Farbfotos angereichert werden . Mehrere Register , eines der Orte mit ausführlichen Verweisen auf die Stichworte , eines der Künstler und eines der verwendeten ausdrücke , machen den Band zu einem wertvollen Wegbegleiter auf der Reise .
Auch wenn er nicht zum Schmöckern konzipiert ist , läßt er schon bei der planung Vorfreude aufkommen und wird mit Sicherheit auch nach der Rückkehr aus dem Urlaub gelegentlich zur Hand men werden .
Für Stockholm ist übrigens ein eigener Band erschienen .
Etwas breiter ist der im DuMont - Verlag erschienene Kunstreiseführer von Werner Heinrichs angelegt . Sein Publikum ist klar eingegrenzt : Kunst - und te sollen hier auf ihre Kosten kommen . Dahinter treten Gesellschaft und Politik , die Schilderung des Naturraums ( darunter recht ausführlich die Nationalparks ) sowie praktische Reisehinweise zurück und sind entsprechend sehr kurz gehalten .
Nach einer Einführung in die te der Kunst , der Kultur und des Landes sind drei Viertel des Bandes den Orten und Sehenswürdigkeiten gewidmet , die , angereichert mit zahlreichen Plänen , tos und Karten , auf Kunst und Kultur hin ausführlich geschildert werden .
Ergänzt wird der mit zahlreichen chen und Gemälden bestückte Band durch ein Glossar zu Fachbegriffen , ein Literaturverzeichnis und mehrere Register .
Wer viel Kultur sehen will , aber auf tere Informationen zur Vorbereitung und Durchführung der Reise und über Land und Leute verzichten kann , ist hier gut bedient .
In eine ähnliche Kerbe schlägt Günter Bergfeld mit seinem Kunst - und rer mit Landeskunde bei Kohlhammer . Ein Viertel seines Buches ist dem cheren landeskundlichen Überblick über Geographie , Geschichte , Politik , schaft , Kunst und Kultur vorbehalten .
Der zweite Teil , der den Rest des des beansprucht , stellt die keiten entlang den Hauptstrecken durch das Land vor . Dabei macht Bergfeld reiche Abstecher , sodaß eine Unmenge auch kleinerer , teilweise sehr versteckter Örtlichkeiten zum Zuge kommen . Der Band besticht durch erstaunlich reiche und detaillierte Beschreibungen ( wähnt sei hier im Vergleich zu anderen Führern nur Ystad ) , die , unterstützt durch zwar konventionelle , aber nicht zuletzt
dadurch sehr übersichtliche Pläne , send über die Gegenden informieren .
Auch wenn die neun Seiten Praktische Hinweise für die Vorbereitung der Reise relativ wenig Nutzen haben , ist dieser kombinierte Band aufgrund seiner fülle und seiner durch den festen Einband sowie das handliche Format guten habung sein Geld ( und das sind immerhin 79 , - DM ) wert .
Ein anderer Ansatz liegt Axel v . Gado - lins Band Schweden : Geschichte und Landschaften aus dem Prestel - Verlag grunde . Der geschichtliche und schaftliche Überblick liegt dem Autor am Herzen . Der mit zahlreichen Stichen , Gemälden und recht detaillierten Karten versehene Text schildert die schwedischen Landschaften ( vor allem die Süd - und Mittelschwedens ) vor ihrem historischen Hintergrund , wobei er mit vielen weithin unbekannten Details aufwarten kann .
Einer kurzen Einführung über die stehung und Aufteilung des Landes sowie seine Bevölkerung folgt ein 90seitiger , weitgehend an Personen orientierter Durchgang durch die Geschichte , bevor die Landschaften und Gegenden zu ihrem Recht kommen .
Der Stil ist reich und nuanciert , gleich auch manchmal etwas gesetzt . So werden die schwedischen Landschaften hier mit Gaue übersetzt , die zirke heißen Landeshauptmannschaften .
Erfreulich ist , daß dem Lesevergnügen keine praktischen touristischen Hinweise hinzugefügt wurden : Sie dürften auch für den angepeilten , auf jeden Fall hend interessierten Leserkreis mit kenntnissen auch weniger wichtig sein .
Die Überflüssigen
Einen halsbrecherischen Galopp durch Geschichte , Politik und Gesellschaft Schwedens unternimmt Gerhard Austrup mit seiner bei der C . H Beck'schen handlung erschienenen Länderkunde . Eine reine Vergewaltigung . Und das nicht nur aufgrund des gering veranschlagten Um - fangs : Der Autor hatte ohnehin Mühe nug , die vorhandenen 160 Seiten zu füllen . Warum sonst müßte er auf zwei derfolgenden Seiten fast wörtlich holen , daß Finnland Ende der 60er Jahre 3 Prozent seiner Arbeitskräfte an Schweden verlor . Eine von zwei Seiten über die
dische Zusammenarbeit ist der haften Schilderung schwedisch - dänischer Zwistigkeiten vorbehalten .
Der Band wimmelt von Plattitüden , sprachliche Ungeschicklichkeiten len die Aussagen bis zur Unkenntlichkeit . Was besagt denn schon der mit Punkten endende Hinweis darauf , daß der union die Verkleinerung der schen Marine nicht unbekannt geblieben sein dürfte ? Passagen wie „ Daß Gustav Vasa Pergamentbände aus den ken benutzte , um damit Rechnungen zubinden , sagt wohl genug über sein hältnis zur Kultur aus " sagen vor allem wohl genug über die Sorgfalt Austrups beim offenbar eiligen Zusammenschreiben dieses Opus aus . Janssons frestelse falls , ein Kleinod der schwedischen Küche , verkommt zur „ Versuchung irgendeines Herrn Jansson " !
Eine Überarbeitung allein wird die Mankos nicht beheben können , der Band sollte neu geschrieben werden , um nicht hinausgeschmissenes Geld zu ben .
Ohne Plattitüden geht es auch bei Petra Spaarschuhs , in der Reihe „ Preiswert sen " im Hayit Verlag erschienenen Band nicht .
Zwar werden im ersten Teil die sen von Reiseveranstaltern ( ob wohl de ihre Leserschaft mit ihnen fahren wird ? ) und andere zur konkreten reitung hilfreiche Adressen angegeben , nach sechs langweiligen Seiten „ te und Politik " werden jedoch nur noch die Orte mit ( oder eben ohne ) ihre henswürdigkeiten , und zwar eben nicht , wie angekündigt , nach Landschaften ordnet , durchgenudelt , wobei detaillierte Informationen über Sehenswürdigkeiten , so diese denn aus der Auflistung haupt hervorgehen , aus anderen Quellen bezogen werden müßten . Die groben ten , die nicht einmal das Seitenformat voll ausnutzen , besitzen zudem für die tierung vor Ort nahezu keinen wert .
Die zu den einzelnen Orten nen Adressen von Touristbüros sowie Campingplätzen und Jugendherbergen , die weiter nicht beschrieben werden , sind gen geringe Gebühren auch anderweitig zu beziehen . Wer also wirklich preiswert reisen möchte , sollte seinen Geldbeutel nicht auch noch mit dem Kauf dieses seführers belasten . ■
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