Finnland vom 19 . September 1944 als auch seine Auslegung durch die führende Sowjetunion unterschieden sich daher wesentlich von den bereits senen Abkommen mit den anderen ligen Satellitenstaaten Deutschlands , lich Italien und Rumänien , sowie von den späteren Verträgen mit Bulgarien und garn . Zwar sahen alle Abkommen die lung von Reparationen , die rung und Abrüstung auf Friedensstärke , das Verbot sogenannter „ faschistischer " nisationen , die Aufhebung scher Gesetze sowie die Einrichtung von liierten Kontrollkommissionen zur wachung dieser Bestimmungen vor , doch gab es im finnischen Fall erhebliche chungen . An erster Stelle ist hier die che zu nennen , daß gemäß diesem fenstillstand Finnland als einziger staat nicht von alliierten Truppen besetzt wurde . Die Gründe hierfür waren wohl in erster Linie militärischer Art : Im finnischen Lappland war die 150 . 000 Mann starke 20 . deutsche Gebirgsarmee stationiert , deren Vertreibung umfangreiche sowjetische Truppenverbände gebunden hätte . Da zum einen der alliierte Wettlauf nach Berlin bereits im Gange war , zum anderen die Sowjetunion gegenüber Norwegen eine Faustpfandpolitik durch einen Einmarsch in der norwegischen Finnmark plante , wurde die Aufgabe der Zurückdrängung bzw . ternierung der deutschen Truppen auf dem Territorium Finnlands im abkommen der finnischen Armee auferlegt .
Die „ Alliierte Kontrollkommission für Finnland "
Die Abwesenheit alliierter , hier : scher Truppen auf finnischem Territorium war also ein wesentlicher Unterschied zu den übrigen ehemaligen Satellitenstaaten . Aber auch das Kontrollorgan für Finnland unterschied sich in einer ganzen Reihe von Punkten von seinen Gegenstücken in Süd - und Südosteuropa . Der Präzedenzfall für Aufbau , Funktionsweise und lung innerhalb dieser Kommissionen war 1943 Italien gewesen . Hier dominierten die beiden westlichen Hauptalliierten , gegen sich die sowjetische Abteilung halb der Kommission für Italien mit der le eines „ passive third observer " bescheiden mußte und auch bereitwillig beschied . Dies geschah , wie sich zeigen sollte , in weiser
Voraussicht : In den südosteuropäischen Kontrollkommissionen konnte die UdSSR den Angloamerikanern so denselben ginalen Status zuweisen , den sie in der italienischen Kommission innehatte . Dies jedoch führte in Bukarest , Sofija und pest zu ständigen inneralliierten Querelen , zumal mit den britischen Vertretern , die auf das Prozentabkommen zwischen Stalin und Churchill pochten . Anders in Finnland , wo die USA in der Kommission nicht vertreten war und die britische Seite sich ihrerseits freiwillig auf bloßes Beobachten te . Die sowjetischen Kontrolloffiziere maßten hier kein klandestines men zwischen westalliierten Vertretern und einheimischen Konservativen , men also wesentlich seltener präventive terventionen in die Innenpolitik Finnlands als In diejenige der südosteuropäischen Volksdemokratien .
Weitere Unterschiede zu anderen missionen wirkten sich ebenfalls stark aus : Während die Rote Armee in sämtlichen von ihr besetzten bzw . befreiten Gebieten pas ein überaus dichtes Netz von Dorf - , Stadt - , Gebiets - , Hafen - und mandanturen errichtete , auf die sich die Besatzungsverwaltungen stützen und somit bis auf die unterste Verwaltungsebene unter eingreifen konnten , war dies in land nicht der Fall . Hier konnte die mission lediglich auf die Regierung einwirken , besaß auf Provinz - und naler Ebene mangels Präsenz also kaum Einfluß . Dies machte insbesondere das dernorts übliche enge Zusammenspiel von sowjetischen Besatzern und ortsansässigen Kommunisten unmöglich . Desgleichen ren im Waffenstillstandsabkommen die gaben und Kompetenzen der mission für Finnland wesentlich genauer festgelegt worden , als dies im Abkommen mit Rumänien und später auch mit en und Ungarn der Fall war : Der Spielraum der sowjetischen Kontrolloffiziere war also kaum dehnbar . Von großer Bedeutung war auch der Umstand , daß die mission für Finnland im Unterschied zu den anderen Kommissionen keine machten besaß . Schließlich ist noch auf nen anderen signifikanten Unterschied schen der Kommission in Helsinki und den sowjetischen Besatzungsorganen im gen Europa hinzuweisen . Das sonal sowohl der sowjetischen Teile der übrigen Kontrollkommissionen wie der wjetischen Militärverwaltungen bestand
fast ausschließlich aus Berufsmilitärs . Im nischen Fall war dies anders : Chef der trollkommission war hier ein ger , zudem hochrangiger Parteifunktionär , der im Politbüro für Außenpolitik ge Bezirksparteichef von Leningrad Andrej A . Schdanow , dem kurzerhand der ralsrang verliehen worden war . Selbst ein sowjetischer Historiker hat diesen Umstand nicht nur als „ überaus bedeutsame me " bezeichnet , sondern auch daraus schlossen , „ daß die Ernennung A . A . Schdanows auf diesen Posten ein Beleg dafür ist , daß die [ Sowjet - ] Regierung der polltischen Regelung der Beziehungen zu Finnland höchste Priorität beimaß . " ( V . V . Roginskij ) .
Daß die im Waffenstillstandsabkommen mit Finnland klar zutage tretende sowjetische Option - Wahrung der eigenen Sicherheits - Interessen bei Erhalt des finnischen Staates , ja sogar seines politischen Systems - keine fristige Orientierung war , sondern eine mindest mittelfristige Weichenstellung , läßt sich auf einer ganzen Reihe von benen sowjetischer Politik feststellen . Die bungsarme Zusammenarbeit der sowjetisch dominierten Kontrollkommission mit der nischen Regierung in den Jahren 1944 bis
1947 , etliche 1946 von Stalin verfügte besserungen der Waffenstillstandsklauseln zugunsten Finnlands , die sowjetische tung auf der Pariser Friedenskonferenz vom selben jähr sowie nicht zuletzt die geringe Bedeutung , die sowjetischerseits den wenig erfolgreich operierenden finnischen nisten beigemessen wurde , deuten darauf hin . Obwohl sich die Kommunisten in den ersten Nachkriegsparlamentswahlen vom März 1945 ein Viertel der Stimmen und mit die Regierungsbeteiligung hatten sichern können , manövrierten sie sich vor allem grund ihrer inneren Zerrissenheit , taktischen Unerfahrenheit und glücklosen tik in den folgenden Jahren ins politische Aus . Ihre Staatsstreichagitation vom Februar
1948 , als zeitgleich in Prag die letzte nicht von Kommunisten dominierte Regierung Osteuropas gestürzt wurde , mußten sie bei den Wahlen vom Juli 1948 mit einer tenden Niederlage und anschließenden 18 Oppositionsjahren büßen .
Beginn einer neuen Normalität
Wie eingespielt das neue sowjetisch - nische Verhältnis bereits im Krisen - und
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