Freitích , es gibt genug blödsinnige Frauen - de und Weibs - Verderber unter den gelehrten Eseln männlichen Geschlechts , die dem Weibe anraten , sich dergestalt zu entweiblichen und alle die heiten nachzumachen , an denen der „ Mann " in Europa , die europäische „ Mannhaftigkeit " krankt , — welche das Weib bis zur „ allgemeinen Bildung " , wohl gar zum Zeitungslesen und Politisieren terbringen möchten
Friedrich Wilhelm Nitzscbe , Philosoph , 1844 - 1900
Fraueninteressen in der Politik
Die Debatte über die Unterrepräsentie - rung oder Randstellung von Frauen in der parlamentarischen Politik ist sicher voll , um sich des langen noch zu den Weges bewußt zu werden . Der ste Schritt ist aber die Frage , inwiefern sich Politikerinnen in ihrer übung von ihren männlichen Kollegen unterscheiden . Mit anderen Worten :
Machen Frauen einen Unterschied in der Politik ? Über Fraueninteressen in der tik zu sprechen , bedeutet festzustellen , daß das Geschlecht einen politisch den sozialen Unterschied darstellt . Obwohl eine Menge von Unterschieden zwischen Frauen bestehen , haben sie doch eins meinsam : Sie sind Frauen . Und Frauen wollen in der Politik als geschlechtliche Personen - als Frauen - präsent sein . Aber was passiert , wenn sie dort hingelangen ? Handeln sie als Frauen ? Und was läßt uns das annehmen ? Ich bin in meiner Studie „ Finnish Women in Top - Level Politics " der Frage , was es für eine Politikerin bedeutet , eine weibliche Politikerin zu sein , gangen . Hierfür interviewte ich frühere nische Ministerinnen . Gerade nen der siebziger Jahre glaubten , daß das Geschlecht in der Politik nicht wichtig sei und damit nichts zu tun hat . Zu dieser Zeit wurde in Finnland viel über gleichheit diskutiert . In den achtziger ren war es dann schon ein vertrauter blick , Frauen in den Korridoren des Parlamentsgebäudes zu sehen . Die jüngere Generation , die Ministerinnen der ger Jahre , schienen sich mehr dessen wußt zu sein , daß eine Frau in der den Politik noch eine Frau ist , wenngleich ihr Geschlecht nicht immer ein Hindernis ist . Jüngere Spitzenpolitikerinnen waren durch die neue feministische Bewegung prägt . Es ist vielleicht angebrachter zu gen : Macht Feminismus einen Unterschied in der Politik ?
. . . inmitten hierarchischer und ter Schwesternschaft
Wenn wir glauben , daß Frauen einige meinsame Interessen haben ( und wenn es nur der Wunsch ist , in der Politik präsent zu sein ) , ist es wichtig , Verbindungen über ideologische und Parteigrenzen hinweg aufzubauen . Dies passierte in der
schichte von Frauen - nen und - bewegungen sind Beispiele für ihre Zusammenarbeit . Auf höheren Ebenen der politischen Arena ist es für Frauen schwieriger , Verbindungen herzustellen . Als Mitglieder der nationalen Regierung sind Frauen darauf festgelegt , die Politik rer Parteien auszuüben , und je umfassender und bedeutender politische Fragen werden , um so mehr stehen sich normalerweise die politischen Parteien gegenüber . Auch tische Fragen , die die Lebensbedingungen und sozialen Rechte von Frauen betreffen , haben die Frauen nach Parteigrenzen trennt . In den siebziger und achtziger ren forderten die Sozialdemokraten spielsweise mehr kommunale Tagesstätten , die Zentrumspartei dagegen unterstützte die Haus - Mütter . Auch Frauen auf den hen politischen Ebenen stimmten in dieser so wichtigen Frage nicht überein . Dies mag tiefe Wurzeln in der Vergangenheit haben . Es wird behauptet , daß die soziale Stellung von Frauen augenfälliger als das schlecht eine Erklärung für deren politische Aktivitäten ist , obwohl Frauen in denen Schichten die gleichen biete hatten . Dieses Phänomen wird die „ hierarchische Schwesternschaft " genannt und kann damit erklärt werden , daß kerinnen ihre Klassen - und teressen vertreten haben .
Die Strategien der Frauen in der mentarischen Politik
Die Frauengruppen der politischen teien sind für die politische Partizipation von Frauen sehr wichtig . Bis mindestens
in die siebziger Jahre waren pen die hauptsächlichen lichkeiten in die Partei - , Parlaments - und auch in die Spitzenpolitik . Von den ger Jahren bis 1960 waren Frauengruppen der politischen Parteien die einzigen , che weibliche Kandidaten für die rung vorschlugen . Die Ministerinnen ser Zeiten waren häufig auch in führenden Positionen von Frauengruppen oder ren großen Frauenorganisationen . In den sechziger und siebziger Jahren kamen die Frauen zunehmend aus verschiedenen Gremien der politischen Parteien , während die Frauengruppen allmählich an Bedeutung als Druck ausübende Gruppen innerhalb der Parteien verloren . Man kann sagen , daß seit den siebziger Jahren die von Männern bestimmten gremien politischer Parteien die den Kabinettsministerinnen auswählten . Frauen als eine Gruppe verloren ihre trolle über Nominierungen für die zenpolitik , es gab nun wesentlich mehr Politikerinnen als zu früheren Zeiten . Die Modernisierung verringerte die schiede zwischen den verschiedenen zialen Gruppen - auch zwischen den Frauen . Finnische Frauen sind heute gut ausgebildet und arbeiten zu einem großen Teil außerhalb des Hauses in verhältnissen . Mehr als die Hälfte aller Lohnempfänger Finnlands sind Frauen . Probleme , wie z . B . die der arbeitenden Mütter , verbinden die Frauen . Sogenannte Konsenspolitik bewirkte eine größere Annäherung zwischen den politischen Parteien , Gleichstellungspolitik ist zu nem legitimierten Teil der Staatspolitik worden , für Frauen wurde es möglich ,
Nr . 4 , 1992
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