BERICHTE & ANALYSEN
einem neuen Europa finden soll . Bei einem Entwurf dieser Art wird Norwegen seits auch für Europa interessanter sein - vor allem , wenn wir bereit sind , unseren Teil der Verantwortung für die Sicherung einer politischen , wirtschaftlichen und logischen Stabilität im russischen Teil der Barentsregion zu übernehmen .
Die Barentsregion wird hoffentlich ein strument zum Ausbau positiver Kontakte und Zusammenarbeit in einem Gebiet den , das vom Ost - West - Konflikt geprägt war . Auf diese Weise wird nordische heit im weiteren Sinne gestärkt . tig aber müssen wir uns klar darüber sein , daß wir aufgrund einer engeren menarbeit leichter unter den Einfluß der Entwicklung in Rußland geraten - auch dann , wenn die politische Entwicklung eine Richtung einschlägt , die wir nicht schen . Dieser Herausforderung können wir nur begegnen , indem wir dafür sorgen , daß Norwegen fest in breiteren regelungen verankert ist , so daß ein tueller Druck auf Norwegen als Druck auf unsere Alliierten aufgefaßt würde .
Damit sind wir wieder bei der alten heit , daß eine starke Verankerung im sten eine gute Grundlage für die menarbeit im Osten ergibt .
Dr . Helga Hernes ist Staatssekretärin im wegischen Außenministerium . Der Beitrag ist die gekürzte Fassung ihrer Fridtjof - Nansen - Gedenkvorlesung .
Kurswechsel :
Baltische Währungen
In Visby fand am 14 . / 15 . Oktober „ The Baltic Currency Reform rence " statt . Zweck dieser renz war , über den Stand der Währungsreformen in den schen Ländern zu berichten .
Mats Essemyr
Die Konferenz , organisiert von COBALT Trade Relations AB , versammelte die namhaftesten baltischen ger aus dem Bank - und Währungsfach wie eine große Zahl schwedischer und nischer Bank - und Industrievertreter .
In seinem einleitenden Vortrag strich der schwedische dent Ulf Laurin den Bedarf an einer samen Strategie zur Erhöhung des Handels und der Geschäftstätigkeit zwischen den nordischen Ländern und den stellten baltischen Staaten . Professor Anders Áslund , tätig am „ östekonomiska Institutet " in Stockholm und Berater des russischen Präsidenten Jelzin , betonte in seinem rat , wie wichtig es sei , daß die baltische Entwicklung zur Marktwirtschaft ohne deutende soziale Unruhen weitergeführt werden könne . Anderenfalls sei das Risiko offenkundig , daß die baltischen gen beginnen , eine populistische schaftspolitik zu führen , die auf lange Sicht das wirtschaftliche Wachstum hemmen würde . Obwohl viele wirtschaftliche toren in negative Richtung weisen - hohe Inflation , Arbeitslosigkeit , sinkendes sozialprodukt - zeigte sich Áslund von der baltischen Reformarbeit beeindruckt .
Estland scheint dabei am weitesten diehen zu sein . Lettland ist auf dem Weg , während Litauen ein wenig zurückbleibt . Áslund prophezeite den baltischen Ländern eine bedeutend hellere Zukunft als land , da Jelzin die Reformarbeit mehr oder weniger aufgegeben habe und den menten der Reformgegner in steigendem Maße Gehör schenke .
Professor Wladyzlaw Baka , der in der formperiode während langer Zeit scher Nationalbankpräsident war , schrieb die entstandenen Probleme im Zusammenhang mit dem Versuch , die nische Währung konvertibel zu machen .
Ardo Hansson , estnischer Abstammung und Wirtschaftsprofessor in Harvard , derte als einer der Architekten der schen Währungsreform , wie die estnische Krone vom Stapel gelassen wurde . Vor allem sah man wenig Möglichkeiten hinsichtlich langfristiger Preisstabilität im Rubelbereich , wo eine Hyperinflation zu erwarten war . quiditätsprobleme in Verbindung mit dem Symbolcharakter , den eine eigene Währung besitzt , bestimmten die rasche form in Estland . Als tragende Elemente ten ein ausgeglichener Haushaltsplan , ein Abwertungsverbot gegenüber der schen Mark sowie die Schaffung einer reichenden Währungsreserve . Unterdessen wird die Krone als Zahlungsmittel überall im Lande akzeptiert und die Voraussetzungen für einen funktionierenden Außenhandel sind damit verbessert . Der Preis für diese
formen besteht in einer drastischen Senkung des Lebensstandards .
Einar Repse , Präsident der Lettischen Bank , beschrieb in klaren Worten , warum Lettland nur stufenweise den Übergang zu einer eigenen Währung vollzieht . Die führung des lettischen Rubels erfolgte , um den Mangel an russischen Rubeln , der im April 1992 entstanden war , auszugleichen . Der Kurs wurde auf 1 : 1 festgelegt . Damit ste man die akuten Liquiditätsprobleme und schuf gleichzeitig die Voraussetzungen für die Veränderungen im Sommer 1992 . Der lettische Rubel wurde offizielle Währung , ohne daß der russische verboten wurde . Der Wechselkurs zwischen den Währungen de freigegeben , womit ein Devisenfluß nach Lettland einsetzte . Die zukünftige Politik wird im wesentlichen darauf basieren , die Preisentwicklung über die Geldpolitik , bunden mit fortgesetzten strebungen , zu kontrollieren .
Litauen war am schnellsten mit der tischen Befreiung , hat aber noch ein gutes Stück Wegs bis zu einer eigentlichen Währungsreform zurückzulegen , wie Vilius Baldisis , Präsident der litauischen bank , ausführte .
Dieter Schultze , der lange Erfahrung als Berater in Osteuropa vorweisen kann , machte auf die Probleme aufmerksam , die bei joint - ventures zwischen west - und europäischen Firmen bestehen . Nicht letzt die entstehenden Bewertungsprobleme , wenn zwei , manchmal drei verschiedene Währungen zu berücksichtigen sind , fen große Unsicherheit .
Zum Abschluß berichteten Vertreter zweier schwedischer Firmen , die zur Zeit in Osteuropa beschäftigt sind , über ihre fahrungen . Carl Engelberth von ABB derte den Aufbau von ABB Zamech in len . Örjan Odenbro von Trygg - Hansa SPP zeigte Strategien im Versicherungswesen auf . Odenbros Referat endete damit , daß der Niedriglohnvorteil der baltischen der zum Teil durch niedrigere Effektivität und höhere Ausbildungskosten aufgezehrt werde .
Die abschließende Diskussion hielt fest , daß die Möglichkeiten für Geschäfte groß wären , wenn man sich darum bemühte , nationale Hindernisse auszuräumen .
Dr . Mats Essemyr ist Ausbildungsleiter der Wirtschaftsabteilung an der Fachhochschule in Visby .
Übersetzt von Robert Fuchs
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