DEUTSCH - SCHWEDISCHE BEZIEHUNGSPFLEGE :
Commandanten Hus Stralsund
Nach 250 Jahren wechselhafter militärischer Nutzung wurde das Stralsunder Commandanten - Hus zu einem deutsch - schwedischen Begegnungszentrum abgerüstet .
Hans - Joachim Hacker
Den Touristen wird am Alten Markt in der Hansestadt Stralsund die Bezeichnung eines der Häuser zunächst eigenartig vorkommen : mandanten - Hus . Wer des schen mächtig ist , weiß sofort , was sich hinter dieser Bezeichnung verbirgt . nauso wird es dem Schweden gehen , der diese Worte auch in seinem Wortschatz hat . Unverwechselbar handelt es sich um ein Kommandantenhaus . Die nahezu 200 Jahre andauernde staatliche keit zwischen Schweden und mern erlebt durch diese Bezeichnung eine kleine Reminiszenz .
1648 bekam Europa nach Jahrzehnten des Krieges durch die Friedensschlüsse von Münster und Osnabrück endlich Frieden . Schweden erhielt als macht Vorpommern , Wismar , Bremen und Verden zugesprochen . Stralsund , das bereits seit 1628 mit Schweden traglich verbunden war , wurde 1720 zur Hauptstadt Schwedisch - Vorpommerns . Wenn auch schon fast 100 Jahre sonsstadt und mit einem Kommandanten versehen , hatte dieser zunächst kein sonders ansehnliches Domizil . Bereits in der schwedischen Matrikel von 1706 / 07 ist eine Kommandantur am Alten Markt belegt . Es heißt dort unter anderem : ses Hauß hat keine Gerechtigkeiten ,
Dr . Hans - Joachim Hacker ist Historiker und leitet das Archiv der Hansestadt Stralsund .
Acker Garten oder Wiesen , ist von der Stadt privilegiret , und zum beständigen Commandanten Hause geleget . Drei Wohnungen , ein Boden und ein Keller befanden sich darin .
1746 wurde deshalb an fast der gleichen Stelle das noch heute dene Gebäude errichtet In ihm und dem gängerbau dierten zwischen 1628 und 1890 immerhin 66 danten , darunter 36 schwedische ,
2 dänische , 3 kurbrandenbur - gische , 9 zösische und 16 preußische .
Nach dem ner Kongreß , der mern an Preusen brachte , bekam das Haus einen neuen Eigentümer . Der preußische Staat warb es , und seither blieb es stets im Besitz der jeweiligen deutschen Armee .
Bei einer Restaurierung der Fassade im Jahre 1937 wurde das in Stuck tigte farbige Relief des Stralsunder Stadt -
Das Commandanten - Hus in den zwanziger Jahren
wappens aus der Schwedenzeit im beldreieck durch eine neue Form in grauem Kunststein ersetzt . Auch der nenausbau erfuhr Veränderungen . Knapp 25 Jahre später , 1951 , wurde das Wappen dann allerdings ganz entfernt . Zu dieser Zeit war das Haus Sitz der SED - Kreisleitung . Zwei Jahre danach übernahm die Polizei und daran ließend die Volksmarine der DDR das Gebäude , die es als Kulturhaus nutzten . Größtenteils war es auch der rung zugänglich .
Am 28 . März 1991 wurde das danten - Hus auf Wunsch der Bürgerschaft von Bundesmarine und gensverwaltung an die Hansestadt sund übergeben . Ein wesentlicher ke bestand darin , hier ein Zentrum deutsch - schwedischer Begegnungen zurichten . Ansatzpunkte dafür sind ben . Schwedische Gastronomie hat bereits Einzug gehalten , und erste Ausstellungen mit schwedischen The - men haben gefunden . Für die am 28 . März 1990 gründete Deutsch - Schwedische sellschaft mit Sitz in sund ist das Haus schen zur Heimstätte geworden . Sie nutzt den Saal für ihre sammlungen und großen Vorträge wie das minzimmer für che Runden und Video - Abende . sonders freulich ist die Tatsache , daß der Gesellschaft die se Nutzung nes Büroraumes als Vereinszimmer vom Oberbürgermeister gestattet wurde . Die Gesellschaft sieht es selbstverständlich als ihre Pflicht an , im Commandanten - Hus den Gedanken der deutsch - schwedischen Beziehungen aktiv zu pflegen . ■
Nr . 4 , 1992
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