SCHLESWIG - HOLSTEIN :
Frauen in bester Verfa§§ung ?
Vom 12 . bis 13 . September 1992 machten Frauen in Kiel Messe , die einen Überblick über Fraueninitiativen in Schleswig - Holstein geben sollte . 120 Organisationen präsentierten sich im Audimax der Kieler Universität und boten auf kleinem Raum einen blick über die erstaunliche Vielfalt des Frauenengagements .
Katharina Engelbrecht
In den letzten 20 Jahren hat sich - nicht nur - in Schleswig - Holstein eine konstruktive Bewegung entwickelt , die einen wesentlichen Anteil an einer notwendig neuen Interpretation des kels 3 , Abs . 2 unseres Grundgesetztes hat , der da lautet : „ Männer und Frauen sind gleichberechtigt . " Die Initiative „ Mehr Frauenrechte ins Grundgesetz " , die auch von Männern unterstützt wird und vom Frauenministerium Schleswig - Holsteins , dem Landesfrauenrat und der beitsgemeinschaft der kommunalen Gleichstellungbeauftragten ins Leben rufen wurde , setzt sich explizit für eine solche Neuinterpretation ein . Sie fordert die Veränderung des Grundgesetzes , denn sie sieht es als eine Aufgabe des Staates an , die Bedingungen für die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Gesellschaft zu schaffen . Unter dem Motto „ Frauen in bester Verfa§§ung , Männer in bester Gesellschaft " tierte auch sie sich auf der Kieler Messe .
Grenzübergreifende Zusammenarbeit
Im Rahmen der Gewerkschaftsarbeit stellte sich ein interessantes Projekt wig - holsteinischer und dänischer Frauen vor . Unter dem Motto „ Grenzen - lose Frau - en - Power / Kvinder kender ingen Graenser " schlössen sich im vergangenen Jahr lose Frauen zusammen , um über
me und unterschiedliche Konsequenzen rer Arbeitslosigkeit in beiden Ländern zu sprechen und vor allem gemeinsam Arbeit im Grenzbereich zu schaffen . Kein leichtes Vorhaben , gibt es doch auf dem schen und hier vor allem auf dem wig - schen markt ein Nord - Süd - Ge - fälle , das die Grenzregion zum landes - wie weiten haus werden läßt , in dem die Frauen als erste ohne beit sind . Das Projekt hat doch eine starke Lobby , denn es ist im gangenen Jahr aus einem Treffen der engewerkschaft in Dänemark , KAD ( Kvindeligt Arbejderforbund i Danmark ) , und der WbF ( Weiterbildungsberatung für Frauen ) in Flensburg entstanden . Die sche Gewerkschaft und der DGB als Träger der Weiterbildungsberatung stehen also hinter ihm . Obwohl zur Zeit noch in der
Phase gegenseitigen Kennenlernens , ist das erste Ziel , die Gründung einer schen Ferienkolonie für Kinder und gendliche aus dem europäischen Ausland in Tonder , bereits anvisiert .
Die deutsch - skandinavische arbeit im Rahmen der Fraueninitiativen schränkte sich , soweit es die Präsentation auf der Messe betraf , ansonsten im lichen auf den Verkauf von sogenannten „ Schwedenhappen " , herzförmigen Pla - stikdöschen mit einer vielfältigen auswahl , angeboten von Pro Familia .
Frauen nur als Teilprogramm
Viele der schleswig - holsteinischen tiativen sind jedoch nicht rein zifisch , sondern nur Abspaltungen mein zugänglicher Organisationen . So präsentiert sich die Landesbank wig - Holstein , deren führende Köpfe zwar immer noch Männer sind , als on , die intensiv an der rung der Frau in den Beruf arbeitet . Oder das Landesfunkhaus Schleswig - Holstein ,
an dessen Spitze ebenfalls die Männer minieren , informiert über besondere Frau - enförderprogramme . Böse Zungen mögen behaupten , daß sich - sieht man sich die Organisationsstruktur vieler an der Messe beteiligter Initiativen an - in Schleswig - Holstein noch nicht viel auf dem Gebiet der Frauenbewegung getan habe . Erst sehr langsam verändern sich Strukturen .
Nr . 4 , 1992
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