mindest in einigen Bereichen , auch auf parlamentarischer Ebene , beiten . Das Netzwerk der tionen ( NYTKIS ) vereint z . B . alle gruppen der politischen Parteien und ist ein Beispiel für eine neue Art politischer Zusammenarbeit von Frauen .
Geteilte Staatsbürgerschaft
I
Die Entwicklung von Sozialpolitik und Wohlfahrtsstaat basierte auf den sprüchen zwischen Produktion und duktion . Feministinnen vertraten den Standpunkt , daß nicht nur der Klassen - , sondern auch der Geschlechterkonflikt mit der sozialen Wohlfahrtpolitik verknüpft ist . In der bürgerlichen Gesellschaft und in parlamentarischer Politik beschäftigen sich Frauen - als Bürgerinnen - hauptsächlich mit sozialen Wohlfahrtsfragen , die gerade Sensibilität gegenüber den ten zeigen , während sich die Aktivitäten der Männer auf Ökonomie , Produktion und industrielle Beziehungen ren . Der in den siebziger Jahren größer wordene Anteil von Frauen an den schäftsbereichen der Regierung kann teilweise damit erklärt werden , daß es - gen des sich entwickelnden staates - üblich wurde , zwei Minister für Soziale Angelegenheiten und Bildung zu ernennen . Frauen schienen für diese Arbeit besonders gut mit Erfahrung und kenntnis der sozialen Wohlfahrtspflege ausgestattet . Die Politisierung der lichen und sozialen Reproduktion und ganisation des Alltagslebens führte in den nordischen Ländern allgemein zur tion von Frauen in die Arbeiterschaft , lamentarische Politik und staatliche nistration . Es ist bekannt , daß Frauen den größten Teil der bezahlten ( und ten ) Arbeit auf dem Gebiet der sozialen beit , der Gesundheitsfürsorge und der dung leisten . Dies bahnte ihnen den Weg in die Politik , Verwaltung und Spitzenpolitik .
Oder sollten wir lieber sagen , sie ten die „ Erlaubnis , sich um ihre eigenen Geschäfte zu kümmern " ?
Frauen in sich wandelnden turen
In der Politik scheinen Frauen heute wirklich präsent zu sein - zumindest dort ,
Frauen :
Finnland vorn
Was wir immer schon wußten , die Wissenschaft hat es jetzt bestätigt : Eine Untersuchung der Vereinten Nationen belegt , daß Frauen am sten in Skandinavien behandelt werden . Im Gender - sensitive Human Development Index den die Lebensbedingungen von Frauen mit denen der Männer in 160 Ländern verglichen . Auf Platz 1 der Fairneß - Skala rangiert Finnland , gefolgt von Schweden und Dänemark , gen steht auf Platz 5 . Nur Frankreich stört auf Platz 4 die skandinavische Eintracht der fairsten . Den Schlußplatz belegt Kenia , wo die Frauen nur die halbe Lebenserwartung der Männer haben ; in Europa bilden Irland und tugal die Schlußlichter .
Gemessen wurde geschlechtsspezifisch u . a . die Relation der Erwerbseinkommen , der wartung , der Berufs - und Bildungsmöglichkeiten , der Frauenrechte , der Gesundheitsfürsorge , rielles Glück und soziale Umwelt .
In Finnland , in dem als erstem Land der Welt eine Frau zum Verteidigungsminister berufen wurde ( Elisabeth Rehn ) , haben die Frauen die höchste Lebenserwartung , die sten bürgerlichen Rechte und besten chancen , ihr Einkommen ist fast genauso hoch wie das der Männer . In Finnland nehmen auch im weltweiten Vergleich die meisten Frauen Spitzenpositionen in Politik , Wirtschaft und Gesellschaft ein . Indikatoren der Nicht - minierung von Frauen im Sinne der Studie sind die Tatsachen , daß 85 Prozent der schen Frauen im erwerbsfähigen Alter tätig sind . 20 Prozent erarbeiten das eneinkommen ; 65 Prozent der verheirateten Frauen arbeiten , 15 Prozent aller finnischen Kinder leben in Ein - Eltern - Familien , deren Vorstand eine Frau ist .
wo Entscheidungen über Bereiche , die ihre unmittelbaren Lebenssituationen treffen , gefällt werden . Aber auch dies stimmt nicht ganz . Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Regierung das ste Forum , das Entscheidungen über die Wohlfahrtspolitik traf . Diese Rolle der Regierung wurde ab den sechziger Jahren allmählich wichtiger , und gleichzeitig ringerte sich offensichtlich die Fähigkeit des Parlaments , seine politische Macht auszuüben . Es wird von der wachsenden Bedeutung der administrativen rie und ( Neo - ) Korporatismus chen . „ Korporative Demokratie " mag
Männer der Arbeiterklasse ( bzw . deren Eliten ) in die Politik integriert haben , dies trifft aber nicht für Frauen und ihre essen zu , sie bekamen zwar mehr „ stitutionelle " politische Macht , wurden aber im gleichen Moment durch die porative Demokratie aus neuen Arenen und Mechanismen ausgeschlossen . Das korporative System ist eng mit dem schen Wohlfahrtsstaat verbunden . Mehr als in anderen westlichen Ländern hat hier die Rolle des Staates ( und der administration ) eine große Bedeutung in bezug auf die Steuerung des öffentlichen Lebens und die Vermittlung von interessen auf dem Arbeitsmarkt . Wie in den Komitees sind die Frauen im rativen System entweder abwesend oder unterrepräsentiert . Weiterhin scheinen Organisationen , die Fraueninteressen treten , wie beispielsweise von Frauen minierte Gewerkschaften , eine ziemliche Randstellung einzunehmen .
Männliche Machtpolitik und weibliche Wohlfahrtspolitik ?
In der von Finnland zusammengestellten Delegation für die Verhandlungen schen der EFTA und der EG befanden sich sechs Männer und eine Frau ( eine kretärin ) . Der Weg , auf dem sich Finnland dem gemeinsamen europäischen Markt vielleicht anschließt , scheint von Männern gezeichnet und verhandelt zu werden .
Die sogenannte ( fiskalische und sche ) Krise des Wohlfahrtsstaates hat auch Finnland erreicht . Der Wohlfahrtsstaat ist zum Sündenbock für den Abschwung der finnischen Ökonomie geworden . ristisch für die Nordischen ten sind die vom Staat organisierten und ausgedehnten Sozial - und sorgesysteme , die für alle Bürger errichtet wurden . Der Wohlfahrtsservice - wie das öffentliche Tagesstättensystem - ist für en von großer Bedeutung . Und gerade ser „ Wohlfahrtsservicestaat " ist in Gefahr .
Eine Zukunftsvision ist , daß die nale ( Wohlfahrts ) politik nach und nach in die Hände der Frauen gegeben wird , während sich Männer um internationale „ Europapolitik " , die der nationalen oder einer neuen Art - der lokalen - Politik Schranken setzt , kümmern . ■
Übersetzt von Katharina Bahr
NORDEUROPA

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