der Beigeschmack , daß sich die menden nur „ reinwaschen " wollten , daß sich in Wirklichkeit nichts geändert hatte an der Situation der Ausländer .
Seit etwa einem Jahr wird auch ein Gesetz gegen Rassismus diskutiert . Viele Politiker , die früher dagegen waren , stimmen jetzt nem solchen Gesetz zu , darunter auch der sozialdemokratische Parteivorsitzende Inger Carlsson . In einer Mitteilung des schen Diskriminierungsombudsmanns Frank Orton ( Juli 1992 ) soll so nicht nur Rassismus sondern auch die Mitgliedschaft in schen Gruppen strafbar gemacht werden .
Außerdem wird das Wort „ invandrare " ( Einwanderer ) zunehmend kritisiert : „ Der Begriff sei zu indifferent " , argumentiert u . a . der Autor Erik Bagerstam . „ Die Stereotype Einwanderer zu benutzen bedeutet , daß dividuen und Gruppen unsichtbar gemacht werden und ist deshalb eine Art drückung " , schreibt Bagerstam in einem Artikel in Dagens Nyheter .
Zusammenfassend kann festgestellt den , daß die braune Gefahr in den navischen Ländern genauso präsent ist wie im übrigen Europa . Auch hier ist der Rechtsextremismus / Rassismus eine mende Herausforderung der Demokratie .
In einer Warnung der aus Rumänien stammenden Autorin Ana Maria Narti heißt es unter anderem : „ Die größte Bedrohung für den Frieden ist nicht der strom , sondern die Ausländerfeindlichkeit , die die Krisen unserer heutigen Zeit nützt , um Aggressivität zu verbreiten , mit dem Zweck , die Demokratie mit neuen ( . . . ) Typen von Totalitarismus zu ersetzen " .
Lisbeth Lindeborg ist Schwedin und lebt als Autorin in der Nähe von Frankfurt / M .
HOMOSEXUELLE IN NORWEGEN :
Gleiches Recht für alle
Norwegen hat sich zum land für Schwule und Lesben mausert . Derzeit ist ein Gesetz zur Regulierung homosexueller schaften in Bearbeitung , wie es reits in Dänemark existiert . Der Wunsch nach Adoption bleibt dings auch damit weiter offen .
Raimund Wolfert
Seit in Norwegen 1981 als erstem Staat der Welt ein besonderer strafrechtlicher Schutz vor Diskriminierung für elle eingeführt wurde , gilt das Land national als Vorzeigeland . Das war aus erstaunlich , denn 1972 war es noch das letzte Land in Europa gewesen , das die Kriminalisierung männlicher lität aufhob . Bis dahin konnte sexueller kehr unter Männern nach dem § 213 des Strafgesetzbuches mit bis zu einem Jahr Gefängnis bestraft werden . Sexueller kehr unter Frauen wurde durch den graphen jedoch nicht geahndet . Den setzgebern im Jahre 1902 war er noch gänzlich unvorstellbar . „ Geschlechtlicher Umgang zwischen zwei Frauen , " fragte der norwegische Justizminister damals im ting , „ hat jemand schon einmal davon gehört ? Das ist doch gar nicht möglich ! " .
§ 213 - § 135a : Von der Ächtung zur Achtung
Zwar war der norwegische § 213 ein gesprochener „ Papiertiger " , doch von ihm bis zu den ausgeweiteten Antidiskriminie - rungsparagraphen aus dem Jahre 1981 war es ein weiter Schritt . Dieser Schritt wurde nicht nur auf der Gesetzesebene vollzogen . Die Änderungen im norwegischen setzbuch gingen einher mit grundlegenden Haltungsänderungen unter der schen Bevölkerung . 1967 befürworteten bei einer Meinungsumfrage noch 30 zent der Befragten , daß Homosexualität strafbar war . 1983 waren es nur noch 2 Prozent .
Die ausgeweiteten Antidiskriminierungs - paragraphen des Jahres 1981 waren für die weltweite Arbeit von Schwulen und Lesben für Akzeptanz und Integration ein stein . Die Forderung , Homosexuellen einen besonderen strafrechtlichen Schutz vor kriminierung zu geben , wurde von der wegischen Schwulen - und tion DNF - 48 erstmals 1974 erhoben . Es dauerte aber über 6 Jahre , bis ihre rung im norwegischen Strafgesetzbuch nen Niederschlag fand . Der § 1 35a , ein sultat des norwegischen Beitritts zur Uno - Konvention gegen rung , erhielt hierzu lediglich einen Zusatz . In seiner ausgeweiteten Form wurde der Paragraph am 8 . Mai 1981 durch König Olav V . unterzeichnet . Seitdem ist es in Norwegen strafbar , eine Person oder eine Gruppe von Personen aufgrund ihrer „ mophilen Neigung , Lebensform oder entierung " zu bedrohen , zu verhöhnen oder sie Haß , Verfolgung oder zung auszusetzen . Das Strafmaß kann eine Geldstrafe oder Gefängnis bis zu zwei ren betragen . Über diesen eigentlichen Antidiskriminierungsparagraphen hinaus wurde es 1981 durch den § 349a aber auch Gewerbetreibenden untersagt , nen aufgrund ihrer „ homophilen Neigung , Lebensform oder Orientierung " Waren oder Dienstleistungen zu verweigern . Der Begriff „ homophil " ist als bezeichnend nicht nur für den offiziellen , sondern auch für den verbreiteten Sprachgebrauch in Skandinavien anzusehen . Das Wort , das im Unterschied zu „ homosexuell " den Aspekt der Liebe , nicht der Sexualität zwischen Menschen des gleichen Geschlechtes tont , wird von offizieller Seite zumeist wohl für schwule Männer als auch für sche Frauen gebraucht .
Die beiden Paragraphen des Jahres 1981 haben zweifelsfrei grundlegende tung für Schwule und Lesben in Norwegen bekommen . Zwar hat sich gezeigt , daß sie ihnen weit weniger als erwartet einen len Schutz vor Diskriminierung bieten . So ist der § 135a seit seiner Einführung bis heute erst einmal angewandt worden . Ihr symbolischer Wert ist jedoch nicht zu nen . Die beiden Paragraphen haben den Schwulen und Lesben im Lande unstreitig eine gewisse mentale Sicherheit und ein stärkeres Selbstbewußtsein gegeben . Auch kann davon ausgegangen werden , daß sie maßgeblich dazu beigetragen haben , die
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