biet der U - Bootjagd . In einem Interview für Da - gens Nyheter vom ar dieses Jahres sprach er sogar von einem „ Hirngespinst " , dem die U - Bootjäger zen würden . Ähnlichen Gedanken gab kurz nach auch Bill Norén , bis Dezember 1991 Chef der und lung bei der mer Küstenartillerie , Ausdruck . Er resü - miert auf seine Tätigkeit blickend : „ Es mag schon merkwürdig anmuten . Aber heute sehe ich , daß mein Wirklichkeitsbild und das anderer in großem Ausmaß vom Aufklärungspersonal des Armeestabes , also des Oberbefehlshabers , geprägt de . " Andersson habe Recht , wenn „ er 10 Jahre Verletzungen der schwedischen wässer durch U - Boote als Hirngespinst charakterisiert . . . Wenn die Jahre ohne Beweise verstreichen , hört man lich auf , an die Propaganda von oben zu glauben " .
Die Irritationen in litärführung und rung Schwedens sind begreiflich . weise wird hier wirklich ein Mythos in Frage stellt , der bislang chem besonders auf ein stark ausgebautes litärwesen fixierten Spitzenpolitiker in Schweden als eine kommene ( weil me ) rung für die Debatte um die jeweiligen stungsprojekte und - beschaffungen diente . Schleifspuren auf Videofilm , aufgenommen im südlichen Auf jeden Fall kommt Stockholmer Schärengebite . diese öffentlich gewor -
Quelle : Bericht der U - Bootschutzkommission dene Skepsis zu
sender Zeit . Hat doch
Kettenspuren auf dem Meeresgrund in den Stockholmer Schären .
Quelle : Bericht der U - Bootschutzkommission
Nachdem der schwedische ber im Februar dieses Jahres in seinem Bericht über die Verletzungen der territorialen Hoheit Schwedens im zurückliegenden Jahr u . a . mehr auf ein ganzes Dezennium erfolgloser Versuche bei der Aufbringung wenigstens nes jener durchtriebenen „ sten " zurückblicken mußte , regt sich nicht nur Verdrossenheit , sondern auch Mißtrauen und Unglaube kompetenter Militärs .
So äußerte der im Oktober vorigen res in Rente gegangene Kapitän zur See Karl Andersson seine Skepsis gegenüber dem Sinn der langjährigen intensiven schwedischen Bemühungen auf dem Ge -
die bürgerliche Koalitionsregierung mit Blick auf den beabsichtigten EG - Beitritt und die hiermit auch akzeptierte lichkeit einer sicherheitspolitischen sammenarbeit einen spürbaren
wechsel in der bisher von der schen Sozialdemokratie geprägten Außenpolitik - insbesondere im Bereich der Abrüstungsproblematik - eingeleitet . So wurde im Mai - auch mit den men der Sozialdemokraten - die litätspolitik endgültig aufgegeben . Auch Abrüstungsfragen bedürfen nach sung der Außenministerin , Margaretha af Ugglas , einer inhaltlichen Neudefinition .
In dieser Situation melden sich allerdings nunmehr auch bedachtsame Stimmen zu Wort . Hierzu gehört Sverker Äström als der „ grand old master " der schwedischen Außenpolitik . Er fordert , endlich einmal den „ Blick über die Wasseroberfläche zu heben " und sich zur Bildung einer neuen U - Bootkommission zu entschließen . be dieser Kommission soll es sein , eingenommen das gesamte Material zur Problematik der „ Unterwasseraktivitäten " durchzugehen und die sich hieraus benden Überlegungen und rungen der Politik zugängig zu machen . Besonderen Wert legt Äström auf eine von glaubwürdigen Zivilisten geprägte mensetzung der Kommission , die sich der Zuarbeit von kompetenter ziviler und litärischer Seite versichern solle . Ihr müsse auch das Recht eingeräumt werden , zur umfassenden Aufklärung dieser tik mit den russischen Behörden in dung zu treten .
In der Tat , der Zeitpunkt ist angesichts der durch die gesellschaftlichen zungen bedingten Bereitschaft Rußlands zu einer vorbehaltloseren Aufarbeitung militärpolitisch bedingter gen und Handlungen der damaligen UdSSR heute für Schweden günstig . Auch die USA wären als Ansprechpartner für die Arbeit der U - Bootkommission durchaus denkbar . Vielleicht bleibt dem schwedischen Steuerzahler auf diesem Wege ein weiterer kostspieliger Ausbau der U - Bootjagdkapazität der Flotte seines Landes erspart . Denn wer weiß es schon genau . . . Wo unter den Bedingungen des Ost - West - Konfliktes kein sches U - Boot aufzubringen war , könnten die Anstrengungen für die vage Aussicht , eventuell irgendwann einmal in ferner Zukunft russischer „ sten " habhaft zu werden , leicht zum litischen Unfug geraten . Vergleichen ließe sich dies etwa damit , schwedische Kronen leichtsinnig im Wasser des Mälar - Sees zu versenken .
NORDEUROPA
fortini
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