THEMA 
Weise mit dem Geschlecht verknüpft sind . Abstrakte Äußerungen über „ weiblichen Konservatismus " ohne Berücksichtigung des regionalen Kontextes finden daher in dieser Studie wenig Unterstützung . 
Unsere Ergebnisse bieten wenig Anlaß , Lehrer als Megaphone der politisch tigen zu verstehen . Was wir fanden , könnte man als Ausdruck liberaler hegemonischer Einstellungen sowie einer radikaleren position gegen diese Hegemonie innerhalb des Lehrerberufes verstehen . Aus dieser Perspektive könnten die präsentierten len Anzeichen der relativen Stärke „ trans - formativer " im Gegensatz zu den „ duktiven " Intellektuellen innerhalb des Lehrerberufs in den einzelnen Ländern sein . Darüberhinaus bieten unsere nisse wenigstens eine teilweise Erklärung für die Probleme bei der Durchführung pädagogischer Reformen . Wir haben hen , daß Lehrer oftmals in Opposition wohl zu den entscheidungsfällenden perten , als auch zu den politisch Mächtigen stehen . Wenn solche Orientierungen unter den Lehrern vorherrschen , wird die führung von Reformentscheidungen scheinlich problematisch sein . 
Lehrer neigen nicht dazu , sich mit der Arbeiterklasse zu identifizieren . Allerdings ähneln sie den Arbeitern in ihrer on zur vertikalen Arbeitsteilung . In der ganisationswelt der Lehrer gibt es weder für Chefs noch für Experten große zung . Lehrer sind oft in der Opposition und sie streben häufig nach keit . Für uns ist das ein Hinweis darauf , wie schwierig es ist , die scheinbar sprüchlichen Stellungen und Perspektiven von Lehrern als einerseits „ frei - den Individuen " und andererseits ten wohldefinierter sozialer gen in einer von anderen organisierten Welt festzumachen . Dieser Befund könnte in Zusammenhang gesehen werden mit Claus Offes Argument , der Staat sei seiner eigenen Natur nach widersprüchlich und diese Tatsache werde von denen reflektiert , die ihm dienten . Als Praktiker eines alten Berufes sind die Lehrer von besonderem Interesse . Ihre Skepsis gegenüber der beitsteilung und ihre geteilten politischen Orientierungen könnten möglicherweise Zeichen einer „ post - modernen " Sichtweise sein - ironischerweise in einem Beruf , der ursprünglich mit dem Aufstieg des Projekts der Moderne verbunden war . ■ 
Übersetzt von Till Behrend . 
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JAHRBUCH FÜR FINNISCH - DEUTSCHE LITERATURBEZIEHUNGEN 
Helsinki 
Herausgegeben von Hans Fromm , Maria - Liisa Nevala , Kurt Nyholm und Ingrid Schellbach - Kopra 
• Neue finnische Literatur 
• Kulturbeziehungen 
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ISSN 0781 3619 
nordeuropa 
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