durch ihren Antrag auf eine Mitgliedschaft in der EG in ihrer Reaktion auf diese ausforderung weitergegangen als gen .
In Nordnorwegen herrscht gegenüber ner Mitgliedschaft Norwegens in der EG beträchtliche Skepsis . Der Abstand dieser Region von Europa ist einer der Gründe . Es läßt sich leicht verstehen , warum externe Impulse als Bedrohung der eigenen schaftlichen Interessen und der Identität der Region empfunden werden können . Eine übertriebene Furcht vor der schen Gemeinschaft aber kann zu einem Hindernis für den Fortschritt werden , wenn man sich dafür entscheidet , die sche Zusammenarbeit zurückzuweisen statt die Möglichkeiten , die sie bietet , zu sehen . Dieser Teil Europas - obwohl fernab gen - wird nicht in der Lage sein , von der europäischen Integration unberührt zu bleiben . Es könnte sogar passieren , daß es am Ende eine quer über die Barentsregion verlaufende EG - Grenze gibt , wenn den und Finnland beitreten , Norwegen aber nicht .
Die Skepsis und der Widerstand gegen eine EG - Mitgliedschaft im Norden hängen mit der Tatsache zusammen , daß die schaft dieser Region sehr von den chen Ressourcen - und dabei besonders von den Fischvorkommen - abhängig ist . Bei den schwierigen EG - Verhandlungen des ) ahres 1972 waren Fischerei und schaft die kompliziertesten Themen . Wir haben uns sehr bemüht , der Gemeinschaft klarzumachen , daß die natürlichen gungen im Norden von denen auf dem Kontinent fundamental verschieden sind , was die wirtschaftliche Grundlage , das ma und die Bevölkerungsdichte anbelangt . Die Politik der Gemeinschaft ist cherweise auf zentraleuropäische setzungen zugeschnitten . Wir unsererseits denken , daß die im Norden herrschenden , äußerst andersartigen Voraussetzungen die Schaffung eines besonderen Regimes für die arktischen und subarktischen Regionen rechtfertigen . Und wir sind froh , daß der „ Avis " der EG über Schweden die nung dieser Tatsache widerspiegelt .
Regionalpolitik ist ein wichtiges Thema in Norwegen . Es ist darum wichtig , daß die EG - Länder eine die Regionen gende Denkweise entwickelt haben , die unsere traditionelle Ansicht über die Rolle der Regionen ergänzen konnte . Dank des neuen Prinzips der Subsidiarität und
gernähe wird die Europäische schaft geneigter sein , die Tatsache in tracht zu ziehen , daß Regionen ihre eigene kulturelle und politische Identität haben , und daß Regionen und Distrikte nicht nur Gegenstand von Entscheidungen sein len , die von anderen getroffen werden , sondern daß sie in der Tat aktiv am Ent - scheidungsprozeß beteiligt sein müssen .
Herausforderungen aus dem Osten
Die andere Herausforderung der wart hat ihren Ursprung im Osten , in der postsowjetischen Gesellschaft und der nung der Grenze im Osten . Während des Kalten Krieges waren die arktischen te wirtschaftlich amputiert , weil sie von ihrem russischen Hinterland isoliert waren . Die nordischen Gebiete hatten immer schon das Potential , eine wichtige Region Europas zu werden . Wenn Menschen in Murmansk und Archangelsk nach Westen blicken , sehen sie die nördlichen Teile von Norwegen , Schweden und Finnland . me Teile Nordwestrußlands haben eine natürliche Wasserverbindung nach ropa durch die Gewässer nördlich der mark .
Es gibt zahlreiche Umstände , die die rentsregion interessant machen . Ich te hier die Möglichkeiten für eine Öffnung der gesamten oder von Teilen der Nord - Ost - Passage erwähnen - die nördliche Meeresroute . Längerfristig kann das sowohl als Alternative zum Transportweg zwischen Westeuropa und Japan sowie bezüglich des Kontakts und des Handels mit der schen Gesellschaft entlang der sibirischen Küste bedeutend werden . Hier liegt eine Reihe von interessanten Herausforderungen für Nordnorwegen , unter anderem was die Versorgungsaktivitäten und die lung des örtlichen Handels im Norden geht .
Wir haben großes Gewicht darauf legt , in die Barentszusammenarbeit ein starkes nordisches Element einzubeziehen . Einerseits die Tatsache , daß wir sowohl das finnische Lappland als auch Norrbotten in Schweden aufgefordert haben , auf lokaler Ebene teilzunehmen und andererseits die Teilnahme der Außenminister der schen Länder in Kirkenes im Januar 1993 bezeugen dies . Auch andere Länder , die an dieser Arbeit interessiert sind , können nehmen .
Zum jetzigen Zeitpunkt werden ten auf dem Festland im Zentrum stehen . Sobald die norwegische und russische gierung über die Abgrenzungslinie in der Barentssee einig geworden sind , kann die Zusammenarbeit dahingehend erweitert werden , daß sie auch größere Gebiete faßt .
Umweltpolitik wird in dieser Phase eine zentrale Rolle spielen . Die Nickel - Fabrik in unmittelbarer Nähe der Grenze ist zur Zeit die größte Einzelquelle der Verschmutzung in Norwegen . Sehr beunruhigt sind wir außerdem über die radioaktive zung durch russische Aktivitäten auf dem Festland und in Meeresgebieten , die in der Nähe unseres Territoriums liegen .
Kulturelle Programme
Eine Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Kulturen , die im Laufe der letzten Generationen nur sporadisch takt miteinander gepflegt haben , kann in den Anfangsstadien durch se und Frustrationen behindert werden . Die Einführung der russischen Sprache in den Schulen , Jugendaustauschprogramme ebenso wie die Zusammenstellung neuer Forschungsprogramme sind Bestandteile unseres Plans in diesem Bereich .
Durch die Barentszusammenarbeit fen wir , ein wertvolles Instrument zur kung der wirtschaftlichen Entwicklung zu schmieden und die Basis für eine stabile siedlung im nördlichsten Teil unseres des zu schaffen . Wir sehen häufig sprechende Beispiele von neuen Möglichkeiten : Ende 1992 waren etwa 4000 Teilnehmer im Gebiet von Murmansk direkt mit dem Telefonnetz von Kirkenes verbunden , 1993 wird es eine Verbindung mit Archangelsk geben . Das ist nur der ste Schritt bei der Modernisierung des samten Kommunikationsnetzes von westrußland mit norwegischer Hilfe .
Die Barentsregion kann auf vielfache Weise zum dynamischen Bindeglied schen der EG im Süden und dem an sourcen reichen Nordwestrußland im Osten werden . Für Nordnorwegen kann das den Abschied von der Rolle der pherie Europas und die Möglichkeit für eine Rolle als Brücke nach Europa ten . Eine solche Brückenfunktion kann auch für Norwegen in einer Zeit hilfreich sein , in der das Land seinen Platz und seine Rolle in
Nr . 4 , 1992
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