Kaum mehr Informationen als terschriften wie „ Wenn Sie sich verlaufen : Ameisenhaufen weisen stets nach Süden " enthalten die weithin unkommentierten und nicht gewichteten Aufzählungen der Orte und Sehenswürdigkeiten im zweiten Teil . Gründliche Reiseplanung erlaubt der Führer dadurch leider nicht .
Ebenfalls eine Kombination aus gründen und Reisezielen ist der von hold Dey in der DuMont - Reihe „ Richtig reisen " herausgegebene Band .
Zunächst beleuchten 30 Beiträge cher Koautoren und - autorinnen alle chen Facetten Schwedens und seiner wohner . In teilweise übertrieben flottem Stil werden einem hier Land und Leute gebracht . Neben ausgezeichneten Beiträgen wie etwa Jörgen Detlefsens Stockholm - kel , E . Michael Salzers zu schwedischen Ku - linaria , Peter Janz' über das Nordlicht und die Artikel von Marianne Thormälen über das Königshaus , Traditionen und das Schwedische Modell finden sich hier leider auch Erlebnisberichte wieder , etwa über die Ausflüge Bettina Oestens nach Öland und Gotland ( „ Und doch ! Hat man sich als Kind , wenn einem die Geschichten Astrid Lindgrens vorgelesen wurden , nicht gerade solch eine Kulisse vorgestellt ? " ) . Auch Axel Thormälen bleibt in seinen Beiträgen über Schweden und die Schweden sowie die schwedische Jugend weit hinter seiner Frau zurück : Der Tip , Zugang zum „ Schweden " durch eine Flasche mitgebrachten Whiskys zu finden , zeichnet ebensolche Klischees wie die Behauptung „ In der Natur des Schweden liegt nämlich auch eine sehr stechende Gewitzheit , ein gewisser dungsgeist und eine Bauernschläue , die nen immer wieder erstaunt " .
Eine gute Idee ist der Ansatz , Orte und Sehenswürdigkeiten nicht unübersichtlich zu häufen und damit die Auswahl zu schweren . Dey umgeht diese Falle , indem er einige miteinander kombinierbare ten durch das Land vorschlägt und an nen entlang Orte und Sehenswürdigkeiten bespricht .
Die 50 Seiten „ Schweden - nen " , die der Band ebenfalls enthält , ben reichhaltige Tips inklusive Adressen für die Reise mit und machen den Band , der auch die Bedürfnisse von Familien berücksichtigt , zu einer runden Sache .
Gerhard Eckert versucht in seinem beim Walter - Verlag erschienenen Reiseführer seinen Lesern und Leserinnen Schweden
als Reiseziel nicht nur in Vorwort und Einleitung schmackhaft zu machen , und das auf streckenweise geradezu hafte Art . Warum eigentlich ? Sollte der Kauf des Buches an sich doch schon leg genug für bestehendes Interesse sein !
Schwerfällig und langatmig beginnt er mit einer Beschreibung der Landesteile . Überhaupt gelingt es ihm auch im fe des Buches immer wieder nur mühsam , zur Sache zu kommen .
Überflüssig könnte man auch die etwa 30seitige Nacherzählung von Selma gerlöfs „ Nils Holgersson " nennen , der nehin zur Lektüre empfohlen wird .
Ausgesprochen kurz bleiben die führungen zu Musik , Film , Literatur und Medien , über Theater und Ballett erfährt man praktisch nur , daß auch sie ren . Hingegen halten sich bekannte schees , etwa das der , obwohl mit genständen vollgestopften , unverriegelten Sommerhäuser .
Die Beschreibungen der einzelnen schaften mit Orten und Sehenswürdigkeiten sind unübersichtlich : Im fortlaufenden Text werden sie abgehakt , und das nicht einmal ausführlich , wobei auch noch viel Platz für Wegbeschreibungen verloren geht .
Für Selbstentdecker
Als unkonventionell preist der Martin Velbinger Verlag sein gramm an . Durchaus zu Recht , wenn man den Band von Marlen und Bert Baesgen ansieht .
Er ist vollgestopft mit Reiseinformationen und informiert durchaus umfassend , wobei im Vordergrund das Reisen selbst steht . terkunft und Restaurants , Einlaufsgelegen - heiten und Sportmöglichkeiten , nicht nur für den schmalen Geldbeutel , werden führlich besprochen . Ljungens Camping in einem achtzeilige Absatz ausführlich zu schreiben , um ihn dann „ insgesamt nicht sehr empfehlenswert " zu nennen , ist dings reine Platzverschwendung . genüber bleiben die landeskundlichen formationen oberflächlich .
Die Unkonventionalität fordert im out erhebliche Opfer . Die durchweg len Seiten werden durch Klammern , Sternchen , Symbole und gen sowie die in Größe und Art variierte Schrift leider nur unzureichend riert . Die Karten und Stadtpläne sind
ebenfalls unübersichtlich , nicht zuletzt weil sie handgezeichnet sind und teilweise zum Lesen gedreht werden müssen . Eine weniger schnörkelige Schrift hätte die barkeit entscheidend verbessert .
Ein weiteres Manko , unter dem der Band leidet , ist die Sprache . Ob das noch der vom Verlag versprochene locker - bendige Stil ist , bleibt dahingestellt . Die Informationen werden fast durchgehend im Telegrammstil verabreicht . Zudem fällt auf , daß mal einer der beiden Autoren spricht , dann wieder von beiden die Rede ist . Neben Ausdrücken wie „ relaxing " , „ Gurkerei " und „ Klartext : . . . " , die sicher noch Geschmackssache sind , tauchen doch auch Bezeichnungen wie „ echt stark " , „ super " und „ unheimlich toll " auf , deren Aussagen wenig konkret sind . Zum Jargon gehört auch das „ T . I . " , gemeint sind die Touristbüros . Die Wikinger übrigens zogen „ durch die ehemalige UdSSR " . . .
Der Sprachkurs ist wenig anwendungs - orientiert ( was nützt es einem schon , stellen zu können , daß das Wetter schlecht ist ? ) und steckt voller Fehler .
Der aufgrund seiner reichhaltigen seinformationen an sich empfehlenswerte Band sollte im Hinblick auf Sprache , out , Druckfehler und Sprachkurs beitet werden .
Süd - und Mittelschweden auf eigene Faust von Robert Bohn und Rainer Gehr - ke möchte aktiven Urlaubern das den und Erleben Südschwedens tern : Kanufahren , Wandern , Radfahren und Angeln stehen im Mittelpunkt .
Der Band hält aber bei weitem nicht , was er verspricht . Dem Kanusport werden noch etwa 40 Seiten gewidmet , auf denen neben den Adressen der Kanuzentren und Routenbeschreibungen allerhand che Informationen gegeben werden . Das Radfahren fällt dagegen mit fünf vorschlägen , die alle in Halland bleiben , schon bedeutend magerer aus . Dem dern werden für 14 Wanderwege samt formationsadressen nur noch knapp zwei Seiten , dem Angeln gar nur eine einzige zugestanden . Das auf der Rückseite des Buches angekündigte zeichnis entfällt , das kurze Kapitel über Camping und Jugendherbergen besteht diglich aus einigen knappen Hinweisen .
Die handgezeichneten Karten sind nicht zuletzt aufgrund der dünnen Linien und Beschriftung schwer zu entziffern , die Kar -
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NORDEUROPA
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