postfach 610 • 7570 Baden - Baden 
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